Wenn wir doch nur endlich ein ganzheitliches Modell christlicher Sexualethik entwickeln könnten, das so attraktiv wäre, wie das säkulare! Wenn das so wäre, dann würde es Christen auch wieder einfacher fallen, sich an die christlichen Normen zu halten. Oder wenn wir endlich die verschiedenen Missklänge, die zwischen Christentum und Kultur bestehen auflösen könnten, um den Menschen zu zeigen, dass Christsein attraktiv ist. Wenn das so wäre, dann würden die Leute auch wieder in die Kirche kommen.
Ist das wirklich die Lösung? Ist es die Lösung, die Christenheit so stark aufzubrezeln, dass sie alle attraktiv finden? Ist es erstrebenswert, dass sich alle Männer und Frauen auf der Strasse nach ihr umdrehen und sagen, „oh schau, da ist die Christenheit! Ist sie nicht wunderbar?“ Sollen wir ihre Problemzonen kaschieren und retuschieren, sodass sie aussieht wie jede andere x-beliebige junge Frau auf der Strasse? Da hätten wir aber ein grosses Stück Arbeit vor uns. Die Fettpölsterchen, Pickel und anderen Problemzonen der Christenheit sind mannigfaltig. Sie reichen von Disziplin über Demut bis hin zu Enthaltsamkeit, Genügsamkeit, bedingungsloser Nächstenliebe, Selbstbeherrschung und sogar Selbstaufgabe. Wollen wir an der Christenheit allen Ernstes so lange herum erklären, Spannungen auflösen und kulturelle Brücken bauen, bis sie aufgedonnert ist wie ein Supermodel?
Oder sollen wir sie einfach so belassen, wie sie halt heute ist? Weiterlesen »



