Archiv für Juni 2009

Zum Traum vom Wachstum

Wachstumskurve der Kirche Jesu.

growth chart

Quelle: www.nakedpastor.com (Danke, Heinz!)

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Hängen geblieben?! Drei Monate danach …

Was hat sich nachhaltig verändert in den letzten 3 Monaten, in eurem persönlichen Leben und in dem eurer Kirche / eurer Gemeinschaft / eures Werkes? Was ist hängen geblieben von der Konferenz mit Michael Frost zum Thema “Die Zukunft gestalten. Mission und Evangelisation in der Kirche des 21. Jh.”? Wir sind gespannt auf eure Beiträge.

PS: Wer den Blog-Post “Am Montag danach” vom 30. März mit seinen 39 sehr interessanten Kommentaren noch nicht gelesen hat, dem sei dieser Blog als Einstieg zur obigen Fortsetzung herzlich empfohlen.

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Die christologische Begründung (1/2)

Jesus Christus ist das Zentrum der Heiligen Schrift. Jesus Christus als wahrer Gott und wahrer Mensch, sowie als Lehrer und Prophet ist massgebend für eine missionale Theologie, für die christliche Lebensführung und für das Leben der Kirche und ihre Mission in der Welt.“

„Was bedeutet dieser Satz für mein persönliches Leben und für das meiner Kirche / meiner Gemeinschaft / meines Werkes?“ Der nachfolgende Post in ein Gastbeitrag von Tobias Bausch, Tanja Bühler und Emanuel Koller, der sich mit der obigen These (7/12) und dieser Fragestellung auseinandersetzt.

Gleichwie der Vater mich ausgesandt hat, sende ich auch euch“ (Joh. 20.21).

Die Frage die wir uns immer wieder stellen wollen, wo sendet mich Gott hin? Jesus Christus war in erster Linie zu den Juden gesandt, und erfüllte den Auftrag für die ganze Welt. Die grosse Herausforderung besteht für uns Gläubigen darin, das Himmelreich Gottes in unserem Umfeld ganzheitlich zu leben.

Jesus hat es uns vorgelebt: Er hat es geschafft, das Himmelreich im Leben zu integrieren, er predigte und lehrte das Reich Gottes überall worin er seinen Auftrag sah. Er war sich seinem Auftrag allezeit bewusst und passte sich den schlechten Angewohnheiten der Welt nie an. Nie verfiel er den Versuchungen Satans. Das gleiche erwartet Jesus von uns, indem er sagte: „Friede euch! Gleichwie der Vater mich ausgesandt hat, sende ich auch euch“ (Joh. 20.21).

Man muß Gott mehr gehorchen als Menschen“ (Apg. 5.29).

Eine solche Sendung kann im Leben nur Realität werden, wenn in unserem Alltag Jesus ins Zentrum Rücken kann und unseren Körper, Seele und den Geist auf ihn ausgerichtet ist. Die Schwierigkeit besteht darin, Gott mehr zu gehorchen als den Menschen. Ohne den Erwartungen aus unserem Umfeld gerecht werden zu müssen. Jesus sagte selber von sich:

“Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Der Sohn kann nichts von sich aus tun, sondern nur, was er den Vater tun sieht; denn was dieser tut, das tut gleicherweise auch der Sohn.“ (Joh 5,19)

Gerade diesem Auftrag wurde Jesus vollumfänglich gerecht. Wie viel mehr sind wir auf den Vater angewiesen. Wir können nichts von uns aus machen, was geistliche Frucht bringt. Jesus hat uns seinen Beistand zurückgelassen.

Beistand

Jesus lässt uns nicht alleine zurück mit dem Auftrag. Er hilft uns und bevollmächtigt uns im Geist zu leben und den Dienst zu erfüllen. Durch den Geist Gottes haben wir die Beziehung zu Gott und zur Welt im Ausgleich. Nur durch den Heiligen Geist können wir eine gesunde Beziehung zu Gott in dieser Welt führen. Der Geist führt uns in die Beziehung, eine innige Freundschaft zu Gott und gibt uns den rechten Blick für die Welt in der wir leben. Im Jesaja lesen wir eine Verheissung, die wir in Anspruch nehmen können.

„Der Geist Gottes des HERRN ist auf mir, weil der HERR mich gesalbt hat.Er hat mich gesandt, den Elenden gute Botschaft zu bringen, die zerbrochenen Herzen zu verbinden, zu verkündigen den Gefangenen die Freiheit, den Gebundenen, dass sie frei und ledig sein sollen.“ (Jes. 61.1)

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Die Grundlage der missionalen Theologie (6/6, Schluss)

Missionale Theologie dient der Anbetung Gottes. Mission geschieht, weil Gott noch nicht überall angebetet wird, und sie geschieht bis zur Wiederkunft Jesu und der endgültigen Aufrichtung der Herrschaft Gottes. Die unterschiedlichsten Aktivitäten fördern die Anbetung Gottes: die Sorge um die Schöpfung, die es zukünftigen Generationen erlaubt, in ihr die Herrlichkeit Gottes zu erkennen; Entwicklungshilfe als Hinweis auf den suchenden Gott, der ganzheitliches Heil will; Kunst und Kultur, die Gottes Weisheit und Schönheit widerspiegeln.

„Was bedeutet dieser Satz für mein persönliches Leben und für das meiner Kirche / meiner Gemeinschaft / meines Werkes?“ Der nachfolgende Post in ein Gastbeitrag von Philippe Aellig, Daniel Schüpbach und Lukas Wäfler, der sich mit der obigen These (6/12) und dieser Fragestellung auseinandersetzt.

Gott hat uns das Leben gegeben und er hat uns erlöst. Aus diesem Grund haben wir uns dazu entschieden, Gott anzubeten und sind ihm dankbar, für alles, was er uns gibt. Anbetung Gottes bezieht sich nicht in erster Linie auf die musikalische Anbetung. Einen anbetenden Lebensstil zu führen bedeutet praktisch, Gott als Schöpfer und Erlöser zu bekennen und ihn mit unseren Worten und unserem Handeln zu preisen. Das Bekennen von Gott als Schöpfer und Erlöser hat also die Anbetung gefördert.

Durch die Verkündigung vom Evangelium durch Wort und Tat (Mission) wird gefördert, dass Menschen Gott als Schöpfer und Erlöser erkennen und dadurch bekennen werden.

missionale-theologie

Somit fördert die Mission die Anbetung Gottes. Dabei spielt nicht die Methode, sondern die Absicht die endscheidende Rolle. Ob Mission durch eine attraktionale oder missionale Arbeit geschieht, ist dabei nicht entscheidend.

Aktivitäten, die Menschen zum Bekennen von Gott als Schöpfer und Erlöser führen, dienen der Anbetung Gottes. Ein Anstoss dazu kann auch die Sorge um die Schöpfung, Entwicklungshilfe, Kunst und Kultur sein, wie es in der These formuliert ist.

Allgemein bestätigen wir die obenstehende These. Wir legen jedoch grossen Wert auf das Bekennen von Gott als Schöpfer und Erlöser!

Was bedeutet diese These für unser persönliches Leben?

Diese These löst in uns ein missionarisches Denken aus. Da wir die Anbetung Gottes fördern wollen, sind wir getrieben, vermehrt solche Aktivitäten zu unternehmen. Weiter löst die These Fragen nach der praktischen Anwendung aus. So fördert die These unsere Kreativität. Wir werden nach neuen Aktivitäten suchen, wie wir Menschen für unser Anliegen gewinnen können.

Was bedeutet dieser Satz für unsere Kirche/ Werk?

In unseren Kirchen besteht häufig die Ansicht, dass Anbetung am Sonntagmorgen durch Singen und Beten stattfindet. Beispielsweise praktische Dienste, wie Kinderbetreuung, werden nicht als Anbetung angesehen. Zwar ist die Aussage „Anbetung als Lebensstil“ allgemein bekannt, trotzdem mangelt es bei der Umsetzung. Die Aussage droht zur Floskel zu werden. Die Gemeinde muss erkennen, dass Anbetung überall stattfindet, wo Menschen zur Gottes Ehre handeln.

Weiter hat die These keinen Anspruch auf eine missionarische Methode. Sie spricht weder gegen eine attraktionale, noch für eine missionale Kirche. Sie betont jedoch die Wichtigkeit der Mission, also den Aktivitäten, die fördern, dass Gott angebetet wird. Somit hat die stark attraktionale Jugendarbeit auch weiterhin ein Existenzrecht und auch das missionale Missionswerk darf weiterhin Gottes Anbetung fördern. Denn beide Organisationen haben dieselbe Absicht und erreichen mit ihrer Methode verschiedene Menschen. So verschieden die Menschen sind, dürfen auch die Methoden sein.

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Chrampfe! Verlieren postmoderne Christen das Erbe der reformierten Arbeitsethik?

Jean_Calvin

Jean_Calvin

In einer grösseren Firma in der Schweiz treffe ich drei Führungskräfte aus dem mittleren Kader. Das Gespräch dreht sich, wie heute fast immer, um das Thema Wirtschaftskrise. Stellen wurden abgebaut, und die Mitarbeiter, die noch da sind, versinken in der Arbeit – so auch die Abteilung von T. Im weiteren Verlauf des Gesprächs erwähnt T. seinen Teamleader P., der zwar gute Arbeit leiste, ehrlich und freundlich sei, der aber jeden Abend um punkt 16.55 Uhr Feierabend macht. Der Rest des Teams macht danach noch die Arbeit fertig. T. meine dann zum Schluss noch, dass P. halt fromm sein und in irgendeine Kirche gehe…

Ich kenne P. nicht näher. Es kann sein, dass er Familienvater ist, sich aktiv in der Kirche beteiligt oder dass er meisterlich ausgeglichen seine Work-Life Balance pflegt. Alles tipp-topp, und doch…

Das Erlebnis ist für mich beispielhaft für etwas Vages, das ich seit ein paar Monaten meine zu beobachten. Haben die Christen verlernt zu „chrampfen“? Haben wir das Erbe der reformierten Arbeitsethik verloren?

Ich treffe je länger je weniger Christen, die gerne arbeiten. Leute, die bereit sind, für ihren Job zu investieren, Überstunden zu machen, dem Kunden einen hervorragenden Service zu bieten, gute Arbeit zu leisten, auch wenn es niemand direkt sieht…. Viele hangeln sich von Wochenende zu Wochenende und beklagen sich oft über den Job: vielleicht ist der Chef blöd, das Gehalt zu tief, die Arbeitsbedingungen zu schwer, das Klima zu weltlich…

Im Zuge des Dauerbrenner–Themas Berufung wünsche ich mir, dass der BERUF-ung mit mehr Leidenschaft nachgelebt wird. Wie kann man beruf-en sein und solch lausige Arbeit leisten?

Hast du auch schon ähnliche Beobachtungen gemacht? Deine Gedanken würden mich interessieren.

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Die Grundlage der missionalen Theologie (5/6)

„Missionale Theologie setzt grenzüberschreitende Lernbereitschaft voraus. Sie hört auf die Brüder und Schwestern in unseren Kirchen sowie auf unsere Brüder und Schwestern in der 2/3 Welt, die durch ihre ganzheitliche Denkweise den Weg zu einer missionalen Theologie vorgezeichnet haben.“

Im März 2009 hat IGW „12 Thesen zur missionalen Theologie“ veröffentlicht, die seither rege diskutiert werden. Viele fragen sich: „Was bedeutet dieser Satz für mein persönliches Leben und für das meiner Kirche / meiner Gemeinschaft / meines Werkes?“ Der nachfolgende Post in ein Gastbeitrag von Severin Fitze, Urs Oester und David Schmid, der sich mit der obigen These (5/12) auseinandersetzt.

Zuerst einmal wunderten wir uns etwas über die Formulierung dieser These und nahmen sie in der Diskussion auseinander, was uns half sie zu verstehen und uns eine Meinung zu bilden.

Wir stellten fest, dass die grenzüberschreitende Lernbereitschaft tatsächlich von eminenter Wichtigkeit ist. Ohne diese ist es uns gar nicht möglich auf andersartige Denkweisen unserer Geschwister einzugehen. Wir fragten uns dann was wohl mit ganzheitlich gemeint sein könnte und kamen zum Schluss, dass es bei Ganzheitlichkeit immer um das ganze Leben geht. Also keinesfalls um irgendeinen Teilbereich.

Des weiteren diskutierten wir, ob unser Geschwister in der 2/3 Welt tatsächlich so viel ganzheitlicher Denken, oder ob dieses Denkmuster schlicht Teil ihrer Kultur ist. Doch das spielt unserer Meinung nach gar keine Rolle, da es so oder so wichtig ist, von anderen Kulturen zu lernen und zu reflektieren, wie sie ihren Glauben leben. Dies auch im Hinblick auf unsere Gesellschaft, die immer multikultureller wird. Dabei geht es nicht darum, Dinge von andern zu übernehmen, sondern mit offenen Augen und offenem Herz zu prüfen und davon zu lernen. Es gilt den den Horizont zu erweitern, einen Weitblick zu entwickeln und sich nicht mehr nur auf sich selbst zu konzentrieren.

Nun was bedeutet das für uns persönlich und für unsere Kirchen?
Wenn wir möchten, dass sich etwas ändert, müssen wir wie so oft bei uns selbst beginnen. Wir müssen lernen grenzüberschreitend Lernbereit zu sein, bevor wir der Gemeinde irgendetwas vorenthalten können. Das Bedeutet in unserem Alltag, dass wir den Kontakt
mit Brüdern und Schwestern die anders denken oder glauben nicht länger meiden, sondern suchen. Und dabei nicht gerade mit der Urteilsbildung beginnen sobald wir die Meinungen gehört haben, sondern diese ernst nehmen und als gleichwertig wie die Unsere achten. In unseren Gemeinden muss eine Offenheit und eine Grenzüberschreitende Lernbereitschaft für eine ganzheitliche Denkweise beginnen zu wachsen. Dies in dem Strukturen und Prinzipien neu überdacht werden und durch eine neu angezündete Liebe für die Verlorenen. Denn dies wird automatisch zu einer Lernbereitschaft führen, die alles in Kauf nimmt, um Gottes Auftrag zu erfüllen und die sich nicht mehr an eingesessenen Gedankengebäuden festhält.

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50 Erfolgsmodelle

Wer etwas Kompliziertes mitteilen will, muss es vereinfachen. Doch wie weit darf eine solche Vereinfachung gehen? Wann wird Vereinfachung fahrlässig?

Eine wunderbare Möglichkeit, Kompliziertes auf den Punkt zu bringen und mitteilbar zu machen, sind Modelle. Mikael Krogerus und Roman Tschäppeler präsentieren in einem schön gestalteten Buch (Kleinformat, abgerundete Ecken, Lesebändchen) 50 solcher Modelle übersichtlich und äusserst attraktiv. Darunter sind auch Klassiker wie das Pareto-Prinzip, die Eisenhower-Matrix oder die SWOT-Analyse. Sämtliche Modelle sind mit Grafiken visualisiert und laden zum Ausfüllen und Auswerten ein.

Jedes einzelne der Modelle konfrontiert den Leser mit der eingangs erwähnten Spannung: Auf der einen Seite steht die Freude darüber, dass eine oder einer auf geniale Weise etwas Kompliziertes so schlicht und anwendbar auf den Punkt bringen kann; auf der anderen Seite die Unsicherheit, ob so radikale Verienfachungen auch zulässig sind. In einem kurzen Abschlusskapitel (“Das Ende der Modelle”) geht es um genau diese Spannung. Das Buch – und das ist für mich das Tüpfelchen auf dem i – will also durchaus mit einem Augenzwinkern gelesen werden.

Und hier die Webseite zum Buch.

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