Am Montag danach

Am letzten Freitag und Samstag fand in Rotkreuz der Kongress “Ganz Gemeinde” mit Steve Timmis aus Sheffield (GB) statt.

Wir sind auf erste Eindrücke und Gedanken von Kongressteilnehmern:

  • Was beschäftigt dich am meisten?
  • Was fordert dich heraus?
  • Was freut dich?

Kleiner Hinweis für alle, die nicht anwesend waren:

Das Unterthema lautete: Erneuert durch Evangelium und Gemeinschaft, oder anders gesagt: Die Theologie, auf die es wirklich ankommt, ist die Theologie unserer Lebenspraxis – nicht die Theologie unseres Glaubensbekenntnisses. Die Herausforderung besteht darin, das Evangelium nicht nur am Sonntag zum Zentrum des Lebens zu machen, sondern rund um die Uhr. So werden unsere Arbeitsplätze und unsere Zuhause zu Orten, an denen Mission, die Sendung Gottes, gelebt wird.

Der Kongress verfolgte das Ziel, Anstösse dazu vermitteln, eine Kirchenkultur zu gestalten, in der dieses Leben nicht nur möglich, sondern selbstverständlich wird. Neben Referaten des Hauptredners Steve Timmis fanden verschiedene Workshops und ein Podiumsgespräch statt, als Hilfestellung, das Gehörte in den Rahmen des eigenen Gemeindelebens zu übertragen.

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33 Responses to “Am Montag danach”

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  1. Philipp Baumann says:

    40 Stunden später gehen mir so einige Gedanken durch den Kopf! Zuerst muss ich versuchen, sie irgendwie zu reihen und mir darüber klar werden, was hat mich den nun wirklich am meisten berührt und herausgefordert?
    Da hab`ichs! Liebe ich meine Gemeinde? Wie gross ist meine Leidenschaft und Liebe für die Menschen, welche Gott mir in meiner Kirche zur Seite gestellt hat? Denn durch diese Liebe, zu diesen unterschiedlichen `schrägen` Menschen, erkennt die „Welt“, dass wir Gottes Liebe in uns haben. Ich will diese Liebe zu den Menschen fördern, um welche ich bisher eher einen Bogen gemacht habe. Dazu muss Gott in mir arbeiten, damit ich dies zum Ausdruck bringen kann.

  2. Stefan Heusser says:

    Der Kongress ist vorüber, was ist mir geblieben? Am meisten hat mich mit Sicherheit der Workshop „Turnaround“ mit Marc Nussbaumer bewegt und heraus-gefordert. So sprach er davon, dass wir nicht primär die Menschen aus der Gemeinde, sondern diejenigen aus der Region im Blickfeld haben sollten. Denn viel zu oft seien wir wie gelähmt vor Angst. Angst Fehler zu machen, Angst Gemeindeglieder zu verlieren. Dies bezeichnete er ganz provokant als Heidentum. „Stop playing church – start living church“ eine weitere Aussage von Nuss-baumer, die mich nachdenklich machte. Wir müssten endlich beginnen als Kirche zu den Menschen zu gehen und aufhören zu warten, bis diese zu uns in die Kirche kämen. Er nannte weiters das Defizitdenken von uns Schweizern als einen Hauptgrund, warum uns dies so schwer fiele. Denn wir würden die Situation immer nach dem Idealzustand beurteilen. Doch eigentlich sei es ganz simple: „Tue es einfach“. So solle man für die Leute predigen, die anwesend seien und nicht für die Abwesenden. Er führte zB einen Alphakurs für eine einzelne Person durch. Diese war so beeindruckt von der Hingabe und den Aufwand der dafür betrieben wurde, dass sie sich bekehrte. Wie hätten wir reagiert? Ich hätte mit Sicherheit den Alphakurs abgesagt und mich auf die freien Abende gefreut.
    Steve Timmis forderte in seinem Ersten Referat zum Thema „ Eine neue Vision“ zusätzlich heraus, den Blick als Gemeinde auf die Ewigkeit zu richten. Dies sei der Fokus, der uns motiviere und stärke. Er verglich diesen mit einem im Krieg erbeuteten Flugzeug, der vom Feind in alle Einzelteile zerlegt wird um daraus wichtige und motivierende Rückschlüsse zu ziehen. Die Ewigkeit, so Timmis, sei unsere Motivation die gute Nachricht zu verkündigen und das Evangelium zu erklären. Als Gemeinde dürften wir jedoch weder zu sehr in der Vergangenheit, noch in der Zukunft oder Gegenwart leben. Die Gefahr von missionarischen Gemeinden sehe er darin, dass sie sich zu sehr auf die Gegenwart konzentriere.

  3. Fritz says:

    Ich bin Gemeinde! Mich hat diese Aussage herausgefordert. Ich gehe nicht zur Gemeinde. Ich spreche nicht über die Gemeinde, als hätte ich nichts damit zu tun. Nein! Ich nehme das ganz ernst. Und ich will es ganz ernst nehmen: Ich bin Gemeinde. Ich bin Gemeinde kann ich nur im gemeinsamen Leben teilen leben, kann ich nur durch das gemeinsame Hören auf das Evangelium leben. Ich brauche das geschwisterliche Miteiander und ich brauche immer wieder die Ausrichtung aufg das Zentrum des Evangeliums: Jesus Christus. Ich bin Gemeinde heisst für mich konkret erste Schritte in meiner Gemeinde tun. Nicht mehr als ein Gegenüber, sondern Teil, Glied oder eben total Church. Ich bin neue fasziniert von diesem Gefäss, das sich Gemeinde nennt!

  4. Bob Donut says:

    Das am Kongress Ganz Gemeinde im Workshop Church planting Gehörte war so phänomenal treffend, dass man praktisch nach jedem gesagten Satz laut die eigene Zustimmung hätte bekunden mögen. Der Referent malt die geistliche Situation Europas drastisch vor Augen um die Notwendigkeit und Dringlichkeit einer neuen Church Planting Bewegung aufzuzeigen. Endlich jemand, der die demografischen Veränderungen in unserem Land zu erkennen weiss und den daraus resultierenden Schrei in Worte fassen kann. Das sind meine Gedanken, als der Referent erklärt, die grössten Herausforderungen unserer Zeit seien der Islam und die Postmoderne. Der Anteil der evangelikalen Christen einer Gesellschaft in der Schweiz oder generell in Westeuropa seien die niedrigsten weltweit, wenn wir von Nordafrika und dem nahen Osten absehen. Wir dürfen den Begriff christliches Abendland also schleunigst aus unserem Wortschatz streichen – wobei ich anzweifle, dass wir dies jemals waren. Einige Länder werden in Kürze zu 50% islamisch sein. Der Redner nennt das jahrzehntelange Auslassen einer effektiven Geh-Kultur als möglichen Grund: da wir uns so lange nicht um die Moslems gekümmert haben, sendet Gott sie nun zu uns. Weniger Afrika und Südamerika aber viel mehr Europa und die Schweiz rufen also nach Personen, die sich zu Menschen aussenden lassen wollen. Immigrantengruppen (Familienclans) unter sich hätten alle Eigenschaften einer eigenen Ethnie, wobei wir definitiv in der Postmoderne angekommen sind. Heutzutage kämen die Menschen nicht mehr in die Kirche; wir sollen wie der Missionsbefehl sagt, zu Ihnen – zu den verschiedenen Ethnien – gehen, sie in ihrem Umfeld belassen und dort Kirche gründen. Moslemische Kaffeebesucher, Sri Lankische Rapper, Oberaargauer Jungschützen… zu hunderten finden wir um uns herum unerreichte Ethnien und niemand geht hin. Auch ich nicht. Lasst uns hingehen.

  5. Eduard Löwen says:

    Es ist erfreulich, dass wir uns alle über das Ziel einig sind, Menschen für Jesus zu erreichen. Darüber wurde nicht diskutiert. Schwieriger wird es bei der Ausführung. Jeder bringt seine Prägungen und Erfahrungen mit. Mich beschäftigt die Aussage von Flury Bärtsch sehr, dass wir das Evangelium nicht mehr länger predigen sollten, sondern anfangen zu leben. Ich denke, darin liegt wirklich der Schlüssel und auch die grösste Herausforderung. Jeder von uns hat genug Menschen in seinem Umfeld, die Jesus brauchen. Meine Erfahrung ist, dass wir am meisten erreichen, wenn wir zuerst die Beziehung zu den Leuten suchen. Jesus ist auch zuerst an der Beziehung zu uns interessiert, bevor er uns beauftragt. Ein Fussballabend mit Bratwurst und Bier wäre ein guter Anfang. Mich fordert es am meisten heraus, Geduld mit ihnen zu haben, wenn es mal nicht so schnell geht wie ich es gerne hätte.

  6. Lea says:

    So nun ist es soweit, auch ich tauche in die Welt der Blogger ein, als blutige Anfängerin wohl bemerkt.
    Die zwei Tage am Kongress in Rotkreuz waren eine herausfordernde Zeit für mich. Vieles hat mich inspiriert, einiges hat mich mehr provoziert und alles zusammen hat definitiv meinen Horizont erweitert. Die eigentliche Arbeit beginnt erst jetzt, wenn es heisst das Gehörte zu verarbeiten und in den mir gegebenen Kontext zu setzten.
    Was bedeutet es zum Beispiel für mich persönlich wenn Steve Timmis meint, heute lebten Christen am Rand der Gesellschaft und das sei auch richtig so. (Das wäre jetzt ein Beispiel für die Kategorie Provokation) Oder Fluri Bärtsch, der uns verzweifelt daran erinnert, dass es in unserem Auftrag heisst „gehet hin“ und nicht etwa „kommet her“ oder „ladet ein“. Auch das Thema enge Gemeinschaft (Gosspel Community, Hauszelle, Familie…) lässt mich nicht los. Ich finde es eine grosse Herausforderung, einerseits eine so enge, vertraute Gemeinschaft zu werden und andererseits gegen Aussen völlig offen zu sein. Es braucht ja auch immer seine Zeit bis man zu dieser Basis des Vertrauens kommt und dann ist es schwer wenn fortwährend „Fremde“ dazustossen. Das sehe ich jetzt bei der Gruppe die ich leite. Diese Ladys brauchten ihre Zeit bis sie sich öffneten. Und ich musste ihnen diesen gesicherten Raum auch bieten, obwohl wir so als eher geschlossene Runde wirkten.
    Das sind so einige meiner Gedanken in Rohfassung.

  7. Dani Eichenberger says:

    Am Kongress haben mich vor allem zwei Dinge angesprochen. Zum Einen betonte Cla Gleiser in seiner Buchzusammenfassung zu Total Church, dass Nicht-Gläubige, Gott nicht kennenlernen könnten, wenn wir, als Gottes Kinder, keine Beziehung zu jenen hätten. Ich überlegte, wie oft ich in den letzten Monaten wohl Kontakt mit Ungläubigen gehabt habe. Ich war richtig erschrocken darüber, wie sehr ich mich im Christlichen „Kuchen“ bewege.
    Zum Anderen hat mich der Workshop Church planting ziemlich ermutigt. Seit meiner Bekehrung in 2003 fühlte ich mich in keiner „konventionellen Gemeinde“ richtig wohl. Mein Herz schlägt für die Kinder und Jugend, doch der Gedanke, Jugendarbeiter z.B. in einer Chrischona zu werden, schreckt mich ab. Ich habe immer mehr den Eindruck, dass solche „konventionellen Gemeinden“ zu eingesessen, und dass Nicht-Gläubige, solchen Kirchen gegenüber, zu voreingenommen sind. Der Ansatz – wenn die Leute nicht zu uns kommen, müssen wir zu ihnen gehen – hat mich in meinen Überlegungen sehr ermutigt.

  8. Kurt St says:

    Toll, dass der Blog läuft.
    Evangelium und Gemeinschaft – das kann man sich gut merken als Zusammenfassung. Ich gehe mit allen einig, dass die Umsetzung eine mega Aufgabe und Herausforderung ist. „Ich bin Gemeinde!“ schreibt Fritz. Ich formuliere: Wir sind Gemeinde.. Das ist das, was mich als zurückhaltender Schweizer herausfordert.(Kirch-)Gemeinde wird nicht besucht, sondern gelebt. Keine Schlagzeilenhelden sind gefragt, sondern normale Menschen im normalen Alltag, durchtränkt von der abnormalen Liebe Gottes.

  9. Christoph Bachmann says:

    Um es kurz und bündig zu machen: Missionale Gemeinde charakterisiert eine zentrale Eigenschaft: die Liebe. Steve Timmis formuliert den Kerngedanken folgendermassen: „Einander lieben in der Gegenwart der Welt.“ Dieses Zitat aus dem Munde von Steve Timmis hat mich begeistert wie beinahe kein anderes. Obwohl ich die Stelle im Johannes-Evangelium gut kenne, in der es heisst, dass wir einander lieben sollen, worauf die Welt Jesu Jünger erkennt (13,34f), konnte mir Steve die Augen öffnen, wie das aussehen kann. Nämlich, dass ich mein Leben mit den Menschen in meinem Umfeld teile. Ich glaube der Wert „teilen“ ist hier richtig am Ort. Indem ich teile, wird die Liebe konkret. Ja, Jesus selbst Gott teilt alles mit uns aus Liebe – dieser Gedanke sprengt meine Vorstellung eindeutig. Für mich heisst es, anstatt alleine zu essen, lade ich Christen wie Nicht-Christen ein. Ich öffne mein Haus und lebe beispielsweise mit Menschen in einer Wohngemeinschaft. Eigentlich so simpel. Ich kann auch Zeit, Energie, Wissen, Erfahrung, Geld und was auch immer teilen. Die Menschen sollen sehen, wie ich mit Glaubensgeschwistern und dem Nächsten umgehe. Ich erkenne, wie sich hier meine Bequemlichkeit und meine geheimen Ansprüche zeigen: „Ich möchte Ruhe haben und keinen Besuch.“ „Ich bin doch so müde, da liegt nur noch DVD schauen drin.“ Ich bin überführt.
    Sehr herausgefordert wurde ich weiter im Workshop „Church-Planting“ bei Florian Bärtsch. Die Botschaft glich eine Dampfwalze und wehe ich stehe nicht verwurzelt in Christus. Sein Auftreten glich nach meiner Wahrnehmung einem einsamen Rufer in der Wüste gleichwie Johannes. Was geschieht, wenn in Jahren 2030-2040 die ersten Länder mit einer Mehrheit von Moslems lebt und das Land dadurch in ihrer Hand liegt? Gibt es überhaupt noch eine Wende? Wie sieht mein persönlicher Auftrag darin aus? Es scheint so ausweglos zu sein, dass ich beinahe versucht bin „den Kopf in den Sand zu stecken“. Ich bin aber auch zur Überzeugung gekommen, dass die Not alleine nicht ausreicht, um einen Auftrag darin zu haben. Eine Aussage, die mit Sicherheit Stoff zur Diskussion bieten wird.
    Trotz allem, was mich beschäftigt ist die Tatsache, dass mein Alltag und mein Gemeindeleben ein anderes Bild zeigt. Natürlich gibt es gute Ansätze, versuche und auch Erfolge. Aber gleichzeitig sehe ich auch, wie mein Alltag geprägt ist von Terminen und starren Strukturen. Ich frage mich darin: Wie kann ich mehr Freiraum in meinem Leben schaffen, damit ich Zeit und Energie mit dem Nächsten teilen kann? Wie schaffe ich Gelegenheiten, in denen ich teilen kann? Keine einfachen Fragen, denn sie gehen ans „Lebendige“.

  10. Tom Weiler says:

    Der durchschnittliche Neubekehrte verliert innerhalb von zwei Jahren all seinen nicht-christlichen Kollegen. Dieser Gedanke hat mich zutiefst erschüttert und eine Notbremse gezogen in meinem persönlichen Wandel mit Christus. Ich habe erkannt, dass ich mich immer weniger mit meinen „alten“ Kollegen treffe. Es gibt dafür unterschiedlich Gründe, aber die meisten Gründe sind darauf zurückzuführen, das sie meines Erachtens sündhaft leben und ich Angst habe angesteckt zu werden (ganz grob gesagt…). Es wurde mir auch klar wie ich immer wieder über das Verhalten von anderen gerichtet habe, anstatt sie mit Liebe zu begegnen. Ich habe auch gemerkt wie diese Konfrontationen nicht dazu geführt haben, Jesus kennenzulernen…komischerweise.
    Dafür ist Jesus aber nicht gestorben! Es geht nicht darum Ihn in unsere kleinen christlichen Kreise zu behalten sondern ein Zeugnis zu sein für Seine Liebe. Dieser Kongress hat mein Denken in diesem Bereich um 180 Grad gewendet und ich bin gespannt ob ich meinen Gedanken in Taten umsetzen werde.

    Ich wurde weiter durch den Workshop „Turnaround“ herausgefordert. Dort sagte Marc Nussbaumer wir sollen aufhören Kirche zu spielen und anfangen Kirche zu leben. Sein Zeugnis hat mich einerseits ermutigt aber auch ganz gute praktische Anwendungen gegeben wie ich in meinem Umfeld „Turnaround“ erzeugen kann. Ich habe aber für mich die Erkenntnis gemacht, dass man nicht warten muss bis etwas kurz vor dem Abkratzen steht, sondern auch in eine „gesunde“ Struktur realisierbar ist.

    Der Begriff „Gospel Community“ und das Referat dazu von Steve Timmis waren sehr ermutigend. Ich habe meine Jugendgruppe in gewisse Bereiche ähnlich gestaltet, weiss aber nach diesem Kongress, dass ich noch viel mehr daraus machen könnte. Bis jetzt waren die Anlässe unserer Gruppe mehr zur eigener Belustigung und Zeitvertreib. Wir haben es bis jetzt auch immer sehr lustig gehabt, aber auch dafür ist Jesus nicht am Kreuz gestorben…damit wir Christen es nur miteinander lustig haben. Ich will mir darum Gedanken machen wie wir auch zu einer „Gospel Community“ werden können, wo sich Nicht-Christen wohl fühlen und erfahren dürfen wie wir Christen einander lieben.

    Dieser Gedanke hat mich auch sehr beschäftigt: Die Gospel Communitys basieren unter anderem darauf, dass Nicht-Christen zusammen mit Christen alltägliche Sachen unternehmen, und erfahren dadurch die Liebe Gottes (ebenfalls sehr grob gesagt).
    Dort sehe ich eben gewisse Herausforderungen, um es milde auszudrücken. Es gibt (Leserschaft natürlich ausgeschlossen) gewisse Christen die sich mehr damit befassen, Gottes Urteil über die Menschen zu sprechen. Andere entfalten sich durch klare Trennungen zwischen Sünde und Geist, leider fallen Nicht-Christen dann eben unter Sünde. Wenn diese Trennungen dann an einem Nicht-Christ kommuniziert werden, und zwar schriftlich, wird es dann schon langsam schwierig. Ich hoffe ihr versteht mich nicht falsch, aber ihr habt sicher ähnliche Erfahrungen gemacht wo ein Nicht-Christ am Anfang neugierig war, reingeschaut hat, ein paar sehr komische Gespräche geführt hat und dann sehr glücklich und zufrieden zurück in die „Sünde“ gekehrt ist, ohne nur einmal mehr über das Christentum nachzudenken!

    Ok ist vielleicht ein Extremfall, aber ich komme zurück zum ersten Gedanke, der durchschnittliche Neubekehrte verliert innerhalb von zwei Jahren all seine nicht-christlichen Kollegen.
    Das ist auch ein Teil von „Ganz Gemeinde“ und „Gospel Community“. Wir Christen müssen uns auch einen Ruck geben, an uns selber arbeiten und möglichst gute Voraussetzungen schaffen damit wir unser Licht zeigen können und genau in diesem Bereich werde ich anfangen aufzuräumen in meinem Leben.

  11. Raphael Schneider says:

    Seit längerer Zeit überlege ich mir was ich als Leiter von unserer Kinder und Jugendarbeit anstellen könnte, damit Menschen zu uns in die Gemeinde kommen und unseren Einladungen folgen. Ich überlegte mir was wohl der Grund dafür ist, dass alle meine Einladungen zwar mit einem; „ Ich überlege es mir zu kommen“ angenommen werden, aber die jenigen dann doch nicht zu sehen sind enden. Solche und ähnliche Fragen beschäftigen mich seit längerer Zeit und ich hoffte mit dem Kongress „Ganz Gemeinde“ eine Antwort darauf zu bekommen. Diese bekam ich auch, allerdings nicht so wie ich mir dies vorstellte. In der zwei stündigen Pause die wir am Freitagabend hatten, war ich mit ein paar IGW Kollegen unterwegs in Rotkreuz, als wir eine Gruppe gelangweilter Kinder antrafen. Sofort ging einer meiner Kollegen auf sie zu und forderte sie auf einen Ball zu holen um damit Fussball zu spielen. Ich überlegte mir, dass dies eigentlich nicht dass ist, wozu ich gerade lust hatte. 1 Stunde später, war ich dann ziemlich ausser Puste und verabschiedete mich von ca. 15 Kindern. Als ich über diesen Moment später nachdachte, bemerkte ich, dass genau dies der Schlüssel zu meiner Frage war. Wir müssen aufhören nur Kirche am Sonntag zu sein und unsere Gemeinschaft in der Kirche zu leben. Mit den Menschen ausserhalb der Kirche durch ein einfaches Fussballspiel Gemeinschaft zu haben, Leben zu teilen und ihnen vorzuleben was es heisst mit Jesus unterwegs zu sein sehe ich als mein konkreter Auftrag in meiner Gemeinde. Genau so wie dies Marc Nussbaumer in seinem Referat „Turnaround“ gesagt hat; Wir müssen aufhören Kirche zu spielen sondern sie zu leben. Für mich war dieses Ereignis ein erster Schritt richtung „Kirche leben.“ Gemeinschaft in unserem Alltag zu pflegen, ein Vorbild im Glaubensleben zu sein und so eine ungezwungene, offene Gemeinschaft zu formen in der Gott verherrlicht werden kann ist mein Wunsch für die bevorstehende Zeit.

  12. Sonja Röthlisberger says:

    Nach diesem Wochenende bleiben viele Eindrücke sowie Notizen, die es zu entwirren gilt, zurück. Vieles hat mich gedanklich gesehen herausgefordert. Die Aussage von Steve Timmis es gehe darum, dass gewöhnliche Leute mit einem gewöhnlichem Leben das Evangelium teilen, fordert mich stark heraus. Sind wirklich alle Aktivitäten in meinem Leben mit dem Ziel verbunden das Evangelium zu teilen? Oder ist es nicht vielfach mein persönlicher Nutzen der im Vordergrund steht? Wie kann ich gerade bei all dem Programm rund um die Gemeinde Raum schaffen fürs gewöhnliche Leben?

    Die Tendenz läuft in der Realität eher darauf hinaus, sich in viele Programme in der Gemeinde zu investieren und der Blick nach Aussen fortlaufend zu verlieren. Ich wünsche mir, dass sich immer wie mehr Christen dem Wunsch anschliessen die Leute mit der Gemeinschaft und dem Evangelium zu erreichen. Es braucht Mut aus dem Bisherigen herauszubrechen, damit etwas Neues entstehen kann. Lasst uns das Leben teilen und den schweizerischen Gartenhag (der alles als Privatsache betitelt) abbauen, damit zu allen Gruppen das Evangelium kommen kann.

  13. Markus Schwitter says:

    Am Dienstag nach der Konferenz sieht die Welt für mich nicht viel anderes aus als am Montag vor der Konferenz.
    „Ich bin Gemeinde“ ist für mich schon seit einiger Zeit eine Tatsache; wenn ich mit jemandem zusammen bin, heisst es jedoch „wir gemeinden“, da das Wort „Gemeinde“ ein Verb ist und kein Substantiv.
    Die Grundrichtung, in die Steve Timmis in seinem Buch die Kirche weist, finde ich sehr gut; im Einzelnen stellen sich mir jedoch noch einige Fragen wie z.B.: Ist dies nicht einfach wieder ein neues Modell oder eine Struktur, die es einzuhalten gibt, im Sinne von „ein guter Christ hat doch mindestens einen Obdachlosen in seinem Haus etc.“? Ich bin der Überzeugung, dass man weder Liebe noch soziale Verantwortung befehlen kann oder darf, da das Richtige mit der falschen Herzenshaltung nicht glaubwürdig ist.
    Am meisten gefreut hat mich folgendes
    Zitat: „Kirche, die an einem bestimmten Tag oder in einem bestimmten Gebäude stattfindet, ist Quatsch“ (Steve Timmis)“

  14. Ich fühle ermutigt, bestätigt und auch ein wenig herausgefordert. Ich hatte schon immer mühe mit dem Modewort „Missional“. Immer und immer wieder musste ich mir anhören, was die Kirchen falsch machen. Ich selbst lebe jedoch in einer Gemeinde, die meiner Meinung nach wirklich funktioniert (ja, das gibt’s noch!!). Dieser Unterschied zum gehörten und dem im Alltag erlebten war für mich unverständlich: Da stimmt einfach etwas nicht. Steve Timmis hat mich ob gewollt oder ungewollt bestätigt. „Missional“ ist nichts Neues, es gab es schon immer, es wurde nur nicht mehr gelebt! Gerade in diesem Punkt finde ich auch meine persönliche Herausforderung. Das Evangelium zu leben – entschuldige ich meine natürlich „Missional“ zu leben – beginnt vor allem in der persönlichen Heilung!!!

  15. Daniel Mannale says:

    Wie kommt man als Gemeinde von der Theorie zur Praxis? Am Kongress wurde mir wieder neu bewusst, dass im Gemeindealltag unser Wissen sehr oft nicht mit der Umsetzung übereinstimmt.
    Mir ist die Bedeutung von echter Gemeinschaft in der Gemeinde wirklich wichtig geworden. Ich habe vor mir das Bild einer Gemeinde, in der man gemeinsam unterwegs ist mit dem Blick auf den Himmel und geprägt durch die gegenseitige Liebe. Das hört sich alles sehr gut an – schon fast kitschig, aber so findet man es in der Bibel und es ist genau das, was Gott uns schenken möchte, wenn wir ihm nachfolgen. Ich glaube auch, wenn so eine innige Gemeinschaft existiert, wir mit einer ganz anderen Vollmacht das Evangelium nach aussen bringen könnten. Die Herausforderung ist nun dies in der Praxis umzusetzen.
    Der Workshop „Church-Planting“ mit Florian Bärtsch hat mich sehr bewegt. In unserer postmodernen Welt leben wir umgeben von vielen Subkulturen. Das ist hochspannend! Ich empfinde es aber als eine Herausforderung hier neu zu lernen was es heisst zu gehen und das Evangelium zu verkündigen und nicht zu erwarten, dass die Leute zu uns kommen. Ein Umdenken ist nötig und wir müssen bereit sein den geschützten Rahmen unserer Gemeinden zu verlassen. Wie lange wird es wohl gehen bis unsere Gemeinden das begreifen? Den Prozess dieses Umdenkens empfinde ich als eine grosse und spannende Herausforderung.

  16. Lukas says:

    Die Referate von Steve Timmis haben mich ermutigt, da anzufangen wo ich bin. Das heisst in meiner Gemeinde und meinem geistlichen Umfeld. „Wer liebt der findet Wege“. Diese Aussage aus der Podiumsdiskussion zeigt mir ein Weg der Veränderung auf: Einander als Christen lieben damit unsere Mitmenschen erkennen, dass wir mit Jesus unterwegs sind (Joh 13,35). Gott und unseren Nächsten lieben wie uns selber (Lk 10,27). Liest sich sehr schnell und schön, ist im Alltag aber nicht immer einfach. Und doch ist diese Liebe zu Gott und Mensch die einzige Motivation die uns auf eine gute Weise Gemeinde bauen lässt. Auch Gott schickte aus Liebe seinen Sohn zu uns (Joh 3,16).

  17. Rolf Steiger says:

    Ich empfand den Kongress als grosse Bereicherung. Einige neue Impulse weckte Steve Timmis in mir, aber noch viel mehr erinnerte er mich an Dinge die ich bereits gehört habe aber mir nicht mehr so bewusst waren wie beispielsweise die sichere Hoffnung, die im 1. Petrus 1,3 erwähnt ist. In der Jugendarbeit oder anderen Bereichen lebe ich zu oft im Hier und Jetzt. Ich sehe die momentane Situation, sehe Probleme wie zum Beispiel Leitermangel oder nur wenige Kinder/Jugendliche die die Jungschar besuchen. Doch ich merke, dass diese Dinge mein Blick in der Gegenwart fesselt und es für mich eine Herausforderung ist die Zukunft, das sichere Erbe, welches Christus mir und allen anderen zuspricht, nicht aus den Augen zu verlieren. Gott sieht unsere Anliegen, diese können wir ihm überlassen und dabei zuversichtlich vorwärtsgehen mit einem Blick in die Zukunft, auf das Erbe welches nie vergeht oder genommen werden kann. Wie Steve Timmis sagt soll eine missionale Gemeinde eine fröhliche Gemeinde sein, die Jugendarbeit soll fröhlich sein, mein ganzes Tun in der Kirche soll fröhlich sein. Da erlebe ich meine Herausforderung die eng mit dem Vertrauen in Gott verbunden ist.

  18. Kipfer Nathan says:

    Vieles hallt noch nach in mir, Gedanken schiessen mir durch den Kopf, noch ist eine grosse Unordnung in meinem Denken. Ich bin Gott dankbar um all die Inputs, die er mir durch diesen Kongress mitgegeben hat. Wir haben viel über Modelle gehört und geredet, doch letztendlich kristalisierte sich immer wieder heraus, wir reden über nichts Neues. Ich werde nun nicht in erster Linie versuchen über neue Modelle zu sinnen, sondern einfach zu leben, auf Gottes Stimme zu hören und Beziehungen zu Mitmenschen zu pflegen. „Stop playing church“, dieses klare Zitat von Bill Hybels, das Marc Nussbaumer in seinem Workshop zitierte, ist mein grösster Wunsch für mich, meine Freunde und meine Gemeinde. Ich will nicht reden über die Kirche, sondern Kirche leben. Wenn ich beginne Kirche zu leben, dann werden auch andere beginnen Kirche zu leben. Wenn wir als örtliche Gemeinde beginnen Kirche zu leben, beginnen wir missionale Gemeinde zu sein.

  19. Päsci Hess says:

    Haben wir nicht schon zu viele Inputs und Lehrstunden zum Thema „missionale Gemeinde“ gehört? – Eigentlich schon!
    Doch nach den Vorträgen von Steve Timmis hatte ich das ungute Gefühl etwas noch nicht richtig verstanden zu haben. Die Frage ist aber. „Wo liegt der Unterschied zwischen einer missionalen Gemeinde und einer missionarisch ausgerichteten Kirche?“ Ich vermute, der Unterschied ist so klein wie auch fein. „Missional“ zeichnet sich nicht nur durch aktives in die Welt hinaus treten aus, es ist auch die radikale Umsetzung der neutestamentlichen zwischenmenschlichen Gemeinschaft. Wie aber kommen wir in diese innige von Nächstenliebe geprägte Gemeinschaft? Steve Timmis gab zwar ein paar wenige Anekdoten aus seinem Leben preis, doch zu wenige um dieser Gemeinschaft ein Gesicht zu verleihen. Auf den Kern der Sache wären wir eigentlich gestossen als jemand aus dem Publikum danach fragte, wie wir denn wirklich praktisch diese Gemeinschaft ausleben und die Leute auf einen solchen Weg mitnehmen können – leider wurde er abgeklemmt. Ich glaube, es wäre an der Zeit die Theorie zu „missional“ etwas ruhen zu lassen und dem Praktischen mehr Aufwind zu geben. Ich rede hier nicht nur von „dort wo ich bin, ist Gemeinde“ oder „gesellschaftrelevantem Handeln“ – nein, ich glaube das ist zu wenig, es geht ziemlich sicher um mehr!Einiges gäbe es noch anzufügen und vieles steht (wieder) in einem Fragezeichen da. Ich bin offen für Anregungen, Erklärungen, Ergänzungen – und vielleicht verschwinden ja dann die Fragezeichen!

  20. Tobias Frehner says:

    „Total church“ oder „Ganz Gemeinde“?
    In dieser kleinen sprachlichen Finesse, bzw. Ungenauigkeit spiegelte sich für mich mein persönlicher Konflikt mit dem Kongress wider.
    „total“ im Englischen ist ein Adjektiv. „ganz“ im Deutschen ist ein Adverb. Daraus folgere ich, dass „total church“ eine Gemeinde beschreibt. Ich bin fast versucht zu sagen, es beschreibt die ideale Kirche. „ganz“ beschreibt wie man Kirche sein soll. Ich will auf beide Aspekte Bezug nehmen.

    „Hört auf Kirche zu spielen!“ Kirche als Begriff muss neu definiert werden. Sie soll nicht mehr gleichbedeutend mit Sonntagmorgen sein.
    Wir müssen als gesamte ganze Gemeinden und als Kirche unsere Identität in Christus neu finden. Wir wollen die Welt und die Menschen, die in ihr leben erreichen. Das geschieht durch unsere Liebe untereinander. Wir sorgen füreinander. Wir pflegen die 17/7 (17 Stunden an sieben Tagen der Woche) Gemeinschaft. Wir wollen uns nicht in die Aktivitäten der Welt einreihen, sondern das Licht und Salz der Welt sein.

    Etwas enttäuscht war ich darüber, dass ich den Eindruck hatte, Steve wolle mir ein Modell für die Kirche verkaufen. Heute solle Kirche so sein, sagte er im Bezug auf sein Clustermodell. Für mich ist das nur bedingt die „total church“. Sie mag für gewisse Umstände und Orte, Gesellschaften durchaus funktionieren. Ich würde es jedoch darauf reduzieren, dass es eine mögliche Interpretation des Gemeindebildes in der Bibel ist.

  21. Bea says:

    Bei einem Kongress mit einem Gemeindebau-Thema als Schwerpunkt habe ich anfänglich schon ein bisschen gemischte Gefühle, weil so viel über neue Strukturen und Formen geredet wird… Steve Timmis hat jedoch sehr bald als Redner überzeugt, hauptsächlich weil er Gottes Anliegen mit Gemeinde auf den Punkt bringt. Man muss „Kirche“ nicht neu erfinden, sondern einfach beginnen, diese so zu sehen, wie wir es von der Bibel lernen: die Leben verschiedener Menschen, die radikal um Evangelium und Gemeinschaft gebaut sind. Missionale Gemeinde ist gelebte Nächstenliebe, und der Weg, dies zu erreichen ist das Evangelium. Diese Darstellung von Gemeindebau ist einerseits sehr befreiend, andererseits gilt auch hier: Leichter gesagt als getan.
    Eine andere Aussage, die mich persönlich sehr herausgefordert ist, hat Marc Nussbaumer im Workshop „Turnaround“ gemacht: „Gott, du kannst mit mir machen, was du willst.“ Diese Haltung zu haben, da bin ich immer wieder gefordert.

  22. Stefan Fankhauser says:

    Beeindruckend fand ich bei Steve Timmis Referaten die starke Betonung der Gemeinschaft. Ich realisierte, dass es sehr wichtig ist, möglichst viele gemeindliche Aktivitäten für Nichtchristen zu öffnen und diese bewusst dazu einzuladen. Dabei gibt es einen fliessenden Übergang zwischen Freizeit und Dienst. Ich verabrede mich beispielsweise mit meiner Kleingruppe im Kino und bringe gleichzeitig nichtchristliche Arbeitskollegen mit, um miteinander auszutauschen und Gemeinschaft zu erleben. Mir wurde einmal mehr bewusst: „Kirche findet nicht am Sonntag statt, sondern dort wo wir leben und sind!“
    Gemäss Timmis sind unsere Gemeinden noch zu stark von Individualismus geprägt anstatt nach dem urgemeindlichen Vorbild einer „Gospel-Community“. Dies empfinde ich als grosse Herausforderung, da es einen hohen Preis kostet, konsequent nach der letzteren Variante zu leben. Es geht darum unser Leben mit anderen zu teilen, dazu gehört auch unser Besitz. Als Folge davon müssen wir lernen, unsere eigenen Bedürftnisse und Wünsche ein Stück weit aufzugeben.

  23. Urs Oester says:

    „Wir sind gerettet worden, um Teil der Gemeinschaft Christi zu sein.“ Ein Satz welcher für die meisten wohl nichts Neues ist. Sind wir uns jedoch bewusst, dass wir als Christen einer Gruppe von Menschen angehören, welche am Rande der Gesellschaft lebt? Als Christen gehören wir einer Gruppierung an, welche tatsächlich nicht von dieser Welt ist, jedoch in ihr lebt. Wenn wir uns im Klaren sind, dass wir als Nachfolger Christi sozusagen Exulanten oder Gäste auf der Erde sind, dürfte es uns leichter fallen, den Blick auf die Zukunft zu richten. Eigentlich hätten wir allen Grund fröhlich zu sein. Nicht die Geschichte sollte uns prägen, sondern die Zukunft, welche uns ein heiliges, sorgloses und wunderbares Leben in der Ewigkeit verspricht. Mit Sicherheit sollen wir aus vergangenen Ereignissen lernen, jedoch sollten uns diese nicht hindern ein fröhliches Leben zu führen. Denn dies tut nicht nur uns selbst gut, sondern wirkt auf unsere Mitmenschen ansteckend und gibt dadurch auch etwas von der Liebe Gottes weiter.

  24. Tobi Schwegler says:

    Nun, der Kongress ist vorbei und ich bin wieder zurück im Alltag mit allen Tücken, Arbeiten und was dazu kommt. Jetzt stellt sich für mich die Frage: Was hat sich geändert? Vor und während dem Kongress hatte ich nicht das Gefühl etwas mitzunehmen und umzusetzen. Aber je länger ich darüber nachdenke merke ich, dass mir dieser Kongress mehr gebracht hat, als zuerst angenommen. Verschiedene Dinge gehen mir durch den Kopf und lassen mich nur schwer durchblicken. Doch etwas ist mir ziemlich nachgegangen und beschäftigt mich nachhaltig; Wieso müssen wir Christen, und so auch ich, immer so viel reden, diskutieren und herausfinden was richtig ist? Ich glaube, manchmal sollte man etwas einfach tun und darauf vertrauen das Gott einem führen wird und auch Türen zumacht, die nicht zu betreten sind. Das sollte nichts mit überstürzen zu tun haben, sondern mit Verändern durch Handeln.

  25. Heinz Berger says:

    Wir leben aus der Zukunft und wir leben für die Zukunft. Diese Aussage von Steve Timmis hat mich gepackt und zum Nachdenken angeregt. Wie Recht er doch hat und wie viel diese paar Worte aussagen! Wenn ich missional leben will, dann soll meine Zukunft hell leuchten > ja, ich will ein Botschafter der Ewigkeit sein.
    Dass die Liebe unter den Christen eine grosse Auswirkung auf die Gesellschaft hat, habe ich schon gewusst – und doch hat es mich neu gepackt in meiner Gemeinde darauf hinzuarbeiten, dass die Menschen an dieser Liebe Gott erkennen werden.
    Die Referate von Timmis waren ermutigender als diejenigen von Frost im letzten Jahr > es ist möglich mit der bestehenden Ortsgemeinde diesen missionalen Weg zu gehen! Halleluja!

  26. Sonja N. says:

    Im Workshop „Church Planting“ hat Florian Bärtsch genau das angesprochen, wovon ich träume: Zu Gruppen von Menschen gehen und sie in die Gemeinschaft mit Gott einladen. Ich will mich jetzt konkret damit auseinandersetzen. Dabei will ich Folgendes nicht vergessen: „Zu wem du gehörst, bestimmt, wie du dich verhältst“, so Steve Timmis. Ich will versuchen, mich meinen Mitmenschen gegenüber so zu verhalten, wie Jesus es tun würde. Nach dem Motto: „Dem Jude ein Jude, dem Grieche ein Grieche.“ Dabei möchte ich aber keine Kompromisse eingehen, die Gott nicht gefallen. „Wenn unser Leben von Gottes Geist erfüllt ist, können auch wir ein Leben führen, das für andre attraktiv wirkt, ohne Kompromisse eingehen zu müssen“, erklärte Timmis. Und übrigens: Oft beobachten uns unsere Mitmenschen mehr als wir denken.

  27. Ulrike Naumann says:

    Ich frage mich, warum wir Christen immer wieder Anstöße, wie etwa diesen Kongress benötigen. Es ist sicher lobenswert, dass diese stattfinden. Doch sollte es für uns nicht eine Selbstverständlichkeit sein, unsere Haltung zu einem konstanten Lebensstil zu machen? Was ist es das unsere Geradlinigkeit für Gott ins Wanken bringt? Was genau verschließt unsere innere Haltung vor Gott, sodass wir unsere offenen Türen nach kurzer Zeit wieder verschließen? Warum fällt es uns so schwer, so nah an Gottes Herzen zu leben?

    Ich persönlich spüre, dass das Thema Identität von bedeutender Wichtigkeit ist. Bin ich mir bewusst, wer ich in Jesus bin? Vergesse ich, wie Gott mich sieht? Wenn ich mir dessen ständig bewusst wäre, könnte ich mit Leichtigkeit Dinge loslassen, an die ich mich zuvor so krampfhaft festgehalten habe. Dann hätte ich zwei Hände frei, die es mir ermöglichen würden die Liebe, welche Gott mir schenken möchte, zu erfassen. Mit beiden Händen könnte ich diese Fülle an meine Mitmenschen weiterleiten .

    Wenn ich es schaffe, auf Gott zu blicken, sein Leben als mein Vorbild zu sehen und mich von Ihm füllen lasse, bräuchte ich das Alte nicht mehr. Mit dieser Freiheit könnte Gott mich gebrauchen. Ich könnte mit der intimen Beziehung zu Gott neue Wege gehen und mich mit Gewissheit in Sicherheit fühlen, denn seine Liebe begleitet mich und seine Wunder werden durch meine Taten sichtbar. Da ich aus seiner Kraftquelle schöpfe.

    Möchte ich meine Probleme bei mir behalten, mich fest klammern? Möchte ich mich blockieren und meine Hände in Gefangenschaft binden?

    Oder möchte ich ganz nah an seinem Herzen sein und aus IHM leben? Aus seiner Kraftquelle schöpfen und Menschen zu dieser unerschöpflichen „Tankstelle“ führen?

  28. Sarina says:

    Was ist mir hängen geblieben von Kongress? Vieles wurde weitergegeben, doch wie Steve Timmis selber sagte ist es nichts Neues. Das meiste was gesagt wurde ist uns doch eigentlich bekannt und doch rüttelt es uns auch wieder auf.
    Der Satz der mich an diesem Wochenende eindeutig am meisten angesprochen hat war, Stop playing Church- start living Church. Wie oft machen wir uns Gedanken über Programme und Angebote in der Gemeinde damit es besser ankommt und vielleicht noch ein paar Neue kommen und vergessen dabei um was es wirklich geht.
    Das Thema Gospel Community, Familiengemeinschaft oder wie man es auch nennen will, hat mich auch sehr bewegt. Ich habe dies auch ein Stück weit bei meinen Eltern gesehen. Wir hatten ein offenes Haus und immer wieder haben die verschiedensten Personen die bei uns in der Familie gewohnt. Als Kind hat mich das nicht gross gestört (war kein Opfer für mich). Doch wie ist das Heute, was hält so viel von uns ab so zu leben? Ist es Bequemlichkeit oder könnte es sein das die anderen auch Seiten an uns entdecken die wir vielleicht nicht unbedingt jedem zeigen wollen. Diese und weiter Gedanken gehen mir zurzeit immer wieder durch den Kopf und werden mich bestimmt noch einige Zeit begleiten.

  29. Levi Hertig says:

    „WERTE LEBEN UND NICHT FORMEN SUCHEN.“ Dieses Zitat aus der Podiumsdiskussion überzeugt mich. Ich selber empfinde es als ein Privileg, dass wir in der Schweiz eine solche Vielfalt an Gemeinden haben. Ich denke, dass das wichtigste ist, NACH GOTTES PLAN ZU LEBEN. Dort beginnt und endet aus meiner Sicht die Missionale Gemeinde, in unserem Herzen, in der Nächstenliebe. Und genau da liegt meines Erachtens auch das Problem. Denn ich behaupte, dass das Problem der Missionalen Gemeinde der Mensch ist. Wir haben die Heiligkeit, die Herzenshaltung verloren, die es braucht, um Missionale Gemeinde zu Leben. Wir gehen vielfach den Weg des geringsten Widerstandes. Dort müssen wir als Leib Christi ansetzen. Wir müssen wieder eine echte HEILIGUNG erlangen, welche es erlaubt, NACH GOTTES PLAN ZU LEBEN. Wenn wir das tun, erübrigen sich alle Fragen nach Aufgabe, Form und Struktur der Gemeinde.
    Dies ist die Wurzel vieler unserer Probleme in der Gemeinde und da müssen wir ansetzen. Es beginnt mit unserem Herzen.

    Ich möchte mit folgendem Zitat schliessen:
    „Das Mass wie wir Gott lieben, ist das Mass wie wir die Welt nicht lieben.“ (Steve Timmis)

  30. Christina Horber says:

    Mich hat die Hingabe von Steve Timmis angesprochen. Es ist eindrücklich, wie missionales Leben bei ihm Zuhause beginnt. So dass er zum Beispiel bereit ist, sein Haus mit Gästen zu teilen. Auch wenn das Konsequenzen hat, dass er am Abend nicht sein Lieblingsprogramm im Fernseher wähhlen kann. Missionales Leben bedeutet ein Stück Bequemlichkeit aufzugeben und das Leben mit Mission zu vernetzen. Ich bin eher ein strukturierter Typ, der alles der Reihe nach macht. Darin besteht jedoch die Gefahr, die kleinen missionalen Erlebnisse zu verpassen. Je mehr missionales Leben in unserem Alltag geschieht, umso mehr wird es Bestandteil von unseren Leben. Dafür möchte ich offen sein. Das Leben wird dadurch farbiger. Wir befinden uns dort, wo Jesus gelebt hat. Mitten unter den Menschen und im täglichen Leben.

  31. Simone Wisskirchen says:

    Ich weiss ich komme etwas spät, doch ich möchte meine Gedanken trotzdem niederschreiben.
    Nach dem Kongress gingen mir einige Fragen durch den Kopf: Was tue ich, dass meiner Stadt, also dem Allgemeinwohl, dient? Welche Schritte kann ich unternehmen, damit ich den Mitmenschen mehr dienen kann? Für welchen Luxus geben unsere Kirchen Geld aus, den man auch anders einsetzten könnte? Und wie kann ich in meinem Alltag besser Gemeinde Leben? Mir ging noch vieles mehr durch den Kopf, und von Lösungsansätzen war ich noch weit entfernt. Doch in den Referaten nahm ich wahr, dass dies ein Prozess ist, welchen Gott in einem Auslösen und weiterführen muss.
    Natürlich hatten wir am Kongress einige spannende Ansätze und Gedanken gehört, doch was konnte ich für mein Leben und mein Umfeld umsetzten und was eilt am meisten?
    Ich fand es spannend und herausfordernd das Bild vom Individuum umzudrehen. Es muss nicht als erstes das Individuum sein, damit eine Gemeinschaft möglich ist, sondern Die Gemeinschaft, schafft einen gesunden und positiven Rahmen für das Individuum! Diesem Bild möchte ich nachgehen.

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