Debora und Joel zum bewegenden 1. Konferenztag

Nach dem ersten Konferenztag habe ich zwei Teilnehmende der Schweizer Delegation über ihre bisher eindrücklichsten Momente befragt. Für Debora Sommer, Theologin, war ein Höhepunkt grundsätzlich die Begegnung mit Christen aus aller Welt: „Ich empfinde sehr grosse Betroffenheit. Und ich stelle mir die Frage, was darf mich die Wahrheit kosten? Gerade wenn ich höre, dass die ganze chinesische Delegation nicht kommen konnte…“ Joel Blunier, Generalsekretär der EVP Schweiz meint: „Ich habe mich beschämt gefühlt nach dem heutigen Abend. Als Schweizer Christen leben wir wie auf einem anderen Stern.“ Nach dem Zeugnis eines nordkoreanischen Mädchens, das nach schlimmsten Erfahrungen nicht die Freiheit und Sicherheit in Südkorea geniesst, sondern zurück gehen will, wird Joel Blunier selbstkritisch: „Manchmal habe ich das Gefühl, ich sei noch nicht sehr weit in meinem Glauben, wenn ich solche Berichte höre.“
„Ein Plädoyer für die Wahrheit Christi in einer pluralistischen und globalisierten Welt“ so lautete das Thema am Vormittag. Was hat es bei den beiden ausgelöst? Joel Blunier: „Gott hat zu mir gesprochen.“ Das Thema werde leicht zu einem Tabu in der Schweizer Christenheit. „Es wird gemieden. Und wir reden von vielem anderen, aber nicht von absoluter Wahrheit.“ Wir drückten uns ums Thema. Deshalb wurde Joel Blunier selbstkritisch: „Billy Graham fordert mich heraus, indem er in seinem Dienst schlicht Wahrheiten aus der Bibel zitiert hat.“
Debora Sommer wird nach dem ersten Tag herausgefordert, zu den Basics zurück zu kehren: „In Freiheit und Ehrlichkeit zum Glauben zu stehen. Eigentlich wissen wir es. Christus hat die Welt mit Gott versöhnt. Er ist die Wahrheit.“
Am Dienstag geht es weiter mit dem Thema „Versöhnung: Den Frieden Christi aufbauen in einer geteilten und zerbrochenen Welt“.

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