3. Tag: Aus der Sicht eines Missionsleiters

Von Jürg Pfister (SAM): Am 20.10. genossen wir eine starke Predigt von John Piper zu Epheser 3. Er machte deutlich, was das Mysterium Christi ist: Das Kreuz! Und dass durch dieses Kreuz alle Ethnien Zugang zu den Verheissungen haben, die Gott Israel gemacht hat (V.6). Anders gesagt: Das Mysterium ist, dass die Nationen am Reichtum von Christus teilhaben können.

Warum liess Gott bei Paulus Leiden zu und diesen sogar sagen, dass er für uns leidet? Paulus zeigte den Nationen, dass die Herrlichkeit Christi mehr wert ist als alles Leiden. Dies ist gerade auch im Kontext relevant, wo ein Entscheid für Christus auch Leiden und Verfolgung bedeuten kann.

Wir hörten dann mehrere Zeugnisse von Leuten, die bereit waren, für ihren Glauben den Preis zu zahlen. Ein nigerianischer Pastor erzählte, wie man ihn umbringen wollte und die Gewehre bereits auf ihn gerichtet waren. Er fragte dann, ob er vorher noch beten dürfe, was sie ihm erlaubten. Als er aufschaute, waren die Killer weg. Sein Fazit: eines Tages werde ich sowieso sterben, aber bis da gilt für mich: „I have a gospel worth living for, I have a gospel worth dying for.“

Auch das Zeugnis einer Inderin war beeindruckend, die sagte, dass sie als einzige einer muslimischen Familie zum Glauben kam und 10 Jahre Geduld haben musste, bis auch ihr Mann zum Glauben kam. Sie hat einen Trainingsdienst aufgebaut, um Leute auszubilden für die Begegnung mit Muslimen:

1. Muslime verstehen

2. Muslime lieben

3. Muslimen den Glauben bezeugen

Michael Ramsden meinte: Wir versuchen Wege zu finden für Evangelisation, die nichts kostet. Das geht nicht! „Wenn ich Krebs hätte und nur noch 6 Monate zu leben, dann würde ich nach Saudi Arabien gehen und Christus bezeugen, dann hätte ich nichts zu verlieren. Falsche Haltung! Paulus ging ohne solche Krankheit!“

Abends war das Thema: „People on the move“ und wir wurden aufgefordert, uns der Tatsache zu stellen, dass viele Leute unterwegs sind aus politischen oder wirtschaftlichen Gründen und dies eine gewaltige Chance für das Evangelium ist, denn wir haben Leute aus unerreichten Volksgruppen bei uns in einer Phase, wo sie relativ offen sind und vielleicht eines Tages zurückgehen. Gott braucht diese Bewegungen, um das Evangelium in die hintersten Ecken zu bringen.

Jürg Pfister

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