PraiseCamp 10: ein Rückblick von innen

Den folgenden Beitrag hat Janine Ruprecht (19) verfasst. (Vielen Dank!) Janine lebt in Buchs (ZH) und gehört zur dortigen Chrischona-Gemeinde. Ab  kommendem Sommer wird sie auf St. Chrischona Gemeindepädagogik studieren und sagt von sich selbst: „Wo ich bin, kann man nicht über den Glauben schweigen. Jesus zu bezeugen und dadurch ein Licht zu sein, ist für mich etwas vom allerwichtigsten.“

An diesem einen Nachmittag, ging ich in die Lounge 18+, um Zeit für mich zu haben. Ich setze mich neben jemanden, den ich kannte, und begann in einem Heft zu lesen. Zwei weitere junge Männer gesellten sich zu unserem Sofa. Irgendwann weckten sie mein Interesse und ich beobachtete sie, wie sie zu beten begannen. Einer der dreien stand zwischendurch auf, bewegte sein rechtes Bein auffällig bewusst. Dann kamen sie wieder zusammen und beteten nochmal. Wieder stand der Typ auf und stampfte mit dem rechten Fuss, schüttelte ein wenig den Kopf und sagte „ja, ein bisschen besser, aber noch nicht gut.“ So beteten sie noch einmal. Sie beteten, bis er schliesslich umherhüpfte und übers ganze Gesicht strahlte. Mir wurde bewusst, dass ich soeben miterleben durfte, wie Gott ein kaputtes Knie heilte! Wow! Ein wahnsinniges Wunder, nicht vor 4000 Menschen, sondern still in einer Ecke unter drei Männern, die daran glaubten, dass Gott auch heute noch heilt! Kaum eine Situation berührte mich so sehr wie diese. Etliche Wunder geschahen diese Woche nicht in der Menge der 4000, sondern ganz still im kleinen Rahmen und doch so gross!

Das spezielle Motto „ReLoveution“ hatte mich schon im Voraus neugierig gemacht und mich zum zweiten Mal ins Praisecamp gelockt. Dass es nochmals etwa 1300 Menschen mehr waren als 2008, merkte ich vor allem beim Essen. Das ganze Programm, wie gut alles organisiert war und die vielen Christen auf einem Haufen, versetzten mich ins Staunen! Kaum einer konnte ALLES auskosten, bei all dem, was angeboten wurde.

Ganz besonders genoss ich die Zeiten im 24/7-Raum, dem Gebetsraum. Es war wohl der einzige Ort auf dem Olma-Gelände, wo wirklich Ruhe herrschte. Mit viel Liebe zum Detail wurde der grosse Raum dekoriert. Eine riesengrosse Krone in der Mitte erinnerte mich an meinen König, den Herrn. Staffeleien luden mich zum Malen ein. Die verschiedensten Möglichkeiten und Angebote in diesem Raum forderten mich auf, Gehörtes und Erlebtes von und mit Gott aufzuschreiben oder zu zeichnen. Es war eine richtige Oase, in der ich ausruhen konnte und Gott mal ganz alleine begegnen durfte, anstatt mit noch fast 4000 anderen im selben Raum.

Die Zeugnisse am Ende des Camps zeugten von der Grösse Gottes. Die jungen Menschen erzählten von seelischer wie auch von körperlicher Heilung. Was mich faszinierte, war, dass solche Wunder nicht nur proklamiert und gross dargestellt wurden, sondern auch im Kleinen zu beobachten waren, so, wie ich es in der Lounge 18+ erlebte.

Gott erfuhren wir aber nicht nur auf dem Olma-Gelände, sondern ganz speziell auch in der Stadt. Jeden Nachmittag evangelisierte eine Gruppe von rund 500 Personen in der Stadt St. Gallen. Mit verschiedenen Workshop-Gruppen erzählten wir den Menschen um uns herum von Gott. Meine Gruppe suchte Menschen, welche uns Gott aufs Herz legte. Mit einer Freundin zusammen fand ich drei Frauen in der Spitalcafeteria, welche wegen ihrem Vater da waren, der mit Hirnblutungen im Spital lag. Als ich sie fragte, ob ich für sie beten dürfe, begannen alle drei zu weinen und nahmen das Angebot dankbar an! Wahnsinnig, wie Gott uns diese Menschen aufs Herz legen konnte, wir sie fanden und ihnen ein bisschen von der Liebe Gottes mitgeben durften!

Ein grosses Zeichen konnte das ganze Praisecamp am Silvester setzen. Mit 4000 Menschen und 2500 Fackeln versammelte sich das ganze Camp auf dem Klosterplatz St. Gallen. Voll Vorfreude auf den Umzug durch die Stadt standen wir auf dem Platz und erfüllten ihn mit Gesang und Anbetung. Mich erfüllte der Fackelmarsch durch die Strassen der Stadt mit einer wahnsinniger Freude, einem inneren Frieden und einer unglaublichen Sehnsucht, den Menschen da draussen ein Licht, DAS Licht, weiter zu geben. Ein Zeuge Jesu zu sein mit 4000 anderen!

ReLoveution – Love Revolution. Eine Revolution der Liebe! Von dieser göttlichen Liebe wurde ich, wurden wir, erfüllt im Praisecamp und die Love Revolution fordert nun JEDEN auf, egal ob Teilnehmer des Camps oder nicht, auch im Alltag ein Revolutionär der Liebe zu sein. Ich freue mich, die Ideen auf der Praisecamp-Website umzusetzen und so auch weiter ein Zeichen der Liebe in die Welt zu bringen.

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