Dem Paradigmenwechsel auf der Spur (3)

oder: Ein Umzug ist ein Paradigmen-Crashkurs für Paradigmenwechselmuffel.

Ziehen Sie gerne um?

Nein?

Ich auch nicht.

Aus einer Ente wir dein HaseLeider (oder wie sich in diesem Post herausstellen wird zum Glück) hatte ich die Möglichkeit umzuziehen. Der Umzug an sich war eine anstrengende Sache, doch ich möchte hier keine Umzugstipps verbreiten.
In diesem Artikel soll es um die Horizonterweiterung oder eben den Paradigmenwechsel gehen, den ein Umzug ermöglicht.

Durch einen Umzug wird man (und frau) gezwungen, neu zu denken, die Wahrnehmung wird neu herausgefordert. Der Arbeitsweg ist ein anderer, die Geräuschkulisse in der Wohnumgebung verändert sich, Wege werden neu zum ersten Mal beschritten. Viele neue Eindrücke prasseln auf uns ein. Spannung macht sich breit. Neues wird entdeckt. Aber auch ein Stück Wehmut kommt auf, die bekannten Gesichter im Bahnwagen fehlen, der vertraute Heimweg, den man auch blind zurücklegen konnte, ist Vergangenheit, die Chips sind nicht mehr am gleichen Ort im Supermarkt und der vertraute Lärm der Schnellstrasse vor dem Fenster fehlt auch.

All diese nebensächlich erscheinden und doch, zumindest zum Teil, tief greifenden Veränderungen machen unsere Wahrnehmung auf Neues aufmerksam. Plötzlich wird ein Strassenzug, ein Haus, ein Baum wieder ganz neu und bewusst wahrgenommen und dadurch werden unser Horizont erweitert und alte Paradigmen über den Haufen geworfen.

Und eine Ente wird plötzlich zu einem Hasen.

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