Die Bibel ist ein Migrationsbuch.

Das Thema Migration ist ein Dauerbrenner.

Am vergangenen Samstag machten sich Studierende im Rahmen des Kurses zum 3. Weltmissionskongress 2010 in Kapstadt Gedanken zum Thema Migration. Der Dozent gab den Studierenden die Aufgabe, zu überlegen, wo Migration in der Bibel ein Thema ist. Hier ein Auszug:

Der Verlust des Paradieses kann als Migration bezeichnet werden

Abraham wanderte aus seiner Heimat aus

Josef wurde Migrant in Ägpyten

Die Israeliten waren Immigranten in Ägypten

Das Volk Israel erhielt Gebote zum Schutz der Immigranten

Das babylonische Exil der Israeliten war eine erzwungene Migration

Jesus immigrierte in diese Welt

Josef, Maria und Jesus lebten eine gewisse Zeit als Migranten in Ägpyten

Paulus besuchte jüdische Migranten im römischen Reich

Migration zieht sich also durch die ganze Bibel hindurch und es ist spannend, die biblischen Bücher unter diesem Gesichtspunkt zu studieren. Es stellt sich jedoch die Frage, welche Relevanz das Thema für die Kirche heute hat.

Am Weltmissionkongress in Kapstadt wurde darüber unter dem Begriff Diaspora missionstheologisch diskutiert. Dabei wurde deutlich: Migration und Diaspora bringen nicht nur viele Herausforderungen mit sich; durch die globalen Migrationsströme und demografischen Veränderungen bieten sich auch viele Möglichkeiten für die Kirche und ihren Auftrag. Wie diese Herausforderungen, Chancen und Verantwortung für die Kirche in der Schweiz aussehen könnten, das gilt es weiter zu erforschen und diskutieren.

Ein spannendes Beispiel einer Abschlussarbeit zu diesem Thema: Ku(h)lturschock Schweiz

Und hier noch ein Tipp: Studientag zum oben erwähnten Kongress in Kapstadt am Samstag, 19. März 2011. Anmeldung ist noch möglich: hier.

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