Ich bin mittendrin

So tönt es laut von Weihnachten und diesem unscheinbaren Stall her. Das ist es was die Engel auf den Feldern von Bethlehem in aller Herrlichkeit gesungen haben. Das ist es was Gott uns zuruft:

Ich bin mittendrin.

Mittendrin in einem Leben voller Stress, Druck, politischer und wirtschaftlicher Unsicherheit, Leid, Dreck und Verfolgung. Gott hat sich dieser Welt nicht aus der Distanz mit der Pinzette angenommen. Nein, er hat sich mitten hinein gestürzt. Er ist mitten im Leben dieser Welt angekommen.

Ich bin mittendrin bei den Aussenseitern.

Wie wenn der Stall, die Krippe und die Windeln nicht schon skandalös genug gewesen wären… Die ersten Hörer der guten Botschaft müssen ausgerechnet Hirten sein.

Ein rabbinischer Spruch besagt: „Kein Stand in der Welt ist so verachtet, wie der Stand der Hirten“. Damit ist alles über das Ansehen der Hirten ausgesagt. Aber genau sie erfahren als erste, dass Gott sich mitten in das Elend der Welt gestürzt hat. Gott beweist einmal mehr eine Schwäche für die Unangesehenen und die Aussenseiter.

Und sind wir mittendrin?

Sind wir als Stellvertreter von Jesus Christus mittendrin in dieser Welt? Sind wir bereit die Vorteile unserer geschützten und wohligen Gemeinschaften und Häuser zu verlassen um mittendrin zu sein? Begeben wir uns bewusst zu den Aussenseitern unserer Gesellschaft weil wir wissen, dass unser Herr ebenfalls dort sein wird?

Weihnachten geschieht dann, wenn Gott mitten hinein in unser Leben und Sorgen kommt. In diesem Sinn wünsche ich allen echte Weihnachten.

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2 Responses to “Ich bin mittendrin”

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  1. Joel says:

    Gut machst du das Beni 🙂

    Wer gut und gern schreibt, bedient sich genau so seiner Kreativität wie ein Künstler/ Zeichner /Maler, er giesst sie nur in eine andere Form.

    So ist es doch. 🙂

    Lg Joel

  2. Danke vielmals für dein Kommentar. Ja ich hoffe, dass der Text auch eine Kunstform sein kann und Menschen bewegen und berühren kann.