13 Thesen zur missionalen Pneumatologie

13 Thesen zur missionalen Pneumatologie (Cover)Das Wirken des Geistes führt in die Schöpfung hinein: Die Nähe Gottes zeigt sich in der kreativen, schöpferischen Kraft des Heiligen Geistes im gesamten Lebensraum des Menschen. Diese Kraft will überall entdeckt werden und uns in ihr Wirken mit einbeziehen, selbst an scheinbar „gottlosen“ Orten.

Dies behauptet eine der 13 Thesen zur missionalen Pneumatologie, die IGW in diesen Tagen veröffentlicht. Die Thesen sind der anregende Ertrag des diesjährigen IGW-Think-Tanks, der ganz im Zeichen der Pneumatologie stand, der systematischen Lehre vom Heiligen Geist. Genau genommen ging es um „missionale Pneumatologie“ und damit um eine Betrachtung von Wesen und Wirken des Heiligen Geistes aus der Perspektive des sendenden Gottes.

Als Impulsgeber unterstützten uns dieses Jahr Dr. Matthias Wenk, Dr. Heinrich Rust und Dr. Urs Schmid mit Referaten und Thesenentwürfen. Diese wurden anschliessend in Gruppen intensiv diskutiert und ergänzt. Als Resultat können wir nun dankbar das Paper 13 Thesen zur missionalen Pneumatologie vorlegen. Es kann kostenlos bei info@igw.edu oder unter 044 272 48 08 bestellt werden. In unserem Downloadbereich steht ausserdem eine PDF-Version zur Verfügung, ebenso wie die Texte der Referate von Matthias Wenk und Heinrich Rust.

Die 13 Thesen zur missionalen Pneumatologie setzen nach den 12 Thesen zur missionalen Theologie (2009) und den 13 Thesen zur missionalen Christologie (2011) die Reihe von Thesenpapieren fort, mit denen IGW einen Beitrag an die Diskussion über die Sendung der Kirche und ihre Konsequenzen leisten möchte.

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4 Responses to “13 Thesen zur missionalen Pneumatologie”

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  1. Dominic says:

    Was soll hier das „missinal“? Ein Schlagwort damit es nach IGW klingt? Es sind 13 Thesen zur Pneumatologie! Sie klingen aber immernoch sehr geschwollen und theoretisch. Wie ist hier das missionale einzuordnen?

  2. Profilbild von Cla Cla says:

    Wie in der Einleitung steht, bedeutet „missional“ hier, dass der Heilige Geist „weniger von seiner individuellen Wirksamkeit her, sondern aus der Perspektive des sendenden Gottes“ betrachtet werden soll. Der Begriff hat daher durchaus seine Berechtigung, finde ich. Und ich habe diese Sichtweise persönlich bereichernd erlebt, weil ich sie mir noch nie in diesem Mass bewusst gemacht hatte.

    Was den „geschwollenen“ Ton betrifft, haben wir uns eigentlich um eine möglichst ungeblähte Sprache bemüht. Die Arbeit mit Thesen ist aber natürlich zunächst einmal theoretische Arbeit, nämlich Denk- und Formulierungsarbeit. Ich würde mir aber wünschen, dass wir wegkommen vom Theorie-Praxis-Schwarzweissmalen. Theorie und Praxis stehen nicht in Konkurrenz zueinander. Die Theorie muss zur Praxis führen, Praxis ohne Theorie ist aber undenkbar. Auf die Praxis folgt dann wieder die Theorie, nämlich die Reflexion, die uns hoffentlich für die nächsten Praxisschritte lernen lässt. Daher meine Hoffnung, dass die „theoretische“ Arbeit an den Thesen hier und dort in die Praxis führt.

  3. Volker says:

    Ich muss Dominic zustimmen.

    Die meisten Thesen finden sich in vielen Dogmatiklehrbüchern zum Thema Pneumatologie, außer dass jetzt überall das Wort „Mission“ oder „missional“ eingefügt wurde. Z.B.: „Auch die Früchte des Geistes im Leben von Christen haben missionale Wirkung.“ Also solche Aussagen lassen sich auch in Büchern vor 40 Jahren finden, nur ohne das Wort „missional“.

    Was kommt als nächstes?
    Die „missionale“ Heilsgeschichte, 12 Thesen zur Sendung von Abraham?
    oder die „missionale“ Heiligkeit, 12 Thesen zur Sendung der Stiftshütte?
    oder die „missionale“ Kirchengeschichte, 13 Thesen zur Sendung von Martin Luther in der Reformation?
    🙂

  4. Profilbild von Cla Cla says:

    Hi Volker.
    Klar. Das ist alles nicht neu. Und keiner hat behauptet, das sei es. In diesem Gespräch geht es gerade auch darum, einen frischen Blick auf das Alte zu ermöglichen. Dass das Alte für manche auch das Selbstverständliche ist, mag ebenfalls sein. Wenn das bei Dir der Fall ist, freut mich das. Ich bezweifle aber, dass die Mehrheit z. B. (um bei der von Dir aufgegriffenen These zu bleiben) die Früchte des Geistes als etwas sieht, das uns für den Dienst an den Menschen gegeben ist. Ich jedenfalls bin mit dem Verständnis aufgewachsen, das diese Früchte in der Gemeinde zum Tragen kommen und nicht zuletzt auch für meine persönliche Nachfolge entscheidend sind. Von einer missionalen Perspektive hat in diesem Zusammenhang keiner gesprochen. Da ich ganz selbstbewusst davon ausgehe, kein kompletter Exot zu sein, bin ich von dieser aufrüttelnden Wirkung der Thesen (und der Arbeit an der missionalen Theologie ganz allgemein) überzeugt, die einen etwas anderen Blick auf das längst Bekannte ermöglichen wollen.