Kloten: Aufräumen im Namen des Herrn

Ein Artikel von Simone Angela Wisskirchen, BA-Studentin in Zürich.

Die Sonne scheint über Kloten, es wird ein warmer Sommermorgen und an verschiedenen Orten in dieser Stadt sieht man junge Menschen, die bewaffnet mit Abfallsäcken dem Littering den Kampf ansagen. Das ganze unter dem Motto: Fötzelä – Im Auftrag des Herrn.

An den beiden Morgen, dem 22. Und 25. Juni, trafen sich junge Christen früh am Morgen mitten in Kloten. Gestartet wurde mit Kaffee, Gipfeli, motivierenden Worten und einem kräftigen Gebet. Danach ging es bewaffnet mit Abfallsäcken, Handschuhen und Schriftzügen (Jesus macht sauber) in Dreier- bis Vierergruppen hinaus auf die Strassen.

Im Vorfeld fragten sich viele, ob es denn wirklich so viel Müll auf der Strasse habe, dass jede Gruppe zwei bis drei Säcke füllen könne. Doch diese Zweifel waren schnell verflogen. Wenn man einmal angefangen hatte auf den Abfall zu achten, der am Strassenrand, in den Hecken, auf der Wiese und an anderen Orten herumlag, konnte man kaum einen Schritt gehen, ohne schon den nächsten Dreck am falschen Ort zu entdecken. Gleichzeitig hatten wir uns vorgenommen, still vor uns her zu beten und zu segnen. Sozusagen zwei Fliegen mit einem Schlag.

Unterwegs machte jeder von uns seine persönlichen Erfolgserlebnisse. Einige Aussagen und Erlebnisse möchte ich gerne weitergeben:

Einmal kam ein Mann auf eine der Gruppen zu und bedankte sich herzlich für diese selbstlose Arbeit. Er habe zuerst gedacht, es sei eine Strafaufgabe, doch dann habe er die Schriftzüge gelesen und wollte unbedingt kommen und sich bedanken.

Eine Frau vor einem Geschäft trank einen Energydrink und wollte gerade die leere Dose ins Gebüsch schmeissen. Da sah sie, wie eine unserer Gruppen gerade eine Hecke von all den weggeworfenen Dosen und Flaschen befreite und ging zu ihnen rüber, um die Dose in einen der Abfallsäcke zu werfen. So zeigte die Aktion gleich etwas Wirkung!

Die Stadt Kloten war im Vorfeld und Nachhinein sehr begeistert und freute sich, dass ihre Kampagne gegen Littering durch dieses My Mission Projekt unterstützt wurde. Es war schön zu spüren, dass wir so der Stadt im Stillen wirklich gedient und nicht völlig an den Wünschen der Stadt Kloten vorbeigearbeitet haben. Übrigens kann jeder für unsere beiden Filme unter www.mudlark-kloten.ch voten.

Am Ende einer Fötzele-Session trafen wir uns dann wieder am Startpunkt und konnten einen feinen Apéro geniessen. Dieser wurde themenbezogen auf halben Petflaschen, in Dosen und ähnlichem angerichtet.

Ich und auch andere, die mitgeholfen haben, auf diese Weise Kloten zu dienen, waren erschrocken, als wir feststellten, wie viel Abfall und vor allem Zigaretten herumlagen. Es hat uns sicher alle wieder mehr sensibilisiert vermehrt darauf zu achten und andere dazu anzuhalten, den Müll an den richtigen Orten zu entsorgen. Denn es kostet nicht viel Energie, eine Flasche einige Meter mit sich herumzutragen, bis man sie in einem Abfalleimer entsorgen kann. Weiter wurden viele von uns inspiriert, dies mit ihren Jugendgruppen oder Gemeinden regelmässig oder als Einzelanlass durchzuführen. Denn es kostet nicht viel Vorbereitungsaufwand und der Spassfaktor ist sehr hoch. Auch die Resonanz von Passanten war für uns sehr motivierend!

Wer weiss, plötzlich fötzelen immer mehr Christen im Auftrag des Herrn und dienen auf eine stille weise so dem Herrn und ihrem Umfeld!

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