We own it!

Höchst selten lese ich sie: die Weltwoche. Denn, gelinde gesagt, bin ich, mit den dort publizierten Ansichten, nicht immer ganz einverstanden. Nein, ehrlich gesagt ärgert mich dieses Blatt sehr oft. Aber eben, letzthin war ich wieder einmal beim Arzt und dort liegt die Weltwoche auf.

Das Editorial beschäftigte sich mit dem Steuerstreit zwischen der Schweiz und Brüssel und schaffte irgendwie den Link zur Rede von Clint Eastwood am Parteitag der Republikaner in den USA. Neben dem Vorwurf die Presse habe die ausgezeichnete Satire von Eastwood schlichtweg nicht verstanden, weil diese ja eh immer gegen die Republikaner seien, stach mir dieser Satz in die Augen:

Dieses Land gehört uns – we own it.

Genau das sei das Problem der Schweiz und aller ihrer EU-hörigen Politiker, meinte der Chefredaktor weiter. Man habe vergessen, dass dieses Land uns, also den Bürgern, gehöre. Und wenn die Politiker versagten, könne – nein müsse – man sie auswechseln.

Ich behaupte, dass die Clintwoods, Köppel und wie sie alle heissen, an diesem Punkt falsch liegen: Dieses Land gehört nicht uns!!

Die ganze Welt gehört nur einem:

Gott allein.

Wenn er uns etwas anvertraut in dieser Welt, sei es Besitz, Land, Wohlstand, Möglichkeiten oder was auch immer, dann sind und bleiben wir immer nur Verwalter dieser Dinge und nie die Besitzer. Denn spätestens wenn wir sterben, gehört uns nichts mehr, auch nicht unser Land.

Vielleicht würde sich das Denken über unser Land, den Umgang mit Menschen und Besitz verändern, wenn wir uns neu als Verwalter verstehen würden. Wir besitzen nicht ein Land, dass wir möglichst für uns behalten und verteidigen müssen. Besitz ist auch immer Verantwortung, das dürfen wir nie vergessen.

Wer viel besitzt, hat die Möglichkeit viel Gutes zu tun, oder auch nicht…

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