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	<title>Blog mitten im Leben! &#187; Beim Wort genommen</title>
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		<title>Wie ein Pinguin &#8211; Berufungsverständnis nach von Hirschhausen</title>
		<link>http://blog.igw.edu/2009/12/02/wie-ein-pinguin-berufungsverstandnis-nach-von-hirschhausen/</link>
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		<pubDate>Wed, 02 Dec 2009 08:39:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Chrigu</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemeines]]></category>
		<category><![CDATA[Beim Wort genommen]]></category>
		<category><![CDATA[Gesehen]]></category>
		<category><![CDATA[Berufung]]></category>
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		<description><![CDATA[Zum Thema Berufung hab ich heute folgendes Video geschaut. Finde ich ganz witzig. In welchem Element bis du ein Pinguin? Autor: Dr. Eckhart von Hirschhausen]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Zum Thema Berufung hab ich heute folgendes Video geschaut. Finde ich ganz witzig.<br />
In welchem Element bis du ein Pinguin?</p>
<p>Autor: Dr. Eckhart von Hirschhausen</p>
<p><object width="425" height="344"><param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/_AQtNaxJ8Ok&#038;rel=0&#038;color1=0xb1b1b1&#038;color2=0xcfcfcf&#038;hl=de_DE&#038;feature=player_embedded&#038;fs=1"></param><param name="allowFullScreen" value="true"></param><param name="allowScriptAccess" value="always"></param><embed src="http://www.youtube.com/v/_AQtNaxJ8Ok&#038;rel=0&#038;color1=0xb1b1b1&#038;color2=0xcfcfcf&#038;hl=de_DE&#038;feature=player_embedded&#038;fs=1" type="application/x-shockwave-flash" allowfullscreen="true" allowScriptAccess="always" width="425" height="344"></embed></object></p>
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		<title>Ekklesia: herausgerufen oder hineingesandt?</title>
		<link>http://blog.igw.edu/2009/03/14/ekklesia-herausgerufen-oder-hineingesandt/</link>
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		<pubDate>Sat, 14 Mar 2009 08:23:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Cla</dc:creator>
				<category><![CDATA[Beim Wort genommen]]></category>
		<category><![CDATA[Ekklesiologie]]></category>
		<category><![CDATA[missional]]></category>

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		<description><![CDATA[Manche Legenden sind schwer unterzukriegen. Vor allem, wenn sie sich so gut anhören, dass man sich einfach wünscht, sie seien wahr. Eine solche Legende ist die Behauptung, dass das griechische Wort ekklesia, das im Deutschen meist mit Gemeinde wiedergegeben wird, eigentlich “herausgerufen” bedeute und dass in dieser Bedeutung ein Wesensmerkmal dieser Gemeinde zum Ausdruck komme. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Manche Legenden sind schwer unterzukriegen. Vor allem, wenn sie sich so gut anhören, dass man sich einfach wünscht, sie seien wahr. Eine solche Legende ist die Behauptung, dass das griechische Wort <em>ekklesia</em>, das im Deutschen meist mit <em>Gemeinde</em> wiedergegeben wird, eigentlich “herausgerufen” bedeute und dass in dieser Bedeutung ein Wesensmerkmal dieser Gemeinde zum Ausdruck komme.</p>
<p>Die Argumentation läuft folgendermassen:</p>
<ol>
<li>Das griechische Wort <em>ekklesia</em><em> </em>geht auf die Bestandteile <em>ek </em>(“heraus”) und <em>kaleo</em> (“rufen”) zurück.</li>
<li><em>Ekkaleo</em> bedeutet “herausrufen”.</li>
<li>Aus diesem Grund ist die Gemeinde als die “Herausgerufene” zu verstehen. Sie ist die Gemeinschaft der Gläubigen, die aus der Welt “herausgerufen wurden”.</li>
</ol>
<p><img class="alignright" style="border: 0pt none; display: inline; margin-left: 8px; margin-right: 0px;" src="http://blog.igw.edu/wp-content/uploads/2009/03/714993-69200515.jpg" border="0" alt="" width="240" height="180" align="left" /> Es liegt auf der Hand, dass sich hier ein spannungsvoller Kontrast zur missionalen Theologie abzeichnet, welche die Gemeinde ja als grundsätzlich gesendet sieht. <em>Herausgerufen</em> oder <em>hineingesandt:</em> Was stimmt denn nun? Ohne diese Frage hier abschliessend beantworten zu wollen, erlaube ich mir doch den Hinweis, dass es mit der oben beschriebenen Deutung von <em>ekklesia</em> diverse sprachliche Probleme gibt. (Zu den theologischen Problemen darf sich gerne ein Experte für missionale Theologie äussern.) Auf zwei möchte ich hinweisen:</p>
<p>Erstens ist es ein Trugschluss, davon auszugehen, dass ein Wort die Bedeutung seiner Grundbestandteile als eine Art verborgenen Sinnkern mit sich trägt. Oder sie überhaupt mit sich trägt. Gut, beim <em>Wagenheber</em> mag das noch funktionieren. Aber wie sieht es bei <em>Auflauf</em> aus? Das sind ja auch zwei Teile, was aber kaum (mehr) jemand merkt. Die Zusammensetzung hat sich verselbstständigt und niemand würde auf die Idee kommen, das Wort zu zerlegen um darüber zu reden, was ein Auflauf <em>eigentlich</em> sei. Das gilt sowohl für die kulinarische wie auch für die biblische (unten zitierte) Verwendung. Auch der Rückgriff auf frühere Bedeutungen eines Wortes ist meistens eine schlechte Idee, weil diese in der aktuellen Verwendung in den allerallermeisten Fällen nicht mehr ins Gewicht fallen. Dass <em>Weib</em> (viel) früher einfach eine Ehefrau bezeichnete, dürfte mir heute kaum Punkte bringen, wenn ich die Teilnehmerinnen an einem Eheseminar so begrüsse.</p>
<p>Zweitens stellt das Neue Testament selbst den, der die Ekklesia als eine exklusive von Gott herausgerufene Gruppe sehen möchte, vor beträchtliche Probleme. Da wird nämlich in der Apostelgeschichte (Kap. 19) von einer Konkurrenzorganisation gesprochen:</p>
<blockquote><p>32 Die einen nun schrien dies, die anderen jenes; denn die <span style="text-decoration: underline;">Versammlung</span> war in Verwirrung, und die meisten wussten nicht, weshalb sie zusammengekommen waren … 39 “Wenn ihr aber wegen anderer Dinge ein Gesuch habt, so wird es in der gesetzlichen <span style="text-decoration: underline;">Versammlung</span> erledigt werden. 40 Denn wir sind auch in Gefahr, wegen des heutigen Aufruhrs angeklagt zu werden, da es keine Ursache gibt, weshalb wir uns über diesen Auflauf werden verantworten können. Und als er dies gesagt hatte, entliess er die <span style="text-decoration: underline;">Versammlung</span>.”</p></blockquote>
<p>Dem unterstrichenen <em>Versammlung</em> liegt im Griechischen <em>ekklesia</em> zugrunde. In diesem Abschnitt ist jedoch nicht von einer oder der christlichen Gemeinde die Rede (auch wenn V. 32 durchaus Erinnerungen an die eine oder andere Mitgliederversammlung wecken dürfte). Es geht überhaupt nicht um Christen, sondern</p>
<ul>
<li>in V. 32 und 40 um einen Mob, der sich in Ephesus versammelt hatte, weil das lokale Silbergewerbe sich durch die missionarischen Aktivitäten von Paulus und seinen Mitarbeitern bedroht sah und</li>
<li>in V. 39 um eine offizielle Ratsversammlung in Ephesus.</li>
</ul>
<p>Diese Verse zeigen, dass <em>ekklesia</em> nicht für christliche Versammlungen und Gemeinschaften reserviert war. Stattdessen scheinen wir einen Begriff vor uns zu haben, der für ganz verschiedene Versammlungen verschiedener Menschen verwendet wurde. (Diese Vermutung wird von der Verwendung ausserhalb des NT gestützt.) In diesem Sinne ist <em>Gemeinde</em> eine durchaus angemessene Übersetzung, gerade in der Schweiz, wo sie laufend Missverständnisse in der Abgrenzung zur politischen Gemeinde mit sich bringt. Die Gemeinschaft der an Jesus Gläubigen verwendet mit diesem Wort einen Begriff ohne Anspruch auf Exklusivität und macht vielleicht auch dadurch deutlich, dass sie sich als Teil des Lebens hier und jetzt versteht.</p>
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