31. August 2009 von Matthias Ziehli | 2 Kommentare
Passend zum Start ins neue Studienjahr titel 20min.ch am Freitag, 28.8.09 mit den Zeilen: “Grassierender Pfarrermangel, leere theologische Fakultäten: Um das Image des Pfarrberufs war es schon besser bestellt…”, einen Artikel über Pfarrermangel. Verschiedene Promis aus dem schweizer Showbiz sollen für eine theologische Ausbildung zum Parrer/Pfarrerin geworben haben. Einige Auszüge aus dem Artikel:
- Ab 2011 wird der Pfarrermangel noch grösser, denn ab da bis etwa 2020 gehen die grossen Pfarrerjahrgänge in Pension
- Im Magazin verweisen sie an mehreren Stellen auf die finanziellen Aussichten nach Abschluss des Theologiestudiums, aber auch auf die Eigenschaft des Pfarrberufes als krisensicherer Job.
Das ist doch eine richtige Motivationsspritze für alle Theologiestudierenden!
Ob man zum Pfarrer taugt wird bei 20min.ch auch gleich über einen Quiz abgefragt. Viel Spass beim testen der “Pfarrerkompetenz“.
Das Quiz ist also nicht ganz ohne. Unsere neueinsteigenden Studierenden wurden sofort getestet und immerhin drei-viertel hat es geschafft alle 8 Fragen zu beantworten. Wenn das nicht verheissungsvoll ist?
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9. Juni 2009 von Chrigu | 3 Kommentare

Jean_Calvin
In einer grösseren Firma in der Schweiz treffe ich drei Führungskräfte aus dem mittleren Kader. Das Gespräch dreht sich, wie heute fast immer, um das Thema Wirtschaftskrise. Stellen wurden abgebaut, und die Mitarbeiter, die noch da sind, versinken in der Arbeit – so auch die Abteilung von T. Im weiteren Verlauf des Gesprächs erwähnt T. seinen Teamleader P., der zwar gute Arbeit leiste, ehrlich und freundlich sei, der aber jeden Abend um punkt 16.55 Uhr Feierabend macht. Der Rest des Teams macht danach noch die Arbeit fertig. T. meine dann zum Schluss noch, dass P. halt fromm sein und in irgendeine Kirche gehe…
Ich kenne P. nicht näher. Es kann sein, dass er Familienvater ist, sich aktiv in der Kirche beteiligt oder dass er meisterlich ausgeglichen seine Work-Life Balance pflegt. Alles tipp-topp, und doch…
Das Erlebnis ist für mich beispielhaft für etwas Vages, das ich seit ein paar Monaten meine zu beobachten. Haben die Christen verlernt zu „chrampfen“? Haben wir das Erbe der reformierten Arbeitsethik verloren?
Ich treffe je länger je weniger Christen, die gerne arbeiten. Leute, die bereit sind, für ihren Job zu investieren, Überstunden zu machen, dem Kunden einen hervorragenden Service zu bieten, gute Arbeit zu leisten, auch wenn es niemand direkt sieht…. Viele hangeln sich von Wochenende zu Wochenende und beklagen sich oft über den Job: vielleicht ist der Chef blöd, das Gehalt zu tief, die Arbeitsbedingungen zu schwer, das Klima zu weltlich…
Im Zuge des Dauerbrenner–Themas Berufung wünsche ich mir, dass der BERUF-ung mit mehr Leidenschaft nachgelebt wird. Wie kann man beruf-en sein und solch lausige Arbeit leisten?
Hast du auch schon ähnliche Beobachtungen gemacht? Deine Gedanken würden mich interessieren.
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