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	<title>Der IGW-Blog&#187; missional</title>
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	<description>Theologie für Mensch, Kirche, Gesellschaft</description>
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		<title>„Missional leiten ist wie…“</title>
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		<pubDate>Tue, 04 Oct 2011 09:56:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael</dc:creator>
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		<category><![CDATA[missional]]></category>
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		<description><![CDATA[Viel gehört und doch nichts Neues gelernt? Was unterscheidet missionale Leiterschaft von unserer traditionellen Vorstellungen, wie Leiterschaft auszusehen sollte? Welche Konsequenzen ziehst du für den Schweizer Gemeindekontext und insbesondere für deinen Kontext? Welche neuen Chancen bzw. Gefahren birgt missionale Leiterschaft? IGW-Kongress-Teilnehmer äussern sich nachfolgend zum Thema „Missionale Leiterschaft“ und stellen ihre Gedanken hier auf dem [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<!-- Start Shareaholic LikeButtonSetTop Automatic --><!-- End Shareaholic LikeButtonSetTop Automatic --><p>Viel gehört und doch nichts Neues gelernt? Was unterscheidet missionale Leiterschaft von unserer traditionellen Vorstellungen, wie Leiterschaft auszusehen sollte? Welche Konsequenzen ziehst du für den Schweizer Gemeindekontext und insbesondere für deinen Kontext? Welche neuen Chancen bzw. Gefahren birgt missionale Leiterschaft?</p>
<p>IGW-Kongress-Teilnehmer äussern sich nachfolgend zum Thema „Missionale Leiterschaft“ und stellen ihre Gedanken hier auf dem IGW-Blog zur Diskussion.</p>
<div class="shr-publisher-975"></div><!-- Start Shareaholic LikeButtonSetBottom Automatic --><div style="clear: both; min-height: 1px; height: 3px; width: 100%;"></div><div class='shareaholic-like-buttonset' style='float:none;height:30px;'><a class='shareaholic-fblike' data-shr_layout='button_count' data-shr_showfaces='false' data-shr_href='http%3A%2F%2Fblog.igw.edu%2F2011%2F10%2F04%2F%25e2%2580%259emissional-leiten-ist-wie%25e2%2580%25a6%25e2%2580%259c%2F' data-shr_title='%E2%80%9EMissional+leiten+ist+wie%E2%80%A6%E2%80%9C'></a><a class='shareaholic-googleplusone' data-shr_size='medium' data-shr_count='true' data-shr_href='http%3A%2F%2Fblog.igw.edu%2F2011%2F10%2F04%2F%25e2%2580%259emissional-leiten-ist-wie%25e2%2580%25a6%25e2%2580%259c%2F' data-shr_title='%E2%80%9EMissional+leiten+ist+wie%E2%80%A6%E2%80%9C'></a></div><div style="clear: both; min-height: 1px; height: 3px; width: 100%;"></div><!-- End Shareaholic LikeButtonSetBottom Automatic -->]]></content:encoded>
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		<title>Hebammen der Gemeinde</title>
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		<pubDate>Fri, 23 Sep 2011 08:46:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Beni Leuenberger</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Zugegeben: Der Gedanke eine Hebamme zu sein ist für uns Männer schwer nachvollziehbar. Wir sind ja keine Frauen und ich bin mir nicht sicher ob es so etwas wie männliche Geburtshelfer gibt? Tatsächlich soll es einen einzigen in Ausbildung geben&#8230; Egal, es geht hier um ein weiteres Bild von Alan Roxburgh vom IGW-Kongress. Er schlug [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<!-- Start Shareaholic LikeButtonSetTop Automatic --><!-- End Shareaholic LikeButtonSetTop Automatic --><p>Zugegeben: Der Gedanke eine Hebamme zu sein ist für uns Männer schwer nachvollziehbar. Wir sind ja keine Frauen und ich bin mir nicht sicher ob es so etwas wie männliche Geburtshelfer gibt? Tatsächlich soll es einen einzigen in Ausbildung geben&#8230; Egal, es geht hier um ein weiteres Bild von Alan Roxburgh vom IGW-Kongress.</p>
<p>Er schlug vor, dass Leiter sich nicht wie Autoritäten aufführen sollten, sondern wie Hebammen. Plädiert er für mehr Frauen in Leitungspositionen? Oder für mütterlichen Instinkt bei der Leitung einer Gemeinde? Oder für die Wiederentdeckung eines weibliches Gottesbild? Weder noch&#8230;</p>
<p>Leider geschieht es immer wieder, dass sich Menschen in der Gemeinde nicht stromlinienförmig dem Kurs der Gemeindeleitung unterordnen. Sie ecken an mit neuen Ideen, fordern die Leitung heraus und wünschen sich Veränderungen und Neuerungen. Vielleicht nicht immer ganz im Sinn des Pastors. Wie gehen wir damit um?</p>
<p>Allzu oft wird dann auf die Autorität gepocht. Der Pastor hat ja eine Ausbildung gemacht und weiss was gut und nützlich ist für die Gemeinde. Er sitzt ja in seiner warmen Studierstube und tüftelt die neuesten Konzepte für seine Herde aus. Und darum hat er Recht und es muss so gemacht werden wie er es sagt&#8230;</p>
<p>Hier soll &#8211; nein muss &#8211; ein Umdenken stattfinden. Statt einer Autoritätsperson, sollen wir Leiter zu Hebammen werden. Konkret? Unsere deutsche Sprache verrät es bereits etwas: „Heb“-Amme. Da scheint es darum zu gehen etwas zu heben &#8211; an dieser Stelle dürfen mich alle deutschen Philologen eines besser belehren &#8211; oder dabei zu helfen etwas hervorzubringen. Leiter sollen „Geburtshelfer“ sein, also behilflich bei Dingen, die in der Gemeinde geboren werden. Wir müssen nicht Menschen dazu bringen unsere Vorschläge umzusetzen, sondern wir müssen ihnen behilflich sein, die Ideen, die Gott in ihre Herzen gepflanzt hat, zur Welt zu bringen.</p>
<p>Dieser Vorschlag erfordert ein gesundes Umfeld, damit diese Neugeburten auch wirklich überleben können. Erstens braucht es dazu eine regelrechte Fehlerkultur. Wie soll ein Baby schon alles können? Es muss die Möglichkeit haben Fehler zu machen. Und genau hier happert es so oft, wir tun uns schwer mit Fehlern in der Gemeinde umzugehen, wieso auch immer! Zweitens &#8211; und das geht Hand in Hand mit der Fehlerkultur &#8211; braucht es eine Experimentierfreudigkeit. Die Gemeinde sollte ein Chemie-Labor sein, wo man ausprobieren, Neues schaffen und Dinge explodieren lassen sollte.</p>
<p>Ach, und zum Schluss das Unangenehmste: Geburtshelfer haben nichts unter Kontrolle. Sie können nur helfend zur Seite stehen, aber sie können nicht beeinflussen, was für ein Kind auf die Welt kommt. Dumm gelaufen! Wenn wir Gott in unserer Gemeinde Raum lassen, dann können wir nicht voraussehen was herauskommen wird&#8230; Aber Hand aufs Herz, wer will schon wissen, wie sein Kind genau aussehen wird, Hauptsache man bekommt ein Kind!</p>
<p>In diesem Sinne wünsche ich allen viel Spass beim Heben der Schätze, die sich noch in unseren Gemeinden verstecken.</p>
<div class="shr-publisher-967"></div><!-- Start Shareaholic LikeButtonSetBottom Automatic --><div style="clear: both; min-height: 1px; height: 3px; width: 100%;"></div><div class='shareaholic-like-buttonset' style='float:none;height:30px;'><a class='shareaholic-fblike' data-shr_layout='button_count' data-shr_showfaces='false' data-shr_href='http%3A%2F%2Fblog.igw.edu%2F2011%2F09%2F23%2Fhebammen-der-gemeinde%2F' data-shr_title='Hebammen+der+Gemeinde+'></a><a class='shareaholic-googleplusone' data-shr_size='medium' data-shr_count='true' data-shr_href='http%3A%2F%2Fblog.igw.edu%2F2011%2F09%2F23%2Fhebammen-der-gemeinde%2F' data-shr_title='Hebammen+der+Gemeinde+'></a></div><div style="clear: both; min-height: 1px; height: 3px; width: 100%;"></div><!-- End Shareaholic LikeButtonSetBottom Automatic -->]]></content:encoded>
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		<title>Äbte statt Pastoren</title>
		<link>http://blog.igw.edu/2011/09/18/abte-statt-pastoren/</link>
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		<pubDate>Sun, 18 Sep 2011 15:08:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Beni Leuenberger</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemeines]]></category>
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		<description><![CDATA[Bitte was, Äbte?? Genau das war einer der Vorschläge von Alan Roxburgh mit dem er unsere wohlige Behaglichkeit am IGW Kongress irritieren wollte. Aber was, um alles in der Welt, soll das heissen? Zurück in den Schoss der katholischen Kirche? Oder war es dann doch eher der Aufruf, wieder vermehrt in die Klöster zu gehen? [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<!-- Start Shareaholic LikeButtonSetTop Automatic --><!-- End Shareaholic LikeButtonSetTop Automatic --><p>Bitte was, Äbte?? Genau das war einer der Vorschläge von Alan Roxburgh mit dem er unsere wohlige Behaglichkeit am IGW Kongress irritieren wollte. Aber was, um alles in der Welt, soll das heissen? Zurück in den Schoss der katholischen Kirche? Oder war es dann doch eher der Aufruf, wieder vermehrt in die Klöster zu gehen? Bei weitem nicht – oder dann hätte ich ihn massiv missverstanden.<br />
Nein, sein Vorschlag hatte ein ganz anderes Ziel. Wir haben ein eingeschliffenes Bild des Pastors, der sich lieb um seine paar Schäfchen kümmert und schaut, dass diese dummen Tierchen auch immer schön was Gutes zu beissen haben. Ja ja, ich höre alle Stimmen, die betonen, wie wichtig es sei, dass der Pastor auf die Menschen in der Gemeinde schaut, da ja für sie auch geschaut werden muss. Aber leider haben solche Pastoren nicht besonders viel bewegt in der Kirche, oder? Darum der Vorschlag von Alan: Wir brauchen Äbte.<br />
Was meinte er damit? Äbte waren Vorsteher von Klöstern. Also doch zurück ins Kloster? Nein. Im Besten Fall war ein Kloster nicht als Rückzugsort aus der Welt gedacht, sondern als Stützpunkt um die Welt zu durchdringen, z.B. mit Hilfe für die Bedürftigen. Ein Abt leitete im besten Fall ein Bewegung von Menschen an, die sich um die Not der Menschen kümmerten und nicht einfach hinter ihren Klostermauern verfaulten.<br />
Leider ist es immer noch oft so, dass (angehende) Pastoren sich in die Sicherheit der Gemeinde zurückziehen und Schafe hätscheln und sie anpredigen, sie sollten in dieser Welt einen Unterschied ausmachen. Aber selber sind sie oft gar nicht mehr Teil dieser Welt&#8230;<br />
Nein wir brauchen Äbte, die an vorderster Front Bewegungen von Menschen anführen, die in die Quartiere und zu den Horden von Männern, Frauen und Kinder gehen, die in unserer Welt vor die Hunde gehen. Wir brauchen Äbte, die sich ihre Hände und Füsse dreckig machen und schier erdrückt werden von der Not dieser Welt. Wir brauchen Äbte, die ratlos weinen über all dem Elend in dieser Welt. Und wir brauchen letztendlich Menschen, die sich diesen Äbten anschliessen, um die Nachbarschaften zu erreichen.<br />
Viel zu sehr konzentrieren wir Pastoren uns auf die Menschen „innerhalb“ der Gemeinde, in der grossen Angst sie könnten uns abhanden kommen. Dabei übersehen wir, dass es da draussen nur so wimmelt von Menschen, die noch keine Ahnung von der Story von Gott haben und die dringend eine gute Nachricht brauchen.<br />
Also, lasst uns Äbte in dreckverschmierten Arbeitskleidern sein, statt Pastoren im gestylten Anzug, die in ihren kuschelig warmen Büros hinter ihren überdimensionierten Bildschirmen sitzen. Denn wenn die Äbte nicht voran gehen, wer tut es dann??</p>
<div class="shr-publisher-962"></div><!-- Start Shareaholic LikeButtonSetBottom Automatic --><div style="clear: both; min-height: 1px; height: 3px; width: 100%;"></div><div class='shareaholic-like-buttonset' style='float:none;height:30px;'><a class='shareaholic-fblike' data-shr_layout='button_count' data-shr_showfaces='false' data-shr_href='http%3A%2F%2Fblog.igw.edu%2F2011%2F09%2F18%2Fabte-statt-pastoren%2F' data-shr_title='%C3%84bte+statt+Pastoren'></a><a class='shareaholic-googleplusone' data-shr_size='medium' data-shr_count='true' data-shr_href='http%3A%2F%2Fblog.igw.edu%2F2011%2F09%2F18%2Fabte-statt-pastoren%2F' data-shr_title='%C3%84bte+statt+Pastoren'></a></div><div style="clear: both; min-height: 1px; height: 3px; width: 100%;"></div><!-- End Shareaholic LikeButtonSetBottom Automatic -->]]></content:encoded>
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		<title>„Jesus ist und bleibt ein Unruhestifter“</title>
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		<pubDate>Wed, 27 Apr 2011 15:49:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael</dc:creator>
				<category><![CDATA[Missionale Theologie]]></category>
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		<description><![CDATA[Was würde Jesus tun, wenn er heute wieder als Mensch auf dieser Erde leben würde? Hätte er eine eigene Homepage mit der Adresse www.jesus.com? Wäre immer erreichbar dank seines Handys und des ISDN-Anschlusses? Würde er seine Botschaften per Fax und Email verbreiten? Nicht nur ich habe mich mit der Frage „What would Jesus do&#8221; auseinander [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<!-- Start Shareaholic LikeButtonSetTop Automatic --><!-- End Shareaholic LikeButtonSetTop Automatic --><p>Was würde Jesus tun, wenn er heute wieder als Mensch auf dieser Erde leben würde? Hätte er eine eigene Homepage mit der Adresse www.jesus.com? Wäre immer erreichbar dank seines Handys und des ISDN-Anschlusses? Würde er seine Botschaften per Fax und Email verbreiten?</p>
<p>Nicht nur ich habe mich mit der Frage „What would Jesus do&#8221; auseinander gesetzt, sondern auch zahlreiche Magazine und Zeitschriften durchgeforstet. Bei der Suche nach brauchbaren Artikeln zu diesem Thema ist mir aufgefallen, wie populär Jesus heute noch ist. Es gab fast keine Zeitschrift, die ihm nicht einen Bericht zur Jahrtausendwende widmete. Nicht alle waren positiv, einige nur historische Abhandlungen, viele berichteten nicht sehr schmeichelhaft und ziemlich verallgemeinernd über die Taten der Kirche und deren Mitglieder.</p>
<p><em>„Das zweite Jahrtausend nach Christi Geburt geht dem Ende zu. Und siehe da, der, mit dem alles begann, ist auch heute noch einer der einflussreichsten und berühmtesten Männer dieser Welt.“</em> weiss das NZZ Folio in der Dezemberausgabe des letzten Jahres zu berichten: <em>„Und weil in seinem Namen Raubzüge und Kriege geführt wurden – als Märtyrer blieb Jesus nicht allein. ‚An ihren Früchten soll man sie erkennen‘, sagt die Bibel. Aber bekommt ein Religionsgründer tatsächlich immer die Jünger, die er verdient?“</em> fragt die Aurorin Ursula von Arx kritisch weiter. Im Schweizerischen Nachrichtenmagazin Facts erschien Ende Mai 1999 ein Artikel mit dem Titel ‚2000 Jahre Verrat und Missbrauch‘. Ekkehard Stegemann, Professor der Theologie in Basel, sagte zu diesem Thema: <em>„Vermutlich würde Jesus sich darüber mokieren, dass die Kirche die Hoffnung auf das Reich Gottes aufgegeben hat und sich selber an diese Stelle des Reiches gesetzt hat.&#8221;</em> Der Schluss, den Facts daraus zieht, ist folgender: <em>„Die Christen sind Jesus und seinem Liebesgebot nicht nachgefolgt. Das ist die Bilanz nach 2000 Jahren.“</em> Ein hartes Urteil.</p>
<p>Adolf Holl, entlassener Kaplan, Kirchenkritiker und österreichischer Schriftsteller, fragte in einem Interview des Brückenbauers: <em>„Sind wir nicht einfach zu fett, um Gott zu uns durchkommen zu lassen?“</em> Auf die Frage, was Jesus über das Geld sagen würde, antwortete derselbe: <em>„Dieser Jesus-Impuls, sein Leben für die Brüder und Schwestern hinzugeben, ist ein Stachel im Fleisch der christlich geprägten Gesellschaften. Wir haben 2000 Jahre hinter uns und haben gesehen, dass nur radikale Eliten diesen Jesus-Impuls in Tat umgesetzt haben &#8211; zum Beispiel eben Franz von Assisi. Die Kirchen stecken bis zum Hals in den Aktien drinnen &#8211; gezwungenermassen. Sie sollten bloss nicht am falschen Ort investieren. Die Bischöfe brauchen Geld, um die Dächer ihrer Kathedralen zu renovieren. Dies anzuprangern liegt mir fern. Nur spürt man im Christentum immer eine Spannung zwischen den alltäglichen Notwendigkeiten und dem Blick auf den Gekreuzigten. Dieser Stachel im Fleisch erzeugt nicht nur Unbehagen, sondern auch eine Dynamik, die die Entwicklung der Gesellschaft vorantreibt. Der christliche Motor ist immer noch da!&#8221;</em></p>
<p>Ob den heutigen Christen die rechte ‚Inbrunst‘ fehle, fragt der Brückenbauer weiter. Adolf Holl meint dazu: <em>„Es fehlt ihnen die Wucht und die Kraft. Ich fühle mich an einen Hühnerhof erinnert. Manchmal wird mit den Flügeln geschlagen und damit Staub aufgewirbelt. Dann fangen sie wieder an, ihre Körner zu picken, denn fliegen können sie ja nicht. Gackern können sie.&#8221;</em></p>
<p>Christian Waefler, Redakteur des Brückenbauers, schrieb in der Dezemberausgabe: <em>„Die Botschaft Christi ist immer noch hochaktuell.&#8221;</em> In derselben Ausgabe sagte Holl: <em>„Jesus ist kein Baldrian für gestresste Wohlstandsbürger. Er ist und bleibt ein Unruhestifter. Seine Botschaft ist aktuell, aber auch unbequem.&#8221;</em> Weiter meinte er: <em>„Jesus war ein sozialer Aussenseiter und wäre es auch heute noch. Für ihn würde es keinen Sinn machen, dass die Reichen noch reicher werden, während die andern um ihre Arbeit bangen müssen.&#8221;</em> Zum Thema Abtreibung meinte der Schriftsteller: <em>„Vielleicht würde der Sohn Gottes wieder sagen: ‚Wer ohne Sünde ist, der werfe den ersten Stein.‘&#8221;</em> Für Adolf Holl ist Jesus immer noch der &#8220;Leitstern&#8221;. Zitat: <em>&#8220;Die US Library of Congress führt 17239 Buchtitel über Jesus Christus. Und da soll noch jemand sagen, er habe ausgedient.&#8221;</em></p>
<p>Ernst Sieber, Obdachlosenpfarrer aus Zürich, sagte in einem Interview: <em>„Jesus würde immer noch mit den Leuten, besonders mit den Aussenseitern, ‚zusammen hocken‘. Er hat nie gesagt, dass du zuerst Christ sein musst, damit du mit ihm aus dem gleichen Teller löffeln kannst, er würde dir einfach den Löffel reichen.&#8221;</em></p>
<p>Albert Ziegler, Jesuit und Unternehmensberater, zum Thema: <em>„Jesus würde sich wieder auf die Seite der Armen stellen. Und das heisst nicht nur auf die Seite der finanziell Armen. Die Option der Armen zeigt sich in der Forderung nach gerechten sozialen Strukturen.&#8221;</em></p>
<p>Die Meinungen über Jesus gehen auseinander, die Artikel sind so verschieden wie ihre Autoren, viele schrieben negative, populistische Berichte. Aber das ist eigentlich nebensächlich, denn im Endeffekt geht es darum, dass das Thema ‚Jesus‘ noch lange nicht abgeschlossen ist, und es auch nie sein wird. Man kann nicht einfach an ihm vorbei gehen: „Jesus ist und bleibt ein Unruhestifter. Seine Botschaft ist aktuell, aber auch unbequem.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="text-decoration: underline">Nachwort: </span><br />
Dieser Artikel wurde vor bald 12 Jahren von Sara Trummer verfasst (1999). Ich habe ihn im Jahr 2000 als Pastor in unserer Gemeindezeitschrift veröffentlicht. Abgesehen von ein paar technischen Veränderungen (ISDN, Fax statt Internet, Web und SMS) ist er nach wie vor hochaktuell!</p>
<p>Das ist irgendwie faszinierend und gleichzeitig auch ernüchternd. Könnte es sein, dass sich trotz aller Veränderungen und Aktionen, die in den letzten Jahren ins Land gingen, an den wesentlichen Punkten gar nicht so wahnsinnig viel geändert hat? Die Aussagen von 1999 fordern mich jedenfalls grundsätzlich und existentiell heraus: <em>„Vermutlich würde Jesus sich darüber mokieren, dass die Kirche die  Hoffnung auf das Reich Gottes aufgegeben hat und sich selber an diese  Stelle des Reiches gesetzt hat.&#8221;</em> oder: <em>&#8220;Dieser Jesus-Impuls, sein Leben für die Brüder und Schwestern  hinzugeben, ist ein Stachel im Fleisch der christlich geprägten  Gesellschaften. Wir haben 2000 Jahre hinter uns und haben gesehen, dass  nur radikale Eliten diesen Jesus-Impuls in Tat umgesetzt haben &#8211; zum  Beispiel eben Franz von Assisi.&#8221; </em>und viele andere Zitate sind aktuell und unbequem. Welche Antworten finden wir als Christen im 21. Jh. auf die heutigen gesellschaftlichen Herausforderungen? Berühren sie uns überhaupt? Interessieren sie uns? Man könnte auch fragen: Wer ist Jesus für uns heute? Was bedeutet ein Leben mit Jesus Christus für uns heute? Oder ganz einfach: Was würde Jesus tun, wenn er an unserer Stelle heute hier auf dieser Erde leben würde?</p>
<p>Ich bin gespannt auf die Antworten, die wir auf diese Fragen finden bzw. welche unsere Leben auf diese Fragen geben. Und ich hoffe, dass Jesus uns keine Ruhe lässt, bis wir eine passende Antwort gefunden haben, denn das sind wir dieser Welt schlicht schuldig. Schliesslich nennen wir uns Christen und tragen seinen Namen.</p>
<div class="shr-publisher-872"></div><!-- Start Shareaholic LikeButtonSetBottom Automatic --><div style="clear: both; min-height: 1px; height: 3px; width: 100%;"></div><div class='shareaholic-like-buttonset' style='float:none;height:30px;'><a class='shareaholic-fblike' data-shr_layout='button_count' data-shr_showfaces='false' data-shr_href='http%3A%2F%2Fblog.igw.edu%2F2011%2F04%2F27%2F%25e2%2580%259ejesus-ist-und-bleibt-ein-unruhestifter%25e2%2580%259c%2F' data-shr_title='%E2%80%9EJesus+ist+und+bleibt+ein+Unruhestifter%E2%80%9C'></a><a class='shareaholic-googleplusone' data-shr_size='medium' data-shr_count='true' data-shr_href='http%3A%2F%2Fblog.igw.edu%2F2011%2F04%2F27%2F%25e2%2580%259ejesus-ist-und-bleibt-ein-unruhestifter%25e2%2580%259c%2F' data-shr_title='%E2%80%9EJesus+ist+und+bleibt+ein+Unruhestifter%E2%80%9C'></a></div><div style="clear: both; min-height: 1px; height: 3px; width: 100%;"></div><!-- End Shareaholic LikeButtonSetBottom Automatic -->]]></content:encoded>
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		<title>Das missionale Pfarramt</title>
		<link>http://blog.igw.edu/2009/08/17/das-missionale-pfarramt/</link>
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		<pubDate>Mon, 17 Aug 2009 14:23:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tobias</dc:creator>
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		<description><![CDATA[In einem Gespräch über Frost und Hirschs Buch &#8220;Die Zukunft gestalten&#8221; erwähnte Jürgen Blunck, Vorstand von IGW Deutschland einen Artikel in dem er über das missionale Pfarramt geschrieben hat. Damals Anfang der 1990er war von &#8220;missional&#8221; selten die Rede. Auf Nachfrage hat er mir gestattet, seine Thesen hier zu veröffentlichen. Viel Freude bei diesem Blick [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<!-- Start Shareaholic LikeButtonSetTop Automatic --><!-- End Shareaholic LikeButtonSetTop Automatic --><p><em>In einem Gespräch über Frost und Hirschs Buch &#8220;Die Zukunft gestalten&#8221; erwähnte Jürgen Blunck, Vorstand von IGW Deutschland einen Artikel in dem er über das missionale Pfarramt geschrieben hat. Damals Anfang der 1990er war von &#8220;missional&#8221; selten die Rede. Auf Nachfrage hat er mir gestattet, seine Thesen hier zu veröffentlichen. Viel Freude bei diesem Blick in die Vergangenheit:</em></p>
<blockquote><p><strong>Vom PASTORALEN zum MISSIONALEN Pfarramt </strong></p>
<p>1. Das herkömmliche Pfarramt ist pastoraler Art. Es setzt den Glauben als gegeben voraus. Es sieht seine Aufgabe darin, die nötigen Dienstleistungen für den voraus-gesetzten Glauben zu bringen: Taufe &#8211; Unterricht &#8211; Trauung &#8211; Beerdigung. Dazu kommt noch für eine kleine Insidergruppe: Gottesdienst und evtl. einige Gruppen-angebote.</p>
<p>Dem entspricht auch die beamtenrechtliche Absicherung des Pfarramtes. Der Pfarrer hat sozusagen hoheitsrechtlichen Status bei seinen pastoralen Diensten.</p>
<p>Auch die Ausbildung in ihrer ersten und zweiten Phase setzt voraus, daß diese pastoralen Dienste immer gleichbleibend angefordert werden. Zwar sind in den letzten Jahrzehnten durchaus weitere Dienstleistungen (z.B. im klinisch-seelsorgerlichen oder im sozialen Bereich) hinzugekommen, für die dann auch eine erweiterte Ausbildung angeboten wird. Aber die Grundstruktur des Pfarramtes ist geblieben. Immer noch wird &#8211; auch bei erweitertem Dienstleistungsangebot &#8211; der Glaube vorausgesetzt.</p>
<p>2. Nun zeigt sich aber zunehmend, dass dieser Glaube, der die pastoralen Dienste nö-tig macht, weitgehend nicht mehr gegeben ist. Die Voraussetzungen für das pastorale Pfarramt, das wir seit dem Mittelalter aufgebaut haben, stimmen nicht mehr.</p>
<p>Die Stützpfeiler, aufgrund deren man &#8211; wenn auch immer mehr mit schlechtem Gewissen &#8211; behaupten konnte, daß der Glaube oder wenigstens ein gewisser Glaube vorauszusetzen sei, sind langsam aber sicher weggefallen: die christliche Erziehung im Elternhaus &#8211; die religiöse Sozialisation (schreckliches Wort!) in der Schule &#8211; ein kirchenfreundliches Klima in der Gesellschaft. Mag man das eine oder andere auch etwas verschieden beurteilen, so ist doch der Gesamttrend unbestritten.</p>
<p>Im Bild ausgedrückt: Die Pfarrer haben heute zunehmend weniger Schafe, die sie pastoral betreuen müssen, sie müssen sich diese Schafe erst zusammensuchen. Aber wir haben nur Hirten, die für eine zusammengebliebene Schafherde ausgebildet und motiviert sind, und kaum Hirten, die motiviert und befähigt sind, die verlorenen Schafe zu suchen und heimzuholen.</p>
<p>Wir brauchen also immer weniger pastorale Pfarrer, wir brauchen immer mehr einen neuen Typ von Pfarrer, den missionalen Typ. Und wir brauchen die Ausbildung und Motivierung dazu.</p>
<p>3. Eine zukunftsorientierte Kirche braucht in erster Linie ein missionales Pfarramt. Damit sollen die pastoralen Aufgaben nicht als überflüssig oder zweitrangig angesehen werden. Aber sie müssen eingeordnet werden in eine horizonterweiterte Sicht des Pfarramtes. Es müssen nicht nur die kirchennahen “Schäfchen” im Blick sein, sondern auch die kirchenfernen &#8211; eben die, bei denen Glaube nicht mehr oder noch nicht vorausgesetzt werden kann.</p>
<p>Das pastorale Pfarramt ist weitgehend pfarrerorientiert, das missionale Pfarramt dagegen ist “kunden”orientiert. Das pastorale Pfarramt ist dienstleistungsorientiert, das missionale dagegen ist glaubenweckend-orientiert. Das pastorale Pfarramt versucht, in Zeiten des kirchlichen Abwärtstrends noch möglichst viel zu bewahren, das missionale dagegen will Neuland gewinnen für eine Kirche im Morgen.</p>
<p>Für das missionale Pfarramt braucht der Pfarrer eine nicht weniger qualifizierte, aber doch eine andere Art von Ausbildung in beiden Phasen seiner Ausbildung. Alle Disziplinen der Ausbildung &#8211; exegetischer, kirchengeschichtlicher, systematischer und praktischer Art &#8211; müssen von dem Testament Jesu durchdrungen sein und auf dies Testament Jesu fokussiert werden: Gehet hin &#8211; macht zu Jüngern &#8211; seid meine Zeugen &#8211; wie mich mein Vater gesandt hat, so sende ich euch! Weil der Glaube nicht vorauszusetzen ist, hat Jesus uns dies Testament hinterlassen.</p>
<p>4. Für eine zukunftsorientierte Kirche reicht es nicht, wenn sie diesen missionalen Auftrag Jesu durch Spezialpfarrer (Evangelisten) und Spezialämter (Volksmissiona-rische Ämter) abzudecken versucht. Das reichte in einer Zeit, als die Schafe noch mehr oder weniger im Stall waren, sich dort nur in irgendwelchen Ecken herum-mümmelten anstatt sich an die Stallordnung zu halten.</p>
<p>Wir brauchen nicht einzelne Personen, wir brauchen das normale Pfarramt, das missional orientiert sein muß. Warum? Der Pfarrer vor Ort und in der Gemeinde hat immer noch erheblich mehr Einfluß auf das Leben der Gemeinde als Kirchenleitung und Spezialpfarrer zusammen. Wenn er nicht die neue Aufgabe erkennt und annimmt, werden es andere außerhalb der Kirche tun &#8211; und tun es jetzt schon.</p>
<p>Die Kirchenleitungen können für eine solche Neuorientierung vom pastoralen Pfarramt zum missionalen Pfarramt die Signale setzen und die Rahmenbedingungen ind er Ausbildung und Begleitung schaffen &#8211; wenn sie es wollen.</p>
<p>Jürgen Blunck<br />
(geschrieben 1994)</p></blockquote>
<pre style="text-align: left; "></pre>
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		<title>Die ekklesiologischen Auswirkungen (4/4 &#8211; Schluss)</title>
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		<pubDate>Fri, 24 Jul 2009 15:39:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael</dc:creator>
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		<description><![CDATA[&#8220;Die Kirche kann ihren Auftrag nur erfüllen, wenn sie sich als Alternative zu gottfeindlichen und lebenszerstörerischen Tendenzen in der Gesellschaft versteht. Als Kontrastgesellschaft kann sie umfassend und glaubhaft göttliches Heilshandeln veranschaulichen und zugänglich machen und so die Gesellschaft tiefgreifend verändern.&#8221; Viele fragen sich: Was bedeutet dieser Satz für mein persönliches Leben und für das meiner [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<!-- Start Shareaholic LikeButtonSetTop Automatic --><!-- End Shareaholic LikeButtonSetTop Automatic --><h2><em><span style="font-weight: normal;">&#8220;Die Kirche kann ihren Auftrag nur erfüllen, wenn sie sich als Alternative zu gottfeindlichen und lebenszerstörerischen Tendenzen in der Gesellschaft versteht. Als Kontrastgesellschaft kann sie umfassend und glaubhaft göttliches Heilshandeln veranschaulichen und zugänglich machen und so die Gesellschaft tiefgreifend verändern.&#8221;</span></em></h2>
<p>Viele fragen sich: Was bedeutet dieser Satz für mein persönliches Leben und für das meiner Kirche / meiner Gemeinschaft / meines Werkes? Der nachfolgende Post ist ein Gastbeitrag von Fabian Baumgartner, Heinz Berger und Peter Mosimann, der sich mit der obigen These (12/12) auseinandersetzt. Damit endet die Serie der Gastbeiträge der IGW-Studierenden, welche die im März 2009 veröffentlichten „12 Thesen zur missionalen Theologie“ von IGW betrachteten.</p>
<p>Als wir diese These zusammen diskutierten, wurden uns einige Punkte enorm wichtig, die jede Gemeinde und jedes Gemeindemitglied im Auge behalten sollte, egal aus welcher Denomination man stammt.</p>
<p>Es ist als Gemeinde entscheidend wichtig zu verstehen, dass draussen vor den Türen nicht die böse und kaputte Welt anfängt, mit deren man nichts zu tun haben will, sondern dass wir als Gemeinde DIE Alternative zu den gottesfeindlichen und lebenszerstörerischen Tendenzen sind. Wir dürfen nicht erwarten, dass die kirchendistanzierten Menschen draussen vor den Gemeinden sehnsüchtig darauf warten, dass wir einmal in der Woche, und zwar am Sonntag, die Türen für eine Stunde öffnen und sie dann in Scharen auf unseren Stühlen Platz nehmen. In einer Zeit, in welcher ein Grossteil der Menschen in der Schweiz keinen kirchlichen Hintergrund mehr hat, müssen wir als Gemeinde das göttliche Heilshandeln nach draussen tragen und den Menschen dieses Heilshandeln veranschaulichen.</p>
<p>Wie Frost an der Konferenz erklärte, muss die Mission das organisierende Prinzip einer Gemeinde sein. Und wir verstehen Mission nicht „nur“ so, dass wir als Gemeinde eine Missionarin nach Bolivien aussenden. Wie es auch schon in anderen Blogs oder Statements aufgegriffen wurde, ist es wichtig, dass in der Gemeinde die Gemeindemitglieder immer wieder herausgefordert, motiviert und angeleitet werden, missional zu leben und so richtig in die säkulare Gesellschaft einzutauchen. Und dieses Eintauchen kann 1000 verschiedene Gesichter haben. Ob das ein Treffen unter Mütter auf dem Quartiersspielplatz, ein regelmässiger Pokerabend mit nichtchristlichen Freunden, die Mitgliedschaft in einer Wandergruppe oder ein Verein der Modelleisenbahnfreunde ist &gt; wenn wir als Königskinder des höchsten Gottes immer wieder in diese Subkulturen eintauchen und durch unser Leben und Handeln Gott veranschaulichen, dann wird das die Gesellschaft spürbar verändern. Das Leben in diesen Subkulturen ist natürlich eine grosse Herausforderung. Wenn man missional lebt, ist man immer im Spannungsfeld zwischen mitmachen/mitlachen und sich zurückhalten – oder wie es Frost ausdrückte: widerstehen und sich darauf einlassen. Aber dieser schönen Herausforderung sollten wir uns alle stellen und nicht aus Angst vor einem Fehltritt die Augen vor den Subkulturen verschliessen. Die Menschen in diesen Subkulturen erreichen, mit ihnen das Leben teilen, ihnen das göttliche Heilshandeln aufzeigen und sie einfach zu lieben &gt; das soll unsere Perspektive sein. Und aus eigenen Erfahrungen wissen wir, dass es wunderschön und erbauend ist, wenn wir Freundschaften zu anderen Menschen in diesen Subkulturen schliessen und mit ihnen das Leben teilen.</p>
<p>Wenn unsere Gemeinden die Mission als organisierendes Prinzip sehnen, werden die anderen Bereiche wie Anbetungszeiten, Gottesdienste, Jüngerschaft oder Gemeinschaft einen ganz anderen Stellenwert erhalten. Wenn wir die Menschen unserer Zeit in den Subkulturen erreichen, können wir noch vielen Menschen die Gemeinde zugänglich machen und ihnen auch ein Zuhause sein. Deshalb sollten die Menschen in unseren Gemeinden immer wieder darin angeleitet werden, wie jede/r Einzelne in diesen Subkulturen leben kann oder wie auch Dienstzweige der Gemeinde als Gruppe in den „Sumpf“ steigen und dort Gottes Heilshandeln veranschaulichen.</p>
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		<title>Die ekklesiologischen Auswirkungen (3/4)</title>
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		<pubDate>Mon, 20 Jul 2009 16:16:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael</dc:creator>
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		<description><![CDATA[„Frieden und Gerechtigkeit sind den alttestamentlichen Propheten gemäss ein Hauptmerkmal des Reiches Gottes. In der Kirche bildet sich dieses Reich zeichenhaft ab, und darum gehört der Einsatz für Frieden und soziale Gerechtigkeit zum Auftrag der Kirche (Jes 2,2-4; 42,1-4; Mt 5,9; Röm 14,17).“ Im März 2009 hat IGW „12 Thesen zur missionalen Theologie“ veröffentlicht, die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<!-- Start Shareaholic LikeButtonSetTop Automatic --><!-- End Shareaholic LikeButtonSetTop Automatic --><p><em>„Frieden und Gerechtigkeit sind den alttestamentlichen Propheten gemäss ein Hauptmerkmal des Reiches Gottes. In der Kirche bildet sich dieses Reich zeichenhaft ab, und darum gehört der Einsatz für Frieden und soziale Gerechtigkeit zum Auftrag der Kirche (Jes 2,2-4; 42,1-4; Mt 5,9; Röm 14,17).“</em></p>
<p>Im März 2009 hat IGW „12 Thesen zur missionalen Theologie“ veröffentlicht, die seither rege diskutiert werden. Viele fragen sich: Was bedeutet dieser Satz für mein persönliches Leben und für das meiner Kirche / meiner Gemeinschaft / meines Werkes? Der nachfolgende Post ist ein Gastbeitrag von Rebekka Leiser, Beat Schneider und Andreas Schmid, der sich mit der obigen These (11/12) auseinandersetzt.</p>
<p>Gott wird sein Reich aufbauen (Jesaja 2,2-4). Der Messias kommt und wird uns Gerechtigkeit bringen, er wird das starke und das Schwache richten (Jesaja 42,1-4). Jesus spricht in der Bergpredigt davon, dass wir uns für Gerechtigkeit und Frieden einsetzen sollen (Mt 5,6-7). Aber er sagte auch, dass er nicht auf die Erde kam um uns Frieden zu bringen, sondern zur Trennung innerhalb des engsten sozialen Umfeldes; dabei betont er, dass es nicht angebracht ist, dass man einen Menschen mehr liebt als ihn (Mt 10,34-39).</p>
<p>Nach Jakobus 3,17f wird Frieden dem geschenkt, der nach Frieden und Gerechtigkeit trachtet, was aber nur dann gelingt, wenn wir uns nach Gottes Weisheit richten. Die Entscheidung zwischen Akzeptanz und Zurechtweisung, Gesetz und Gnade, Frieden und Gerechtigkeit liegt schlussendlich bei Gott und nicht bei uns. Wir können also danach streben, dass Frieden und Gerechtigkeit in unserer Kirche herrschen; sie können aber nicht einfach vorausgesetzt werden. Es bringt uns nichts, sich und den anderen etwas vorzumachen, und eine heuchlerische Scheinfrömmigkeit zur Schau zu stellen (Mt 6,1). Gerade die postmoderne Gesellschaft mit ihrem geschärften Sinn für Authentizität stört sich sehr daran, wenn wir uns christlicher aufführen, als wir sind. Die Frage ist, ob die traditionellen Kirchen die Kurve kriegen, und lernen, sich auf die veränderten Voraussetzungen einzulassen. Werden wir es schaffen, den Menschen unserer Zeit – aus welchem Umfeld sie auch kommen – sowohl die Gerechtigkeit Gottes, als auch seine Barmherzigkeit adäquat und persönlich näher zu bringen?</p>
<p>Was bedeutet das denn für eine missionale Kirche? Im Missionsauftrag von Mt 10 sendet Jesus seine Jünger gezielt an <em>Third Places</em>. Er fordert sie dabei auf, Orte aufzusuchen, an denen ihnen eine gewisse Akzeptanz entgegengebracht wird (Mt 10,13). Dabei dürfen wir darauf achten, uns gezielt an Menschen zu wenden, zu denen wir schon eine begünstigende Beziehung haben (z.B. gleiche Interessen, Hobbies, Beruf&#8230;) oder aber auch an solche, welche uns besonders am Herzen liegen (z.B. bestimmte Randgruppen). Es geht dann darum, sich in einer Subkultur niederzulassen, an ihrem Leben teilzunehmen, und sich konkret mit ihr zu identifizieren. Dort kann Frieden und Gerechtigkeit wachsen; wir sind gemeinsam unterwegs, lernen von einander und finden den Weg Gottes miteinander. Sollte der Frieden nicht einkehren, ist es erlaubt, zu neuen Ufern aufzubrechen (Mt 10,14).</p>
<p>Gottes Friedensreich ist noch nicht vollkommen; genauso wenig ist das endgültige Gericht gesprochen (vgl. Jes 2,4). Konflikte wird es bis dahin immer geben. Wir sind letztlich auf Gottes Gnade angewiesen, wollen wir in der Gemeinde in Frieden und Gerechtigkeit leben.</p>
<div class="shr-publisher-350"></div><!-- Start Shareaholic LikeButtonSetBottom Automatic --><div style="clear: both; min-height: 1px; height: 3px; width: 100%;"></div><div class='shareaholic-like-buttonset' style='float:none;height:30px;'><a class='shareaholic-fblike' data-shr_layout='button_count' data-shr_showfaces='false' data-shr_href='http%3A%2F%2Fblog.igw.edu%2F2009%2F07%2F20%2Fdie-ekklesiologischen-auswirkungen-34%2F' data-shr_title='Die+ekklesiologischen+Auswirkungen+%283%2F4%29'></a><a class='shareaholic-googleplusone' data-shr_size='medium' data-shr_count='true' data-shr_href='http%3A%2F%2Fblog.igw.edu%2F2009%2F07%2F20%2Fdie-ekklesiologischen-auswirkungen-34%2F' data-shr_title='Die+ekklesiologischen+Auswirkungen+%283%2F4%29'></a></div><div style="clear: both; min-height: 1px; height: 3px; width: 100%;"></div><!-- End Shareaholic LikeButtonSetBottom Automatic -->]]></content:encoded>
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		<title>Die ekklesiologischen Auswirkungen (2/4)</title>
		<link>http://blog.igw.edu/2009/07/15/die-ekklesiologischen-auswirkungen-24/</link>
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		<pubDate>Wed, 15 Jul 2009 16:01:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael</dc:creator>
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		<description><![CDATA[„Die wichtigste Aufgabe der Kirche ist die Verkündigung des Evangeliums vom Reich Gottes und seinem gekreuzigten und auferstandenen König Jesus. Die Verkündigung des Evangeliums in Wort und Tat auf der ganzen Welt ist ein heilsgeschichtliches Muss (Mk 13,10).“ Was bedeutet dieser Satz für mein persönliches Leben und für das meiner Kirche / meiner Gemeinschaft / [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<!-- Start Shareaholic LikeButtonSetTop Automatic --><!-- End Shareaholic LikeButtonSetTop Automatic --><p><em>„Die wichtigste Aufgabe der Kirche ist die Verkündigung des Evangeliums vom Reich Gottes und seinem gekreuzigten und auferstandenen König Jesus. Die Verkündigung des Evangeliums in Wort und Tat auf der ganzen Welt ist ein heilsgeschichtliches Muss (Mk 13,10).“</em></p>
<p>Was bedeutet dieser Satz für mein persönliches Leben und für das meiner Kirche / meiner Gemeinschaft / meines Werkes? Der nachfolgende Post ist ein Gastbeitrag von Lukas Kernen, Elias Knupp und Alexander Maurer, der sich mit der obigen These (10/12) auseinandersetzt.</p>
<p><strong>Persönlich</strong></p>
<p>Ich bin gefordert meine Zeit so einzuteilen, dass die Verkündigung einen festen Platz bekommt. Das heisst z. B., dass ich bereit bin, überflüssige Gemeindesitzungen zu streichen und den Abend mit einem Freund in der Bar zu verbringen.</p>
<p>Ich bin gefordert, über meinen Schatten zu springen und mit offenen Augen durch den Alltag zu gehen und z.B. meiner Nachbarin im Winter Unterstützung im Schneeräumen anzubieten.</p>
<p>Ich bin gefordert, nicht nur am Sichtbaren und bekannten mitzuwirken, sondern auch im Kleinen zu dienen. Nicht nur die Predigt vor 200 Leuten soll mich motivieren sondern auch das Gespräch mit einer schwierigen Person.</p>
<p>Ich bin gefordert, dem Zeitgeist der persönlichen Verwirklichung entgegenzutreten und mich mit einer sozialen Ethik zu identifizieren, damit ein gutes Verhältnis zwischen „ich möchte“ und „ich gebe“ entstehen kann.</p>
<p>Ich muss bedenken, nur aus der Kraft und Leitung des Heiligen Geistes zu handeln, um nicht selbst ein Opfer der eigenen Leistung zu werden. Erst die Beziehung zu Gott ermöglicht uns eine lebendige und situationsbezogene Verkündigung des Reiches Gottes.</p>
<p><strong>Die Gemeinde</strong></p>
<p>Die Gemeinden sind gefordert, eine den Bedürfnissen ihres Umfeldes angepasste Vision in die Gemeinde hineinzutragen und dort evangelistische Schwerpunkte zu setzten. Diese Vision muss der Gemeinde vorgelebt und regelmässig kommuniziert werden.</p>
<p>Die Gemeinden sind gefordert einerseits einen Platz des Heils und der Wiederherstellung anzubieten anderseits aber auch die Mitglieder herauszufordern den Worten Taten folgen zu lassen.</p>
<p>Der Dienst am Wort muss für die Gemeinden zur Ermutigung und zur Umsetzung geschehen. Die Christen sollen neu mit einer Liebe zum Evangelium und zu den Verlorenen erfüllt werden. Sie sollen praktische Hinweise für ihren Alltag erhalten, und nicht bloss theologische Gedankengebäude. Der Einzelne soll ermutigt werden nach seinen Möglichkeiten zu wirken und Teil der Heilsgeschichte zu sein.</p>
<p>Die Gemeinde muss lernen, nicht die Menschen zu verurteilen, sondern die Sünde. z. B. sollen Homosexuelle als Menschen angenommen und geliebt werden, und in Beziehung zu ihnen auf einem Prozess der Veränderung begleitet werden.</p>
<p>Die Gemeinde soll die Christen darin fördern Projekte wie Sprachschulen oder Kulturtreffs aufzubauen, um Menschen zu erreichen. Die Gemeinde hat die Aufgabe Projekte anzustossen und zu unterstützen, wo einzelne Christen überfordert sind. Sie trägt dabei auch eine finanzielle Verantwortung.</p>
<div class="shr-publisher-342"></div><!-- Start Shareaholic LikeButtonSetBottom Automatic --><div style="clear: both; min-height: 1px; height: 3px; width: 100%;"></div><div class='shareaholic-like-buttonset' style='float:none;height:30px;'><a class='shareaholic-fblike' data-shr_layout='button_count' data-shr_showfaces='false' data-shr_href='http%3A%2F%2Fblog.igw.edu%2F2009%2F07%2F15%2Fdie-ekklesiologischen-auswirkungen-24%2F' data-shr_title='Die+ekklesiologischen+Auswirkungen+%282%2F4%29+'></a><a class='shareaholic-googleplusone' data-shr_size='medium' data-shr_count='true' data-shr_href='http%3A%2F%2Fblog.igw.edu%2F2009%2F07%2F15%2Fdie-ekklesiologischen-auswirkungen-24%2F' data-shr_title='Die+ekklesiologischen+Auswirkungen+%282%2F4%29+'></a></div><div style="clear: both; min-height: 1px; height: 3px; width: 100%;"></div><!-- End Shareaholic LikeButtonSetBottom Automatic -->]]></content:encoded>
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		<item>
		<title>Die ekklesiologischen Auswirkungen (1/4)</title>
		<link>http://blog.igw.edu/2009/07/13/die-ekklesiologischen-auswirkungen-14/</link>
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		<pubDate>Mon, 13 Jul 2009 13:23:48 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[„Eine für die Herausforderungen des 21. Jahrhunderts relevante Kirche ist eine Kirche, die sich als Manifestation des Reiches Gottes begreift und entsprechend handelt.“ Im März 2009 hat IGW „12 Thesen zur missionalen Theologie“ veröffentlicht, die seither rege diskutiert werden. Viele fragen sich: „Was bedeutet dieser Satz für mein persönliches Leben und für das meiner Kirche [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<!-- Start Shareaholic LikeButtonSetTop Automatic --><!-- End Shareaholic LikeButtonSetTop Automatic --><p><em>„Eine für die Herausforderungen des 21. Jahrhunderts relevante Kirche ist eine Kirche, die sich als Manifestation des Reiches Gottes begreift und entsprechend handelt.“</em></p>
<p>Im März 2009 hat IGW „12 Thesen zur missionalen Theologie“ veröffentlicht, die seither rege diskutiert werden. Viele fragen sich: „Was bedeutet dieser Satz für mein persönliches Leben und für das meiner Kirche / meiner Gemeinschaft / meines Werkes?“ Der nachfolgende Post in ein Gastbeitrag von Remo Kleiner-Dunkel, Marcus Kümin und Sarah Nullmeyer, der sich mit der obigen These (9/12) auseinandersetzt.</p>
<p>Wie ist Manifestation von Gottes Reich zu verstehen?</p>
<p>Die Evangelien geben uns die Antwort: Jesus war es, welcher das Reich Gottes in umfassender Weise manifestierte. So sagte er im Hinblick auf sich selbst: <em>„Die Zeit ist erfüllt und das Reich Gottes ist nahe herbeigekommen. Tut Busse und glaubt an das Evangelium (Mk 1,15)!“</em> Durch die Inkarnation Jesu ist das Reich Gottes auf dieser Erde angebrochen und wird bei seiner Wiederkunft vollendet werden. Die Seligpreisungen und Verhaltensregeln, welche in der Bergpredigt (Mt 5,1-7,29) enthalten sind, machen deutlich, was das Reich Gottes ausmacht. Paulus sagt: <em>„Denn das Reich Gottes ist nicht Essen und Trinken, sondern Gerechtigkeit und Friede und Freude im Heiligen Geist (Röm 14,17).“ </em>Wahre Gerechtigkeit, wahrer Friede und wahre Freude können nur da herrschen, wo Menschen in der Kraft des Heiligen Geistes mit Gott und miteinander versöhnt sind. Die örtlichen Gemeinden sind der Ort, wo dies möglich ist. In ihnen wird Gottes Reich konkret. Das Reich Gottes ist also da, wo die Herrschaft Christi aufgerichtet wird; da, wo ER Herrschaft ausüben kann. Da, wo Menschen sich in Jesu Bild umgestalten lassen, wird das Reich Gottes Fleisch. Dort wird es sichtbar und erfahrbar. Aus diesem Grund liegt es nicht an, dass wir Gottes Reich nur innerhalb unserer Kirchenmauern geniessen und auf den Tag zu warten, an dem Jesus wieder kommt, sondern wir sind dazu berufen sind, Gottes Reich auch ausserhalb unserer Mauern in der Gesellschaft zu manifestieren. In erster Linie geschieht das, indem jeder Gläubige und wir als ganze Gemeinde in unserem Umfeld versuchen, Licht und Salz (Mt 5,13ff) zu sein. Dieses Sein mündet ins Tun (Jak. 3,1). Es ist ein sich ständig entwickelndes Bewusstsein dessen, was wir in Christus sind, was es bedeutet, dass er in uns lebt und durch uns wirkt. Die Umgestaltung jedes Individuums und somit der gesamten Gemeinschaft in Jesu Bild, generiert diesen missionalen Zustand.</p>
<p>Was bedeutet dies nun für uns konkret?</p>
<p>In unserer Diskussion, welcher dem Verfassen dieses Posts vorausgegangen war, wurde uns klar, dass die Menschen in unserem persönlichen sowie unserem Gemeindeumfeld allesamt mit ähnlichen Problemen zu kämpfen haben. So haben wir es mit Alleinerziehenden, Arbeitslosen, Beziehungsgestörten, schlecht integrierten Ausländern, „wohlstandsverwahrlosten“ Kindern und Erwachsenen, usw. zu tun. Der Sumpf, um es mit den Worten von Frost zu benennen, liegt also direkt vor unserer Haustüre. Und das Beste: Jeder von uns kann etwas tun! Vorausgesetzt, wir gehen mit offenen Augen durchs Leben und verleugnen oder verdrängen nicht die vorherrschenden Zustände. Aktiv werden können wir zum Beispiel, indem sich jemand von uns an seinem Arbeitsplatz für einen Arbeitskollegen stark macht, welcher von anderen gemobbt wird. Oder indem sich eine christliche Wohngemeinschaft einer alleinerziehenden, arbeitslosen Mutter annimmt und ihr dabei hilft, Bewerbungen zu schreiben. Erst in ihrer konkreten Handlung AN der Welt und das Sein der Kirche IN der Welt, wird die Relevanz der Kirche FÜR die Welt sichtbar. Es müssen jedoch nicht zwingend in jedem Fall alle Mitglieder einer Kirche an demselben missionalen Projekt mitarbeiten, damit die Kirche als Ganzes das Gütesiegel „gesellschaftsrelevant“ erhält. Sie erhält es dann, wenn sich die Kirche als Kollektiv von Menschen versteht, welche über ein missionales Selbstverständnis verfügen und versuchen, Gottes Reich in ihrem spezifischen Umfeld konkret zu manifestieren.</p>
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		<title>Die christologische Begründung (2/2)</title>
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		<pubDate>Thu, 09 Jul 2009 19:29:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael</dc:creator>
				<category><![CDATA[Missionale Theologie]]></category>
		<category><![CDATA[Christologie]]></category>
		<category><![CDATA[Gemeindebau]]></category>
		<category><![CDATA[missional]]></category>
		<category><![CDATA[missionale Gemeinde]]></category>
		<category><![CDATA[missionales Leben]]></category>
		<category><![CDATA[mitten im Leben]]></category>

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		<description><![CDATA[„Missionale Theologie findet dort statt, wo in der Kraft des Heiligen Geistes das Evangelium von Jesus Christus und der Ruf zum Glauben verkündet, wo Gewalt eingedämmt, soziale Gerechtigkeit geübt, aus Armut und Unterdrückung befreit und Menschen zu Würde verholfen wird (Lk 4,18-19; Mt 10,6-8).“ Im März 2009 hat IGW „12 Thesen zur missionalen Theologie“ veröffentlicht, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<!-- Start Shareaholic LikeButtonSetTop Automatic --><!-- End Shareaholic LikeButtonSetTop Automatic --><p><em>„Missionale Theologie findet dort statt, wo in der Kraft des Heiligen Geistes das Evangelium von Jesus Christus und der Ruf zum Glauben verkündet, wo Gewalt eingedämmt, soziale Gerechtigkeit geübt, aus Armut und Unterdrückung befreit und Menschen zu Würde verholfen wird (Lk 4,18-19; Mt 10,6-8).“</em></p>
<p>Im März 2009 hat IGW „12 Thesen zur missionalen Theologie“ veröffentlicht, die seither rege diskutiert werden. Viele fragen sich: „Was bedeutet dieser Satz für mein persönliches Leben und für das meiner Kirche / meiner Gemeinschaft / meines Werkes?“ Der nachfolgende Post in ein Gastbeitrag von Wilhelm Risto, Karin Rutschi und Roman Zurbrügg, der sich mit der obigen These (8/12) auseinandersetzt.</p>
<p>Wir diskutieren die These anhand eines Fallbeispieles. Schilderung der Situation:</p>
<p>Eine Frau verdiente ihren Lebensunterhalt indem sie sich prostituierte und leidet heute an einer tödlichen Krankheit. Angesichts ihrer Krankheit macht sie sich nun Gedanken über den Tod. Dazu kommen die Sorgen über ihre hohe Verschuldung. Isoliert von der Gesellschaft verzweifelt die Frau mit ihren überwältigenden Herausforderungen an ihrer Einsamkeit. Via Internetseelsorge lernt sie eines unserer Gruppenmitglieder kennen. Unsere Frage ist: Wie können wir ihr helfen? Wie ist Hilfe in dieser Situation von der missionalen Theologie her zu verstehen?</p>
<p>Mit einer besonderen Sicht für die seelische Not, würde ich mich z. B. ausschliesslich darum bemühen, dass die Frau ihr Leben Jesus übergibt, indem ich ihr in der Kraft des Heiligen Geistes verbal das Evangelium von Jesus Christus verkündige, sie zum Bekennen ihrer Sünden, und zum Annehmen des Geschenkes des ewigen Lebens führe und ihr im Namen Jesu die Vergebung ihrer Sünden zuspreche. Die soziale Not würde ich dabei vielleicht vernachlässigen. Mit einer besonderen Sicht für die soziale Not würde ich mich z. B. um die Sanierung ihrer Schulden kümmern, sie regelmässig besuchen und allgemein ihre Lebensumstände zu optimieren versuchen. Die Heilung ihrer Seele durch die Verkündigung des Evangeliums würde ich dabei vielleicht vernachlässigen. Missionale Theologie verstehen wir nun als die praktische Verbindung der soeben beispielhaft beschriebenen Paradigmen. Missionale Theologie kümmert sich also nicht entweder um die eine oder andere Not, sondern sowohl um die eine als auch um die andere!</p>
<p>Für unsere Gemeinden bedeutet dieses Bewusstsein folgendes: Wenn wir uns bisher um die Gaben des Geistes bemüht und sie ausgeübt haben, dann tun wir das auch weiterhin. Wenn nicht, dann beginnen wir damit. Denn Gottes Mission geschieht seiet Pfingsten durch Nachfolger Jesu, welche mitten in der Not dieser Welt durch die Kraft des Heiligen Geistes in Wort und Tat das Reich Gottes verkündigen und ausdehnen. Wo in unseren Gemeinden bisher die Gläubigen darin zugerüstet wurden, auch selber das Evangelium mit Worten zu verkündigen, soll dies auch weiterhin geschehen. Wo nicht, gilt es, dies zu fördern. Wo in unseren Gemeinden bisher die Gläubigen darin zugerüstet wurden, durch konkretes Handeln und Agieren Gottes Reich auszudehnen, soll dies auch weiterhin geschehen. Wo nicht, gilt es dies zu fördern. Missionale Theologie fördert in unseren Gemeinden ein missionales Selbstverständnis, indem das volle Evangelium verkündet, ein Leben aus der Kraft des Heiligen Geistes angestrebt und geübt, das Evangelium von Jesus Christus durch alle Gläubigen verkündet und gleichzeitig mit entsprechenden Taten und Aktionen Gottes Reich ausgedehnt wird.</p>
<p>Fazit: Missionale Theologie muss sich in der Gemeinde in praktischer Förderung eines missionalen Lebensstils äussern.</p>
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