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	<title>Der IGW-Blog&#187; missionale Gemeinde</title>
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	<description>Theologie für Mensch, Kirche, Gesellschaft</description>
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		<title>„Jesus ist und bleibt ein Unruhestifter“</title>
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		<pubDate>Wed, 27 Apr 2011 15:49:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael</dc:creator>
				<category><![CDATA[Missionale Theologie]]></category>
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		<description><![CDATA[Was würde Jesus tun, wenn er heute wieder als Mensch auf dieser Erde leben würde? Hätte er eine eigene Homepage mit der Adresse www.jesus.com? Wäre immer erreichbar dank seines Handys und des ISDN-Anschlusses? Würde er seine Botschaften per Fax und Email verbreiten? Nicht nur ich habe mich mit der Frage „What would Jesus do&#8221; auseinander [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<!-- Start Shareaholic LikeButtonSetTop Automatic --><!-- End Shareaholic LikeButtonSetTop Automatic --><p>Was würde Jesus tun, wenn er heute wieder als Mensch auf dieser Erde leben würde? Hätte er eine eigene Homepage mit der Adresse www.jesus.com? Wäre immer erreichbar dank seines Handys und des ISDN-Anschlusses? Würde er seine Botschaften per Fax und Email verbreiten?</p>
<p>Nicht nur ich habe mich mit der Frage „What would Jesus do&#8221; auseinander gesetzt, sondern auch zahlreiche Magazine und Zeitschriften durchgeforstet. Bei der Suche nach brauchbaren Artikeln zu diesem Thema ist mir aufgefallen, wie populär Jesus heute noch ist. Es gab fast keine Zeitschrift, die ihm nicht einen Bericht zur Jahrtausendwende widmete. Nicht alle waren positiv, einige nur historische Abhandlungen, viele berichteten nicht sehr schmeichelhaft und ziemlich verallgemeinernd über die Taten der Kirche und deren Mitglieder.</p>
<p><em>„Das zweite Jahrtausend nach Christi Geburt geht dem Ende zu. Und siehe da, der, mit dem alles begann, ist auch heute noch einer der einflussreichsten und berühmtesten Männer dieser Welt.“</em> weiss das NZZ Folio in der Dezemberausgabe des letzten Jahres zu berichten: <em>„Und weil in seinem Namen Raubzüge und Kriege geführt wurden – als Märtyrer blieb Jesus nicht allein. ‚An ihren Früchten soll man sie erkennen‘, sagt die Bibel. Aber bekommt ein Religionsgründer tatsächlich immer die Jünger, die er verdient?“</em> fragt die Aurorin Ursula von Arx kritisch weiter. Im Schweizerischen Nachrichtenmagazin Facts erschien Ende Mai 1999 ein Artikel mit dem Titel ‚2000 Jahre Verrat und Missbrauch‘. Ekkehard Stegemann, Professor der Theologie in Basel, sagte zu diesem Thema: <em>„Vermutlich würde Jesus sich darüber mokieren, dass die Kirche die Hoffnung auf das Reich Gottes aufgegeben hat und sich selber an diese Stelle des Reiches gesetzt hat.&#8221;</em> Der Schluss, den Facts daraus zieht, ist folgender: <em>„Die Christen sind Jesus und seinem Liebesgebot nicht nachgefolgt. Das ist die Bilanz nach 2000 Jahren.“</em> Ein hartes Urteil.</p>
<p>Adolf Holl, entlassener Kaplan, Kirchenkritiker und österreichischer Schriftsteller, fragte in einem Interview des Brückenbauers: <em>„Sind wir nicht einfach zu fett, um Gott zu uns durchkommen zu lassen?“</em> Auf die Frage, was Jesus über das Geld sagen würde, antwortete derselbe: <em>„Dieser Jesus-Impuls, sein Leben für die Brüder und Schwestern hinzugeben, ist ein Stachel im Fleisch der christlich geprägten Gesellschaften. Wir haben 2000 Jahre hinter uns und haben gesehen, dass nur radikale Eliten diesen Jesus-Impuls in Tat umgesetzt haben &#8211; zum Beispiel eben Franz von Assisi. Die Kirchen stecken bis zum Hals in den Aktien drinnen &#8211; gezwungenermassen. Sie sollten bloss nicht am falschen Ort investieren. Die Bischöfe brauchen Geld, um die Dächer ihrer Kathedralen zu renovieren. Dies anzuprangern liegt mir fern. Nur spürt man im Christentum immer eine Spannung zwischen den alltäglichen Notwendigkeiten und dem Blick auf den Gekreuzigten. Dieser Stachel im Fleisch erzeugt nicht nur Unbehagen, sondern auch eine Dynamik, die die Entwicklung der Gesellschaft vorantreibt. Der christliche Motor ist immer noch da!&#8221;</em></p>
<p>Ob den heutigen Christen die rechte ‚Inbrunst‘ fehle, fragt der Brückenbauer weiter. Adolf Holl meint dazu: <em>„Es fehlt ihnen die Wucht und die Kraft. Ich fühle mich an einen Hühnerhof erinnert. Manchmal wird mit den Flügeln geschlagen und damit Staub aufgewirbelt. Dann fangen sie wieder an, ihre Körner zu picken, denn fliegen können sie ja nicht. Gackern können sie.&#8221;</em></p>
<p>Christian Waefler, Redakteur des Brückenbauers, schrieb in der Dezemberausgabe: <em>„Die Botschaft Christi ist immer noch hochaktuell.&#8221;</em> In derselben Ausgabe sagte Holl: <em>„Jesus ist kein Baldrian für gestresste Wohlstandsbürger. Er ist und bleibt ein Unruhestifter. Seine Botschaft ist aktuell, aber auch unbequem.&#8221;</em> Weiter meinte er: <em>„Jesus war ein sozialer Aussenseiter und wäre es auch heute noch. Für ihn würde es keinen Sinn machen, dass die Reichen noch reicher werden, während die andern um ihre Arbeit bangen müssen.&#8221;</em> Zum Thema Abtreibung meinte der Schriftsteller: <em>„Vielleicht würde der Sohn Gottes wieder sagen: ‚Wer ohne Sünde ist, der werfe den ersten Stein.‘&#8221;</em> Für Adolf Holl ist Jesus immer noch der &#8220;Leitstern&#8221;. Zitat: <em>&#8220;Die US Library of Congress führt 17239 Buchtitel über Jesus Christus. Und da soll noch jemand sagen, er habe ausgedient.&#8221;</em></p>
<p>Ernst Sieber, Obdachlosenpfarrer aus Zürich, sagte in einem Interview: <em>„Jesus würde immer noch mit den Leuten, besonders mit den Aussenseitern, ‚zusammen hocken‘. Er hat nie gesagt, dass du zuerst Christ sein musst, damit du mit ihm aus dem gleichen Teller löffeln kannst, er würde dir einfach den Löffel reichen.&#8221;</em></p>
<p>Albert Ziegler, Jesuit und Unternehmensberater, zum Thema: <em>„Jesus würde sich wieder auf die Seite der Armen stellen. Und das heisst nicht nur auf die Seite der finanziell Armen. Die Option der Armen zeigt sich in der Forderung nach gerechten sozialen Strukturen.&#8221;</em></p>
<p>Die Meinungen über Jesus gehen auseinander, die Artikel sind so verschieden wie ihre Autoren, viele schrieben negative, populistische Berichte. Aber das ist eigentlich nebensächlich, denn im Endeffekt geht es darum, dass das Thema ‚Jesus‘ noch lange nicht abgeschlossen ist, und es auch nie sein wird. Man kann nicht einfach an ihm vorbei gehen: „Jesus ist und bleibt ein Unruhestifter. Seine Botschaft ist aktuell, aber auch unbequem.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="text-decoration: underline">Nachwort: </span><br />
Dieser Artikel wurde vor bald 12 Jahren von Sara Trummer verfasst (1999). Ich habe ihn im Jahr 2000 als Pastor in unserer Gemeindezeitschrift veröffentlicht. Abgesehen von ein paar technischen Veränderungen (ISDN, Fax statt Internet, Web und SMS) ist er nach wie vor hochaktuell!</p>
<p>Das ist irgendwie faszinierend und gleichzeitig auch ernüchternd. Könnte es sein, dass sich trotz aller Veränderungen und Aktionen, die in den letzten Jahren ins Land gingen, an den wesentlichen Punkten gar nicht so wahnsinnig viel geändert hat? Die Aussagen von 1999 fordern mich jedenfalls grundsätzlich und existentiell heraus: <em>„Vermutlich würde Jesus sich darüber mokieren, dass die Kirche die  Hoffnung auf das Reich Gottes aufgegeben hat und sich selber an diese  Stelle des Reiches gesetzt hat.&#8221;</em> oder: <em>&#8220;Dieser Jesus-Impuls, sein Leben für die Brüder und Schwestern  hinzugeben, ist ein Stachel im Fleisch der christlich geprägten  Gesellschaften. Wir haben 2000 Jahre hinter uns und haben gesehen, dass  nur radikale Eliten diesen Jesus-Impuls in Tat umgesetzt haben &#8211; zum  Beispiel eben Franz von Assisi.&#8221; </em>und viele andere Zitate sind aktuell und unbequem. Welche Antworten finden wir als Christen im 21. Jh. auf die heutigen gesellschaftlichen Herausforderungen? Berühren sie uns überhaupt? Interessieren sie uns? Man könnte auch fragen: Wer ist Jesus für uns heute? Was bedeutet ein Leben mit Jesus Christus für uns heute? Oder ganz einfach: Was würde Jesus tun, wenn er an unserer Stelle heute hier auf dieser Erde leben würde?</p>
<p>Ich bin gespannt auf die Antworten, die wir auf diese Fragen finden bzw. welche unsere Leben auf diese Fragen geben. Und ich hoffe, dass Jesus uns keine Ruhe lässt, bis wir eine passende Antwort gefunden haben, denn das sind wir dieser Welt schlicht schuldig. Schliesslich nennen wir uns Christen und tragen seinen Namen.</p>
<div class="shr-publisher-872"></div><!-- Start Shareaholic LikeButtonSetBottom Automatic --><div style="clear: both; min-height: 1px; height: 3px; width: 100%;"></div><div class='shareaholic-like-buttonset' style='float:none;height:30px;'><a class='shareaholic-fblike' data-shr_layout='button_count' data-shr_showfaces='false' data-shr_href='http%3A%2F%2Fblog.igw.edu%2F2011%2F04%2F27%2F%25e2%2580%259ejesus-ist-und-bleibt-ein-unruhestifter%25e2%2580%259c%2F' data-shr_title='%E2%80%9EJesus+ist+und+bleibt+ein+Unruhestifter%E2%80%9C'></a><a class='shareaholic-googleplusone' data-shr_size='medium' data-shr_count='true' data-shr_href='http%3A%2F%2Fblog.igw.edu%2F2011%2F04%2F27%2F%25e2%2580%259ejesus-ist-und-bleibt-ein-unruhestifter%25e2%2580%259c%2F' data-shr_title='%E2%80%9EJesus+ist+und+bleibt+ein+Unruhestifter%E2%80%9C'></a></div><div style="clear: both; min-height: 1px; height: 3px; width: 100%;"></div><!-- End Shareaholic LikeButtonSetBottom Automatic -->]]></content:encoded>
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		<title>Die ekklesiologischen Auswirkungen (4/4 &#8211; Schluss)</title>
		<link>http://blog.igw.edu/2009/07/24/die-ekklesiologischen-auswirkungen-44-schluss/</link>
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		<pubDate>Fri, 24 Jul 2009 15:39:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael</dc:creator>
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		<description><![CDATA[&#8220;Die Kirche kann ihren Auftrag nur erfüllen, wenn sie sich als Alternative zu gottfeindlichen und lebenszerstörerischen Tendenzen in der Gesellschaft versteht. Als Kontrastgesellschaft kann sie umfassend und glaubhaft göttliches Heilshandeln veranschaulichen und zugänglich machen und so die Gesellschaft tiefgreifend verändern.&#8221; Viele fragen sich: Was bedeutet dieser Satz für mein persönliches Leben und für das meiner [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<!-- Start Shareaholic LikeButtonSetTop Automatic --><!-- End Shareaholic LikeButtonSetTop Automatic --><h2><em><span style="font-weight: normal;">&#8220;Die Kirche kann ihren Auftrag nur erfüllen, wenn sie sich als Alternative zu gottfeindlichen und lebenszerstörerischen Tendenzen in der Gesellschaft versteht. Als Kontrastgesellschaft kann sie umfassend und glaubhaft göttliches Heilshandeln veranschaulichen und zugänglich machen und so die Gesellschaft tiefgreifend verändern.&#8221;</span></em></h2>
<p>Viele fragen sich: Was bedeutet dieser Satz für mein persönliches Leben und für das meiner Kirche / meiner Gemeinschaft / meines Werkes? Der nachfolgende Post ist ein Gastbeitrag von Fabian Baumgartner, Heinz Berger und Peter Mosimann, der sich mit der obigen These (12/12) auseinandersetzt. Damit endet die Serie der Gastbeiträge der IGW-Studierenden, welche die im März 2009 veröffentlichten „12 Thesen zur missionalen Theologie“ von IGW betrachteten.</p>
<p>Als wir diese These zusammen diskutierten, wurden uns einige Punkte enorm wichtig, die jede Gemeinde und jedes Gemeindemitglied im Auge behalten sollte, egal aus welcher Denomination man stammt.</p>
<p>Es ist als Gemeinde entscheidend wichtig zu verstehen, dass draussen vor den Türen nicht die böse und kaputte Welt anfängt, mit deren man nichts zu tun haben will, sondern dass wir als Gemeinde DIE Alternative zu den gottesfeindlichen und lebenszerstörerischen Tendenzen sind. Wir dürfen nicht erwarten, dass die kirchendistanzierten Menschen draussen vor den Gemeinden sehnsüchtig darauf warten, dass wir einmal in der Woche, und zwar am Sonntag, die Türen für eine Stunde öffnen und sie dann in Scharen auf unseren Stühlen Platz nehmen. In einer Zeit, in welcher ein Grossteil der Menschen in der Schweiz keinen kirchlichen Hintergrund mehr hat, müssen wir als Gemeinde das göttliche Heilshandeln nach draussen tragen und den Menschen dieses Heilshandeln veranschaulichen.</p>
<p>Wie Frost an der Konferenz erklärte, muss die Mission das organisierende Prinzip einer Gemeinde sein. Und wir verstehen Mission nicht „nur“ so, dass wir als Gemeinde eine Missionarin nach Bolivien aussenden. Wie es auch schon in anderen Blogs oder Statements aufgegriffen wurde, ist es wichtig, dass in der Gemeinde die Gemeindemitglieder immer wieder herausgefordert, motiviert und angeleitet werden, missional zu leben und so richtig in die säkulare Gesellschaft einzutauchen. Und dieses Eintauchen kann 1000 verschiedene Gesichter haben. Ob das ein Treffen unter Mütter auf dem Quartiersspielplatz, ein regelmässiger Pokerabend mit nichtchristlichen Freunden, die Mitgliedschaft in einer Wandergruppe oder ein Verein der Modelleisenbahnfreunde ist &gt; wenn wir als Königskinder des höchsten Gottes immer wieder in diese Subkulturen eintauchen und durch unser Leben und Handeln Gott veranschaulichen, dann wird das die Gesellschaft spürbar verändern. Das Leben in diesen Subkulturen ist natürlich eine grosse Herausforderung. Wenn man missional lebt, ist man immer im Spannungsfeld zwischen mitmachen/mitlachen und sich zurückhalten – oder wie es Frost ausdrückte: widerstehen und sich darauf einlassen. Aber dieser schönen Herausforderung sollten wir uns alle stellen und nicht aus Angst vor einem Fehltritt die Augen vor den Subkulturen verschliessen. Die Menschen in diesen Subkulturen erreichen, mit ihnen das Leben teilen, ihnen das göttliche Heilshandeln aufzeigen und sie einfach zu lieben &gt; das soll unsere Perspektive sein. Und aus eigenen Erfahrungen wissen wir, dass es wunderschön und erbauend ist, wenn wir Freundschaften zu anderen Menschen in diesen Subkulturen schliessen und mit ihnen das Leben teilen.</p>
<p>Wenn unsere Gemeinden die Mission als organisierendes Prinzip sehnen, werden die anderen Bereiche wie Anbetungszeiten, Gottesdienste, Jüngerschaft oder Gemeinschaft einen ganz anderen Stellenwert erhalten. Wenn wir die Menschen unserer Zeit in den Subkulturen erreichen, können wir noch vielen Menschen die Gemeinde zugänglich machen und ihnen auch ein Zuhause sein. Deshalb sollten die Menschen in unseren Gemeinden immer wieder darin angeleitet werden, wie jede/r Einzelne in diesen Subkulturen leben kann oder wie auch Dienstzweige der Gemeinde als Gruppe in den „Sumpf“ steigen und dort Gottes Heilshandeln veranschaulichen.</p>
<div class="shr-publisher-358"></div><!-- Start Shareaholic LikeButtonSetBottom Automatic --><div style="clear: both; min-height: 1px; height: 3px; width: 100%;"></div><div class='shareaholic-like-buttonset' style='float:none;height:30px;'><a class='shareaholic-fblike' data-shr_layout='button_count' data-shr_showfaces='false' data-shr_href='http%3A%2F%2Fblog.igw.edu%2F2009%2F07%2F24%2Fdie-ekklesiologischen-auswirkungen-44-schluss%2F' data-shr_title='Die+ekklesiologischen+Auswirkungen+%284%2F4+-+Schluss%29'></a><a class='shareaholic-googleplusone' data-shr_size='medium' data-shr_count='true' data-shr_href='http%3A%2F%2Fblog.igw.edu%2F2009%2F07%2F24%2Fdie-ekklesiologischen-auswirkungen-44-schluss%2F' data-shr_title='Die+ekklesiologischen+Auswirkungen+%284%2F4+-+Schluss%29'></a></div><div style="clear: both; min-height: 1px; height: 3px; width: 100%;"></div><!-- End Shareaholic LikeButtonSetBottom Automatic -->]]></content:encoded>
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		<title>Die ekklesiologischen Auswirkungen (3/4)</title>
		<link>http://blog.igw.edu/2009/07/20/die-ekklesiologischen-auswirkungen-34/</link>
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		<pubDate>Mon, 20 Jul 2009 16:16:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael</dc:creator>
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		<description><![CDATA[„Frieden und Gerechtigkeit sind den alttestamentlichen Propheten gemäss ein Hauptmerkmal des Reiches Gottes. In der Kirche bildet sich dieses Reich zeichenhaft ab, und darum gehört der Einsatz für Frieden und soziale Gerechtigkeit zum Auftrag der Kirche (Jes 2,2-4; 42,1-4; Mt 5,9; Röm 14,17).“ Im März 2009 hat IGW „12 Thesen zur missionalen Theologie“ veröffentlicht, die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<!-- Start Shareaholic LikeButtonSetTop Automatic --><!-- End Shareaholic LikeButtonSetTop Automatic --><p><em>„Frieden und Gerechtigkeit sind den alttestamentlichen Propheten gemäss ein Hauptmerkmal des Reiches Gottes. In der Kirche bildet sich dieses Reich zeichenhaft ab, und darum gehört der Einsatz für Frieden und soziale Gerechtigkeit zum Auftrag der Kirche (Jes 2,2-4; 42,1-4; Mt 5,9; Röm 14,17).“</em></p>
<p>Im März 2009 hat IGW „12 Thesen zur missionalen Theologie“ veröffentlicht, die seither rege diskutiert werden. Viele fragen sich: Was bedeutet dieser Satz für mein persönliches Leben und für das meiner Kirche / meiner Gemeinschaft / meines Werkes? Der nachfolgende Post ist ein Gastbeitrag von Rebekka Leiser, Beat Schneider und Andreas Schmid, der sich mit der obigen These (11/12) auseinandersetzt.</p>
<p>Gott wird sein Reich aufbauen (Jesaja 2,2-4). Der Messias kommt und wird uns Gerechtigkeit bringen, er wird das starke und das Schwache richten (Jesaja 42,1-4). Jesus spricht in der Bergpredigt davon, dass wir uns für Gerechtigkeit und Frieden einsetzen sollen (Mt 5,6-7). Aber er sagte auch, dass er nicht auf die Erde kam um uns Frieden zu bringen, sondern zur Trennung innerhalb des engsten sozialen Umfeldes; dabei betont er, dass es nicht angebracht ist, dass man einen Menschen mehr liebt als ihn (Mt 10,34-39).</p>
<p>Nach Jakobus 3,17f wird Frieden dem geschenkt, der nach Frieden und Gerechtigkeit trachtet, was aber nur dann gelingt, wenn wir uns nach Gottes Weisheit richten. Die Entscheidung zwischen Akzeptanz und Zurechtweisung, Gesetz und Gnade, Frieden und Gerechtigkeit liegt schlussendlich bei Gott und nicht bei uns. Wir können also danach streben, dass Frieden und Gerechtigkeit in unserer Kirche herrschen; sie können aber nicht einfach vorausgesetzt werden. Es bringt uns nichts, sich und den anderen etwas vorzumachen, und eine heuchlerische Scheinfrömmigkeit zur Schau zu stellen (Mt 6,1). Gerade die postmoderne Gesellschaft mit ihrem geschärften Sinn für Authentizität stört sich sehr daran, wenn wir uns christlicher aufführen, als wir sind. Die Frage ist, ob die traditionellen Kirchen die Kurve kriegen, und lernen, sich auf die veränderten Voraussetzungen einzulassen. Werden wir es schaffen, den Menschen unserer Zeit – aus welchem Umfeld sie auch kommen – sowohl die Gerechtigkeit Gottes, als auch seine Barmherzigkeit adäquat und persönlich näher zu bringen?</p>
<p>Was bedeutet das denn für eine missionale Kirche? Im Missionsauftrag von Mt 10 sendet Jesus seine Jünger gezielt an <em>Third Places</em>. Er fordert sie dabei auf, Orte aufzusuchen, an denen ihnen eine gewisse Akzeptanz entgegengebracht wird (Mt 10,13). Dabei dürfen wir darauf achten, uns gezielt an Menschen zu wenden, zu denen wir schon eine begünstigende Beziehung haben (z.B. gleiche Interessen, Hobbies, Beruf&#8230;) oder aber auch an solche, welche uns besonders am Herzen liegen (z.B. bestimmte Randgruppen). Es geht dann darum, sich in einer Subkultur niederzulassen, an ihrem Leben teilzunehmen, und sich konkret mit ihr zu identifizieren. Dort kann Frieden und Gerechtigkeit wachsen; wir sind gemeinsam unterwegs, lernen von einander und finden den Weg Gottes miteinander. Sollte der Frieden nicht einkehren, ist es erlaubt, zu neuen Ufern aufzubrechen (Mt 10,14).</p>
<p>Gottes Friedensreich ist noch nicht vollkommen; genauso wenig ist das endgültige Gericht gesprochen (vgl. Jes 2,4). Konflikte wird es bis dahin immer geben. Wir sind letztlich auf Gottes Gnade angewiesen, wollen wir in der Gemeinde in Frieden und Gerechtigkeit leben.</p>
<div class="shr-publisher-350"></div><!-- Start Shareaholic LikeButtonSetBottom Automatic --><div style="clear: both; min-height: 1px; height: 3px; width: 100%;"></div><div class='shareaholic-like-buttonset' style='float:none;height:30px;'><a class='shareaholic-fblike' data-shr_layout='button_count' data-shr_showfaces='false' data-shr_href='http%3A%2F%2Fblog.igw.edu%2F2009%2F07%2F20%2Fdie-ekklesiologischen-auswirkungen-34%2F' data-shr_title='Die+ekklesiologischen+Auswirkungen+%283%2F4%29'></a><a class='shareaholic-googleplusone' data-shr_size='medium' data-shr_count='true' data-shr_href='http%3A%2F%2Fblog.igw.edu%2F2009%2F07%2F20%2Fdie-ekklesiologischen-auswirkungen-34%2F' data-shr_title='Die+ekklesiologischen+Auswirkungen+%283%2F4%29'></a></div><div style="clear: both; min-height: 1px; height: 3px; width: 100%;"></div><!-- End Shareaholic LikeButtonSetBottom Automatic -->]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Die ekklesiologischen Auswirkungen (2/4)</title>
		<link>http://blog.igw.edu/2009/07/15/die-ekklesiologischen-auswirkungen-24/</link>
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		<pubDate>Wed, 15 Jul 2009 16:01:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael</dc:creator>
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		<description><![CDATA[„Die wichtigste Aufgabe der Kirche ist die Verkündigung des Evangeliums vom Reich Gottes und seinem gekreuzigten und auferstandenen König Jesus. Die Verkündigung des Evangeliums in Wort und Tat auf der ganzen Welt ist ein heilsgeschichtliches Muss (Mk 13,10).“ Was bedeutet dieser Satz für mein persönliches Leben und für das meiner Kirche / meiner Gemeinschaft / [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<!-- Start Shareaholic LikeButtonSetTop Automatic --><!-- End Shareaholic LikeButtonSetTop Automatic --><p><em>„Die wichtigste Aufgabe der Kirche ist die Verkündigung des Evangeliums vom Reich Gottes und seinem gekreuzigten und auferstandenen König Jesus. Die Verkündigung des Evangeliums in Wort und Tat auf der ganzen Welt ist ein heilsgeschichtliches Muss (Mk 13,10).“</em></p>
<p>Was bedeutet dieser Satz für mein persönliches Leben und für das meiner Kirche / meiner Gemeinschaft / meines Werkes? Der nachfolgende Post ist ein Gastbeitrag von Lukas Kernen, Elias Knupp und Alexander Maurer, der sich mit der obigen These (10/12) auseinandersetzt.</p>
<p><strong>Persönlich</strong></p>
<p>Ich bin gefordert meine Zeit so einzuteilen, dass die Verkündigung einen festen Platz bekommt. Das heisst z. B., dass ich bereit bin, überflüssige Gemeindesitzungen zu streichen und den Abend mit einem Freund in der Bar zu verbringen.</p>
<p>Ich bin gefordert, über meinen Schatten zu springen und mit offenen Augen durch den Alltag zu gehen und z.B. meiner Nachbarin im Winter Unterstützung im Schneeräumen anzubieten.</p>
<p>Ich bin gefordert, nicht nur am Sichtbaren und bekannten mitzuwirken, sondern auch im Kleinen zu dienen. Nicht nur die Predigt vor 200 Leuten soll mich motivieren sondern auch das Gespräch mit einer schwierigen Person.</p>
<p>Ich bin gefordert, dem Zeitgeist der persönlichen Verwirklichung entgegenzutreten und mich mit einer sozialen Ethik zu identifizieren, damit ein gutes Verhältnis zwischen „ich möchte“ und „ich gebe“ entstehen kann.</p>
<p>Ich muss bedenken, nur aus der Kraft und Leitung des Heiligen Geistes zu handeln, um nicht selbst ein Opfer der eigenen Leistung zu werden. Erst die Beziehung zu Gott ermöglicht uns eine lebendige und situationsbezogene Verkündigung des Reiches Gottes.</p>
<p><strong>Die Gemeinde</strong></p>
<p>Die Gemeinden sind gefordert, eine den Bedürfnissen ihres Umfeldes angepasste Vision in die Gemeinde hineinzutragen und dort evangelistische Schwerpunkte zu setzten. Diese Vision muss der Gemeinde vorgelebt und regelmässig kommuniziert werden.</p>
<p>Die Gemeinden sind gefordert einerseits einen Platz des Heils und der Wiederherstellung anzubieten anderseits aber auch die Mitglieder herauszufordern den Worten Taten folgen zu lassen.</p>
<p>Der Dienst am Wort muss für die Gemeinden zur Ermutigung und zur Umsetzung geschehen. Die Christen sollen neu mit einer Liebe zum Evangelium und zu den Verlorenen erfüllt werden. Sie sollen praktische Hinweise für ihren Alltag erhalten, und nicht bloss theologische Gedankengebäude. Der Einzelne soll ermutigt werden nach seinen Möglichkeiten zu wirken und Teil der Heilsgeschichte zu sein.</p>
<p>Die Gemeinde muss lernen, nicht die Menschen zu verurteilen, sondern die Sünde. z. B. sollen Homosexuelle als Menschen angenommen und geliebt werden, und in Beziehung zu ihnen auf einem Prozess der Veränderung begleitet werden.</p>
<p>Die Gemeinde soll die Christen darin fördern Projekte wie Sprachschulen oder Kulturtreffs aufzubauen, um Menschen zu erreichen. Die Gemeinde hat die Aufgabe Projekte anzustossen und zu unterstützen, wo einzelne Christen überfordert sind. Sie trägt dabei auch eine finanzielle Verantwortung.</p>
<div class="shr-publisher-342"></div><!-- Start Shareaholic LikeButtonSetBottom Automatic --><div style="clear: both; min-height: 1px; height: 3px; width: 100%;"></div><div class='shareaholic-like-buttonset' style='float:none;height:30px;'><a class='shareaholic-fblike' data-shr_layout='button_count' data-shr_showfaces='false' data-shr_href='http%3A%2F%2Fblog.igw.edu%2F2009%2F07%2F15%2Fdie-ekklesiologischen-auswirkungen-24%2F' data-shr_title='Die+ekklesiologischen+Auswirkungen+%282%2F4%29+'></a><a class='shareaholic-googleplusone' data-shr_size='medium' data-shr_count='true' data-shr_href='http%3A%2F%2Fblog.igw.edu%2F2009%2F07%2F15%2Fdie-ekklesiologischen-auswirkungen-24%2F' data-shr_title='Die+ekklesiologischen+Auswirkungen+%282%2F4%29+'></a></div><div style="clear: both; min-height: 1px; height: 3px; width: 100%;"></div><!-- End Shareaholic LikeButtonSetBottom Automatic -->]]></content:encoded>
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		<title>Die ekklesiologischen Auswirkungen (1/4)</title>
		<link>http://blog.igw.edu/2009/07/13/die-ekklesiologischen-auswirkungen-14/</link>
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		<pubDate>Mon, 13 Jul 2009 13:23:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael</dc:creator>
				<category><![CDATA[Missionale Theologie]]></category>
		<category><![CDATA[Ekklesiologie]]></category>
		<category><![CDATA[Gemeindebau]]></category>
		<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[gesellschaftsrelevant]]></category>
		<category><![CDATA[missional]]></category>
		<category><![CDATA[missionale Gemeinde]]></category>

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		<description><![CDATA[„Eine für die Herausforderungen des 21. Jahrhunderts relevante Kirche ist eine Kirche, die sich als Manifestation des Reiches Gottes begreift und entsprechend handelt.“ Im März 2009 hat IGW „12 Thesen zur missionalen Theologie“ veröffentlicht, die seither rege diskutiert werden. Viele fragen sich: „Was bedeutet dieser Satz für mein persönliches Leben und für das meiner Kirche [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<!-- Start Shareaholic LikeButtonSetTop Automatic --><!-- End Shareaholic LikeButtonSetTop Automatic --><p><em>„Eine für die Herausforderungen des 21. Jahrhunderts relevante Kirche ist eine Kirche, die sich als Manifestation des Reiches Gottes begreift und entsprechend handelt.“</em></p>
<p>Im März 2009 hat IGW „12 Thesen zur missionalen Theologie“ veröffentlicht, die seither rege diskutiert werden. Viele fragen sich: „Was bedeutet dieser Satz für mein persönliches Leben und für das meiner Kirche / meiner Gemeinschaft / meines Werkes?“ Der nachfolgende Post in ein Gastbeitrag von Remo Kleiner-Dunkel, Marcus Kümin und Sarah Nullmeyer, der sich mit der obigen These (9/12) auseinandersetzt.</p>
<p>Wie ist Manifestation von Gottes Reich zu verstehen?</p>
<p>Die Evangelien geben uns die Antwort: Jesus war es, welcher das Reich Gottes in umfassender Weise manifestierte. So sagte er im Hinblick auf sich selbst: <em>„Die Zeit ist erfüllt und das Reich Gottes ist nahe herbeigekommen. Tut Busse und glaubt an das Evangelium (Mk 1,15)!“</em> Durch die Inkarnation Jesu ist das Reich Gottes auf dieser Erde angebrochen und wird bei seiner Wiederkunft vollendet werden. Die Seligpreisungen und Verhaltensregeln, welche in der Bergpredigt (Mt 5,1-7,29) enthalten sind, machen deutlich, was das Reich Gottes ausmacht. Paulus sagt: <em>„Denn das Reich Gottes ist nicht Essen und Trinken, sondern Gerechtigkeit und Friede und Freude im Heiligen Geist (Röm 14,17).“ </em>Wahre Gerechtigkeit, wahrer Friede und wahre Freude können nur da herrschen, wo Menschen in der Kraft des Heiligen Geistes mit Gott und miteinander versöhnt sind. Die örtlichen Gemeinden sind der Ort, wo dies möglich ist. In ihnen wird Gottes Reich konkret. Das Reich Gottes ist also da, wo die Herrschaft Christi aufgerichtet wird; da, wo ER Herrschaft ausüben kann. Da, wo Menschen sich in Jesu Bild umgestalten lassen, wird das Reich Gottes Fleisch. Dort wird es sichtbar und erfahrbar. Aus diesem Grund liegt es nicht an, dass wir Gottes Reich nur innerhalb unserer Kirchenmauern geniessen und auf den Tag zu warten, an dem Jesus wieder kommt, sondern wir sind dazu berufen sind, Gottes Reich auch ausserhalb unserer Mauern in der Gesellschaft zu manifestieren. In erster Linie geschieht das, indem jeder Gläubige und wir als ganze Gemeinde in unserem Umfeld versuchen, Licht und Salz (Mt 5,13ff) zu sein. Dieses Sein mündet ins Tun (Jak. 3,1). Es ist ein sich ständig entwickelndes Bewusstsein dessen, was wir in Christus sind, was es bedeutet, dass er in uns lebt und durch uns wirkt. Die Umgestaltung jedes Individuums und somit der gesamten Gemeinschaft in Jesu Bild, generiert diesen missionalen Zustand.</p>
<p>Was bedeutet dies nun für uns konkret?</p>
<p>In unserer Diskussion, welcher dem Verfassen dieses Posts vorausgegangen war, wurde uns klar, dass die Menschen in unserem persönlichen sowie unserem Gemeindeumfeld allesamt mit ähnlichen Problemen zu kämpfen haben. So haben wir es mit Alleinerziehenden, Arbeitslosen, Beziehungsgestörten, schlecht integrierten Ausländern, „wohlstandsverwahrlosten“ Kindern und Erwachsenen, usw. zu tun. Der Sumpf, um es mit den Worten von Frost zu benennen, liegt also direkt vor unserer Haustüre. Und das Beste: Jeder von uns kann etwas tun! Vorausgesetzt, wir gehen mit offenen Augen durchs Leben und verleugnen oder verdrängen nicht die vorherrschenden Zustände. Aktiv werden können wir zum Beispiel, indem sich jemand von uns an seinem Arbeitsplatz für einen Arbeitskollegen stark macht, welcher von anderen gemobbt wird. Oder indem sich eine christliche Wohngemeinschaft einer alleinerziehenden, arbeitslosen Mutter annimmt und ihr dabei hilft, Bewerbungen zu schreiben. Erst in ihrer konkreten Handlung AN der Welt und das Sein der Kirche IN der Welt, wird die Relevanz der Kirche FÜR die Welt sichtbar. Es müssen jedoch nicht zwingend in jedem Fall alle Mitglieder einer Kirche an demselben missionalen Projekt mitarbeiten, damit die Kirche als Ganzes das Gütesiegel „gesellschaftsrelevant“ erhält. Sie erhält es dann, wenn sich die Kirche als Kollektiv von Menschen versteht, welche über ein missionales Selbstverständnis verfügen und versuchen, Gottes Reich in ihrem spezifischen Umfeld konkret zu manifestieren.</p>
<div class="shr-publisher-336"></div><!-- Start Shareaholic LikeButtonSetBottom Automatic --><div style="clear: both; min-height: 1px; height: 3px; width: 100%;"></div><div class='shareaholic-like-buttonset' style='float:none;height:30px;'><a class='shareaholic-fblike' data-shr_layout='button_count' data-shr_showfaces='false' data-shr_href='http%3A%2F%2Fblog.igw.edu%2F2009%2F07%2F13%2Fdie-ekklesiologischen-auswirkungen-14%2F' data-shr_title='Die+ekklesiologischen+Auswirkungen+%281%2F4%29'></a><a class='shareaholic-googleplusone' data-shr_size='medium' data-shr_count='true' data-shr_href='http%3A%2F%2Fblog.igw.edu%2F2009%2F07%2F13%2Fdie-ekklesiologischen-auswirkungen-14%2F' data-shr_title='Die+ekklesiologischen+Auswirkungen+%281%2F4%29'></a></div><div style="clear: both; min-height: 1px; height: 3px; width: 100%;"></div><!-- End Shareaholic LikeButtonSetBottom Automatic -->]]></content:encoded>
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		<title>Die christologische Begründung (2/2)</title>
		<link>http://blog.igw.edu/2009/07/09/die-christologische-begrundung-22/</link>
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		<pubDate>Thu, 09 Jul 2009 19:29:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael</dc:creator>
				<category><![CDATA[Missionale Theologie]]></category>
		<category><![CDATA[Christologie]]></category>
		<category><![CDATA[Gemeindebau]]></category>
		<category><![CDATA[missional]]></category>
		<category><![CDATA[missionale Gemeinde]]></category>
		<category><![CDATA[missionales Leben]]></category>
		<category><![CDATA[mitten im Leben]]></category>

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		<description><![CDATA[„Missionale Theologie findet dort statt, wo in der Kraft des Heiligen Geistes das Evangelium von Jesus Christus und der Ruf zum Glauben verkündet, wo Gewalt eingedämmt, soziale Gerechtigkeit geübt, aus Armut und Unterdrückung befreit und Menschen zu Würde verholfen wird (Lk 4,18-19; Mt 10,6-8).“ Im März 2009 hat IGW „12 Thesen zur missionalen Theologie“ veröffentlicht, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<!-- Start Shareaholic LikeButtonSetTop Automatic --><!-- End Shareaholic LikeButtonSetTop Automatic --><p><em>„Missionale Theologie findet dort statt, wo in der Kraft des Heiligen Geistes das Evangelium von Jesus Christus und der Ruf zum Glauben verkündet, wo Gewalt eingedämmt, soziale Gerechtigkeit geübt, aus Armut und Unterdrückung befreit und Menschen zu Würde verholfen wird (Lk 4,18-19; Mt 10,6-8).“</em></p>
<p>Im März 2009 hat IGW „12 Thesen zur missionalen Theologie“ veröffentlicht, die seither rege diskutiert werden. Viele fragen sich: „Was bedeutet dieser Satz für mein persönliches Leben und für das meiner Kirche / meiner Gemeinschaft / meines Werkes?“ Der nachfolgende Post in ein Gastbeitrag von Wilhelm Risto, Karin Rutschi und Roman Zurbrügg, der sich mit der obigen These (8/12) auseinandersetzt.</p>
<p>Wir diskutieren die These anhand eines Fallbeispieles. Schilderung der Situation:</p>
<p>Eine Frau verdiente ihren Lebensunterhalt indem sie sich prostituierte und leidet heute an einer tödlichen Krankheit. Angesichts ihrer Krankheit macht sie sich nun Gedanken über den Tod. Dazu kommen die Sorgen über ihre hohe Verschuldung. Isoliert von der Gesellschaft verzweifelt die Frau mit ihren überwältigenden Herausforderungen an ihrer Einsamkeit. Via Internetseelsorge lernt sie eines unserer Gruppenmitglieder kennen. Unsere Frage ist: Wie können wir ihr helfen? Wie ist Hilfe in dieser Situation von der missionalen Theologie her zu verstehen?</p>
<p>Mit einer besonderen Sicht für die seelische Not, würde ich mich z. B. ausschliesslich darum bemühen, dass die Frau ihr Leben Jesus übergibt, indem ich ihr in der Kraft des Heiligen Geistes verbal das Evangelium von Jesus Christus verkündige, sie zum Bekennen ihrer Sünden, und zum Annehmen des Geschenkes des ewigen Lebens führe und ihr im Namen Jesu die Vergebung ihrer Sünden zuspreche. Die soziale Not würde ich dabei vielleicht vernachlässigen. Mit einer besonderen Sicht für die soziale Not würde ich mich z. B. um die Sanierung ihrer Schulden kümmern, sie regelmässig besuchen und allgemein ihre Lebensumstände zu optimieren versuchen. Die Heilung ihrer Seele durch die Verkündigung des Evangeliums würde ich dabei vielleicht vernachlässigen. Missionale Theologie verstehen wir nun als die praktische Verbindung der soeben beispielhaft beschriebenen Paradigmen. Missionale Theologie kümmert sich also nicht entweder um die eine oder andere Not, sondern sowohl um die eine als auch um die andere!</p>
<p>Für unsere Gemeinden bedeutet dieses Bewusstsein folgendes: Wenn wir uns bisher um die Gaben des Geistes bemüht und sie ausgeübt haben, dann tun wir das auch weiterhin. Wenn nicht, dann beginnen wir damit. Denn Gottes Mission geschieht seiet Pfingsten durch Nachfolger Jesu, welche mitten in der Not dieser Welt durch die Kraft des Heiligen Geistes in Wort und Tat das Reich Gottes verkündigen und ausdehnen. Wo in unseren Gemeinden bisher die Gläubigen darin zugerüstet wurden, auch selber das Evangelium mit Worten zu verkündigen, soll dies auch weiterhin geschehen. Wo nicht, gilt es, dies zu fördern. Wo in unseren Gemeinden bisher die Gläubigen darin zugerüstet wurden, durch konkretes Handeln und Agieren Gottes Reich auszudehnen, soll dies auch weiterhin geschehen. Wo nicht, gilt es dies zu fördern. Missionale Theologie fördert in unseren Gemeinden ein missionales Selbstverständnis, indem das volle Evangelium verkündet, ein Leben aus der Kraft des Heiligen Geistes angestrebt und geübt, das Evangelium von Jesus Christus durch alle Gläubigen verkündet und gleichzeitig mit entsprechenden Taten und Aktionen Gottes Reich ausgedehnt wird.</p>
<p>Fazit: Missionale Theologie muss sich in der Gemeinde in praktischer Förderung eines missionalen Lebensstils äussern.</p>
<div class="shr-publisher-332"></div><!-- Start Shareaholic LikeButtonSetBottom Automatic --><div style="clear: both; min-height: 1px; height: 3px; width: 100%;"></div><div class='shareaholic-like-buttonset' style='float:none;height:30px;'><a class='shareaholic-fblike' data-shr_layout='button_count' data-shr_showfaces='false' data-shr_href='http%3A%2F%2Fblog.igw.edu%2F2009%2F07%2F09%2Fdie-christologische-begrundung-22%2F' data-shr_title='Die+christologische+Begr%C3%BCndung+%282%2F2%29'></a><a class='shareaholic-googleplusone' data-shr_size='medium' data-shr_count='true' data-shr_href='http%3A%2F%2Fblog.igw.edu%2F2009%2F07%2F09%2Fdie-christologische-begrundung-22%2F' data-shr_title='Die+christologische+Begr%C3%BCndung+%282%2F2%29'></a></div><div style="clear: both; min-height: 1px; height: 3px; width: 100%;"></div><!-- End Shareaholic LikeButtonSetBottom Automatic -->]]></content:encoded>
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		<title>missional.ch</title>
		<link>http://blog.igw.edu/2009/04/16/missionalch/</link>
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		<pubDate>Thu, 16 Apr 2009 15:19:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Cla</dc:creator>
				<category><![CDATA[Missionale Theologie]]></category>
		<category><![CDATA[missional.ch]]></category>
		<category><![CDATA[missionale Gemeinde]]></category>

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		<description><![CDATA[Hier könnte ein Treffpunkt aufgebaut werden für Interaktion, Reflexion und Suche zwecks kreativer Re-Definition, überraschender Wiederentdeckung und innovativer Restauration der Mission Gottes. Gefragt sind Denker wie Praktiker, welche die richtigen Fragen stellen und selbstkritisch sowie ausgewogen brauchbare Antworten vorschlagen, so dass Verbesserung, Korrektur oder Entwicklung auf konstruktive Weise initiiert oder verstärkt wird. So gelesen auf [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<!-- Start Shareaholic LikeButtonSetTop Automatic --><!-- End Shareaholic LikeButtonSetTop Automatic --><blockquote><p>Hier könnte ein Treffpunkt aufgebaut werden für Interaktion, Reflexion und Suche zwecks kreativer Re-Definition, überraschender Wiederentdeckung und innovativer Restauration der Mission Gottes. Gefragt sind Denker wie Praktiker, welche die richtigen Fragen stellen und selbstkritisch sowie ausgewogen brauchbare Antworten vorschlagen, so dass Verbesserung, Korrektur oder Entwicklung auf konstruktive Weise initiiert oder verstärkt wird.<img src="file:///C:/DOKUME~1/ecg/LOKALE~1/Temp/moz-screenshot.jpg" alt="" /></p></blockquote>
<p>So gelesen auf <a href="http://www.missional.ch" target="_blank">missional.ch</a> &#8211; einer Plattform im Werden. Was genau daraus werden soll, das s<img class="alignright size-medium wp-image-197" title="Vogelsitzung" src="http://blog.igw.edu/wp-content/uploads/2009/04/911583_66847171-300x225.jpg" alt="Vogelsitzung" width="300" height="225" />cheint noch recht offen zu sein:</p>
<blockquote><p>Es geht weniger um das Wissen als um das Tun. Auf dem Weg hin zu einer missionalen Theologie wird bereits fleissig gearbeitet. Unter dieser Adresse könnte beispielsweise im Rahmen eines Forschungsprojekts eine missionale Plattform aufgebaut werden. Bist du in missionaler Theolgie bereits Experte oder hast du praktische Erfahrungen gesammelt in missionalem Gemeindebau? Teile mit was du hast und hilf damit anderen.</p></blockquote>
<p>Na dann: auf einen weiteren anregenden Austausch und mutige Schritte vorwärts &#8211; hier und dort.</p>
<div class="shr-publisher-194"></div><!-- Start Shareaholic LikeButtonSetBottom Automatic --><div style="clear: both; min-height: 1px; height: 3px; width: 100%;"></div><div class='shareaholic-like-buttonset' style='float:none;height:30px;'><a class='shareaholic-fblike' data-shr_layout='button_count' data-shr_showfaces='false' data-shr_href='http%3A%2F%2Fblog.igw.edu%2F2009%2F04%2F16%2Fmissionalch%2F' data-shr_title='missional.ch'></a><a class='shareaholic-googleplusone' data-shr_size='medium' data-shr_count='true' data-shr_href='http%3A%2F%2Fblog.igw.edu%2F2009%2F04%2F16%2Fmissionalch%2F' data-shr_title='missional.ch'></a></div><div style="clear: both; min-height: 1px; height: 3px; width: 100%;"></div><!-- End Shareaholic LikeButtonSetBottom Automatic -->]]></content:encoded>
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