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	<title>Der IGW-Blog&#187; mitten im Leben</title>
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	<description>Theologie für Mensch, Kirche, Gesellschaft</description>
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		<title>Ich bin mittendrin</title>
		<link>http://blog.igw.edu/2011/12/24/ich-bin-mittendrin/</link>
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		<pubDate>Sat, 24 Dec 2011 14:59:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Beni Leuenberger</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemeines]]></category>
		<category><![CDATA[Aussenseiter]]></category>
		<category><![CDATA[mitten im Leben]]></category>
		<category><![CDATA[Weihnachten]]></category>

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		<description><![CDATA[So tönt es laut von Weihnachten und diesem unscheinbaren Stall her. Das ist es was die Engel auf den Feldern von Bethlehem in aller Herrlichkeit gesungen haben. Das ist es was Gott uns zuruft: Ich bin mittendrin. Mittendrin in einem Leben voller Stress, Druck, politischer und wirtschaftlicher Unsicherheit, Leid, Dreck und Verfolgung. Gott hat sich [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<!-- Start Shareaholic LikeButtonSetTop Automatic --><!-- End Shareaholic LikeButtonSetTop Automatic --><p>So tönt es laut von Weihnachten und diesem unscheinbaren Stall her. Das ist es was die Engel auf den Feldern von Bethlehem in aller Herrlichkeit gesungen haben. Das ist es was Gott uns zuruft:</p>
<p><strong>Ich bin mittendrin.</strong></p>
<p>Mittendrin in einem Leben voller Stress, Druck, politischer und wirtschaftlicher Unsicherheit, Leid, Dreck und Verfolgung. Gott hat sich dieser Welt nicht aus der Distanz mit der Pinzette angenommen. Nein, er hat sich mitten hinein gestürzt. Er ist mitten im Leben dieser Welt angekommen.</p>
<p><strong>Ich bin mittendrin bei den Aussenseitern.</strong></p>
<p>Wie wenn der Stall, die Krippe und die Windeln nicht schon skandalös genug gewesen wären&#8230; Die ersten Hörer der guten Botschaft müssen ausgerechnet Hirten sein.</p>
<p>Ein rabbinischer Spruch besagt: „Kein Stand in der Welt ist so verachtet, wie der Stand der Hirten“. Damit ist alles über das Ansehen der Hirten ausgesagt. Aber genau sie erfahren als erste, dass Gott sich mitten in das Elend der Welt gestürzt hat. Gott beweist einmal mehr eine Schwäche für die Unangesehenen und die Aussenseiter.</p>
<p><strong>Und sind wir mittendrin?</strong></p>
<p>Sind wir als Stellvertreter von Jesus Christus mittendrin in dieser Welt? Sind wir bereit die Vorteile unserer geschützten und wohligen Gemeinschaften und Häuser zu verlassen um mittendrin zu sein? Begeben wir uns bewusst zu den Aussenseitern unserer Gesellschaft weil wir wissen, dass unser Herr ebenfalls dort sein wird?</p>
<p>Weihnachten geschieht dann, wenn Gott mitten hinein in unser Leben und Sorgen kommt. In diesem Sinn wünsche ich allen echte Weihnachten.</p>
<div class="shr-publisher-1087"></div><!-- Start Shareaholic LikeButtonSetBottom Automatic --><div style="clear: both; min-height: 1px; height: 3px; width: 100%;"></div><div class='shareaholic-like-buttonset' style='float:none;height:30px;'><a class='shareaholic-fblike' data-shr_layout='button_count' data-shr_showfaces='false' data-shr_href='http%3A%2F%2Fblog.igw.edu%2F2011%2F12%2F24%2Fich-bin-mittendrin%2F' data-shr_title='Ich+bin+mittendrin'></a><a class='shareaholic-googleplusone' data-shr_size='medium' data-shr_count='true' data-shr_href='http%3A%2F%2Fblog.igw.edu%2F2011%2F12%2F24%2Fich-bin-mittendrin%2F' data-shr_title='Ich+bin+mittendrin'></a></div><div style="clear: both; min-height: 1px; height: 3px; width: 100%;"></div><!-- End Shareaholic LikeButtonSetBottom Automatic -->]]></content:encoded>
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		<title>Über die Freiheit</title>
		<link>http://blog.igw.edu/2011/10/11/uber-die-freiheit/</link>
		<comments>http://blog.igw.edu/2011/10/11/uber-die-freiheit/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 11 Oct 2011 13:02:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Beni Leuenberger</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemeines]]></category>
		<category><![CDATA[Erlebt]]></category>
		<category><![CDATA[mitten im Leben]]></category>

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		<description><![CDATA[Theologen haben den Ruf, sie hätten den Bezug zur Realität verloren und würden sich hinter ihren Büchern verstecken. Darum heute der Versuch über Theologie im Alltag zu schreiben. Ich habe diese Woche Ferien und mache mir so meine Gedanken über das Thema Freiheit. Vorneweg meine wichtigste Erkenntnis: Freiheit bedeutet NICHT einfach zu tun was man [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<!-- Start Shareaholic LikeButtonSetTop Automatic --><!-- End Shareaholic LikeButtonSetTop Automatic --><p>Theologen haben den Ruf, sie hätten den Bezug zur Realität verloren und würden sich hinter ihren Büchern verstecken. Darum heute der Versuch über <strong>Theologie im Alltag</strong> zu schreiben. Ich habe diese Woche Ferien und mache mir so meine Gedanken über das Thema Freiheit. Vorneweg meine wichtigste Erkenntnis:</p>
<p><strong>Freiheit bedeutet NICHT einfach zu tun was man will.</strong></p>
<p>Denn wenn man nur das tut, worauf man gerade Bock hat, so ist man Sklave des Bocks &#8211; oder schöner: seines Willens. Aber das ist noch keine Freiheit. Denn unser Wille ist leider allzu oft alles andere als gut, rein und aufbauend. Vielmehr haben wir in uns eine fiese Tendenz zur Faulheit und zum Destruktiven.</p>
<p>Freiheit aber heisst Unabhängigkeit, auch von unserem Willen. Dazu <strong>mein Wochenexperiment</strong>. Da meine Frau arbeitet, habe ich mich frewillig &#8211; und das ist wichtig &#8211; dazu entschieden, jeden Tag für sie zu Kochen und mit ihr früh aufzustehen. Ich gebe zu, dass es mich manchmal etwas Überwindung kostet, aber die Freude meiner Frau ist Lohn genug.</p>
<p>Ich merke, dass Freiheit nicht nur darin besteht zu tun, worauf ich gerade Lust habe &#8211; notabene die Definition von Ferien. <strong>Freiheit bedeutet auch: Tun, was anderen dient</strong> und ihnen zu Gute kommt. Ein freier Mensch kann etwas tun oder lassen, es spielt ihm keine Rolle. Er kann allen ein Diener und trotzdem völlig unabhängig sein.</p>
<p>Leider hat in Bezug auf die Freiheit der Individualismus auch in unseren Kirchen grossen Schaden angerichtet. Ich beobachte viele Christen, die immer alles nach dem Nutzen für sich selbst hinterfragen. Aber man könnte doch die Freiheit haben, einfach etwas zu tun, auch wenn es einem persönlich nichts Offensichtliches bringt?</p>
<p><strong>Freiheit ist auch: Dinge tun, die mir nichts bringen</strong>.</p>
<p>Aber der Mensch ist als abhängiges Wesen geschaffen. Kein Mensch kann völlig unabhängig leben, denn alles in dieser Welt ist miteinander verbunden. Die Frage ist vielmehr: Von was bin ich abhängig? <strong>Völlige Freiheit liegt in der totalen Abhängigkeit von Gott</strong>. Paradox. Wenn ich also von Gott abhängig bin, dann habe ich die Freiheit meinem Willen zu gehorchen &#8211; oder auch nicht. Und ich habe die Freiheit mich anderen unterzuordnen, denn ich bin frei.</p>
<p>Und jetzt habe ich die Freiheit, diesen Blog abzuschliessen und bin gespannt auf Rückmeldungen. In diesem Sinn geniesst eure Freiheit&#8230;</p>
<div class="shr-publisher-974"></div><!-- Start Shareaholic LikeButtonSetBottom Automatic --><div style="clear: both; min-height: 1px; height: 3px; width: 100%;"></div><div class='shareaholic-like-buttonset' style='float:none;height:30px;'><a class='shareaholic-fblike' data-shr_layout='button_count' data-shr_showfaces='false' data-shr_href='http%3A%2F%2Fblog.igw.edu%2F2011%2F10%2F11%2Fuber-die-freiheit%2F' data-shr_title='%C3%9Cber+die+Freiheit'></a><a class='shareaholic-googleplusone' data-shr_size='medium' data-shr_count='true' data-shr_href='http%3A%2F%2Fblog.igw.edu%2F2011%2F10%2F11%2Fuber-die-freiheit%2F' data-shr_title='%C3%9Cber+die+Freiheit'></a></div><div style="clear: both; min-height: 1px; height: 3px; width: 100%;"></div><!-- End Shareaholic LikeButtonSetBottom Automatic -->]]></content:encoded>
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		<title>„Missional leiten ist wie…“</title>
		<link>http://blog.igw.edu/2011/10/04/%e2%80%9emissional-leiten-ist-wie%e2%80%a6%e2%80%9c/</link>
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		<pubDate>Tue, 04 Oct 2011 09:56:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael</dc:creator>
				<category><![CDATA[Leiterschaft]]></category>
		<category><![CDATA[missional]]></category>
		<category><![CDATA[Missionale Theologie]]></category>
		<category><![CDATA[missionales Leben]]></category>
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		<category><![CDATA[Theologe]]></category>
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		<description><![CDATA[Viel gehört und doch nichts Neues gelernt? Was unterscheidet missionale Leiterschaft von unserer traditionellen Vorstellungen, wie Leiterschaft auszusehen sollte? Welche Konsequenzen ziehst du für den Schweizer Gemeindekontext und insbesondere für deinen Kontext? Welche neuen Chancen bzw. Gefahren birgt missionale Leiterschaft? IGW-Kongress-Teilnehmer äussern sich nachfolgend zum Thema „Missionale Leiterschaft“ und stellen ihre Gedanken hier auf dem [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<!-- Start Shareaholic LikeButtonSetTop Automatic --><!-- End Shareaholic LikeButtonSetTop Automatic --><p>Viel gehört und doch nichts Neues gelernt? Was unterscheidet missionale Leiterschaft von unserer traditionellen Vorstellungen, wie Leiterschaft auszusehen sollte? Welche Konsequenzen ziehst du für den Schweizer Gemeindekontext und insbesondere für deinen Kontext? Welche neuen Chancen bzw. Gefahren birgt missionale Leiterschaft?</p>
<p>IGW-Kongress-Teilnehmer äussern sich nachfolgend zum Thema „Missionale Leiterschaft“ und stellen ihre Gedanken hier auf dem IGW-Blog zur Diskussion.</p>
<div class="shr-publisher-975"></div><!-- Start Shareaholic LikeButtonSetBottom Automatic --><div style="clear: both; min-height: 1px; height: 3px; width: 100%;"></div><div class='shareaholic-like-buttonset' style='float:none;height:30px;'><a class='shareaholic-fblike' data-shr_layout='button_count' data-shr_showfaces='false' data-shr_href='http%3A%2F%2Fblog.igw.edu%2F2011%2F10%2F04%2F%25e2%2580%259emissional-leiten-ist-wie%25e2%2580%25a6%25e2%2580%259c%2F' data-shr_title='%E2%80%9EMissional+leiten+ist+wie%E2%80%A6%E2%80%9C'></a><a class='shareaholic-googleplusone' data-shr_size='medium' data-shr_count='true' data-shr_href='http%3A%2F%2Fblog.igw.edu%2F2011%2F10%2F04%2F%25e2%2580%259emissional-leiten-ist-wie%25e2%2580%25a6%25e2%2580%259c%2F' data-shr_title='%E2%80%9EMissional+leiten+ist+wie%E2%80%A6%E2%80%9C'></a></div><div style="clear: both; min-height: 1px; height: 3px; width: 100%;"></div><!-- End Shareaholic LikeButtonSetBottom Automatic -->]]></content:encoded>
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		<title>„Jesus ist und bleibt ein Unruhestifter“</title>
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		<pubDate>Wed, 27 Apr 2011 15:49:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael</dc:creator>
				<category><![CDATA[Missionale Theologie]]></category>
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		<description><![CDATA[Was würde Jesus tun, wenn er heute wieder als Mensch auf dieser Erde leben würde? Hätte er eine eigene Homepage mit der Adresse www.jesus.com? Wäre immer erreichbar dank seines Handys und des ISDN-Anschlusses? Würde er seine Botschaften per Fax und Email verbreiten? Nicht nur ich habe mich mit der Frage „What would Jesus do&#8221; auseinander [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<!-- Start Shareaholic LikeButtonSetTop Automatic --><!-- End Shareaholic LikeButtonSetTop Automatic --><p>Was würde Jesus tun, wenn er heute wieder als Mensch auf dieser Erde leben würde? Hätte er eine eigene Homepage mit der Adresse www.jesus.com? Wäre immer erreichbar dank seines Handys und des ISDN-Anschlusses? Würde er seine Botschaften per Fax und Email verbreiten?</p>
<p>Nicht nur ich habe mich mit der Frage „What would Jesus do&#8221; auseinander gesetzt, sondern auch zahlreiche Magazine und Zeitschriften durchgeforstet. Bei der Suche nach brauchbaren Artikeln zu diesem Thema ist mir aufgefallen, wie populär Jesus heute noch ist. Es gab fast keine Zeitschrift, die ihm nicht einen Bericht zur Jahrtausendwende widmete. Nicht alle waren positiv, einige nur historische Abhandlungen, viele berichteten nicht sehr schmeichelhaft und ziemlich verallgemeinernd über die Taten der Kirche und deren Mitglieder.</p>
<p><em>„Das zweite Jahrtausend nach Christi Geburt geht dem Ende zu. Und siehe da, der, mit dem alles begann, ist auch heute noch einer der einflussreichsten und berühmtesten Männer dieser Welt.“</em> weiss das NZZ Folio in der Dezemberausgabe des letzten Jahres zu berichten: <em>„Und weil in seinem Namen Raubzüge und Kriege geführt wurden – als Märtyrer blieb Jesus nicht allein. ‚An ihren Früchten soll man sie erkennen‘, sagt die Bibel. Aber bekommt ein Religionsgründer tatsächlich immer die Jünger, die er verdient?“</em> fragt die Aurorin Ursula von Arx kritisch weiter. Im Schweizerischen Nachrichtenmagazin Facts erschien Ende Mai 1999 ein Artikel mit dem Titel ‚2000 Jahre Verrat und Missbrauch‘. Ekkehard Stegemann, Professor der Theologie in Basel, sagte zu diesem Thema: <em>„Vermutlich würde Jesus sich darüber mokieren, dass die Kirche die Hoffnung auf das Reich Gottes aufgegeben hat und sich selber an diese Stelle des Reiches gesetzt hat.&#8221;</em> Der Schluss, den Facts daraus zieht, ist folgender: <em>„Die Christen sind Jesus und seinem Liebesgebot nicht nachgefolgt. Das ist die Bilanz nach 2000 Jahren.“</em> Ein hartes Urteil.</p>
<p>Adolf Holl, entlassener Kaplan, Kirchenkritiker und österreichischer Schriftsteller, fragte in einem Interview des Brückenbauers: <em>„Sind wir nicht einfach zu fett, um Gott zu uns durchkommen zu lassen?“</em> Auf die Frage, was Jesus über das Geld sagen würde, antwortete derselbe: <em>„Dieser Jesus-Impuls, sein Leben für die Brüder und Schwestern hinzugeben, ist ein Stachel im Fleisch der christlich geprägten Gesellschaften. Wir haben 2000 Jahre hinter uns und haben gesehen, dass nur radikale Eliten diesen Jesus-Impuls in Tat umgesetzt haben &#8211; zum Beispiel eben Franz von Assisi. Die Kirchen stecken bis zum Hals in den Aktien drinnen &#8211; gezwungenermassen. Sie sollten bloss nicht am falschen Ort investieren. Die Bischöfe brauchen Geld, um die Dächer ihrer Kathedralen zu renovieren. Dies anzuprangern liegt mir fern. Nur spürt man im Christentum immer eine Spannung zwischen den alltäglichen Notwendigkeiten und dem Blick auf den Gekreuzigten. Dieser Stachel im Fleisch erzeugt nicht nur Unbehagen, sondern auch eine Dynamik, die die Entwicklung der Gesellschaft vorantreibt. Der christliche Motor ist immer noch da!&#8221;</em></p>
<p>Ob den heutigen Christen die rechte ‚Inbrunst‘ fehle, fragt der Brückenbauer weiter. Adolf Holl meint dazu: <em>„Es fehlt ihnen die Wucht und die Kraft. Ich fühle mich an einen Hühnerhof erinnert. Manchmal wird mit den Flügeln geschlagen und damit Staub aufgewirbelt. Dann fangen sie wieder an, ihre Körner zu picken, denn fliegen können sie ja nicht. Gackern können sie.&#8221;</em></p>
<p>Christian Waefler, Redakteur des Brückenbauers, schrieb in der Dezemberausgabe: <em>„Die Botschaft Christi ist immer noch hochaktuell.&#8221;</em> In derselben Ausgabe sagte Holl: <em>„Jesus ist kein Baldrian für gestresste Wohlstandsbürger. Er ist und bleibt ein Unruhestifter. Seine Botschaft ist aktuell, aber auch unbequem.&#8221;</em> Weiter meinte er: <em>„Jesus war ein sozialer Aussenseiter und wäre es auch heute noch. Für ihn würde es keinen Sinn machen, dass die Reichen noch reicher werden, während die andern um ihre Arbeit bangen müssen.&#8221;</em> Zum Thema Abtreibung meinte der Schriftsteller: <em>„Vielleicht würde der Sohn Gottes wieder sagen: ‚Wer ohne Sünde ist, der werfe den ersten Stein.‘&#8221;</em> Für Adolf Holl ist Jesus immer noch der &#8220;Leitstern&#8221;. Zitat: <em>&#8220;Die US Library of Congress führt 17239 Buchtitel über Jesus Christus. Und da soll noch jemand sagen, er habe ausgedient.&#8221;</em></p>
<p>Ernst Sieber, Obdachlosenpfarrer aus Zürich, sagte in einem Interview: <em>„Jesus würde immer noch mit den Leuten, besonders mit den Aussenseitern, ‚zusammen hocken‘. Er hat nie gesagt, dass du zuerst Christ sein musst, damit du mit ihm aus dem gleichen Teller löffeln kannst, er würde dir einfach den Löffel reichen.&#8221;</em></p>
<p>Albert Ziegler, Jesuit und Unternehmensberater, zum Thema: <em>„Jesus würde sich wieder auf die Seite der Armen stellen. Und das heisst nicht nur auf die Seite der finanziell Armen. Die Option der Armen zeigt sich in der Forderung nach gerechten sozialen Strukturen.&#8221;</em></p>
<p>Die Meinungen über Jesus gehen auseinander, die Artikel sind so verschieden wie ihre Autoren, viele schrieben negative, populistische Berichte. Aber das ist eigentlich nebensächlich, denn im Endeffekt geht es darum, dass das Thema ‚Jesus‘ noch lange nicht abgeschlossen ist, und es auch nie sein wird. Man kann nicht einfach an ihm vorbei gehen: „Jesus ist und bleibt ein Unruhestifter. Seine Botschaft ist aktuell, aber auch unbequem.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="text-decoration: underline">Nachwort: </span><br />
Dieser Artikel wurde vor bald 12 Jahren von Sara Trummer verfasst (1999). Ich habe ihn im Jahr 2000 als Pastor in unserer Gemeindezeitschrift veröffentlicht. Abgesehen von ein paar technischen Veränderungen (ISDN, Fax statt Internet, Web und SMS) ist er nach wie vor hochaktuell!</p>
<p>Das ist irgendwie faszinierend und gleichzeitig auch ernüchternd. Könnte es sein, dass sich trotz aller Veränderungen und Aktionen, die in den letzten Jahren ins Land gingen, an den wesentlichen Punkten gar nicht so wahnsinnig viel geändert hat? Die Aussagen von 1999 fordern mich jedenfalls grundsätzlich und existentiell heraus: <em>„Vermutlich würde Jesus sich darüber mokieren, dass die Kirche die  Hoffnung auf das Reich Gottes aufgegeben hat und sich selber an diese  Stelle des Reiches gesetzt hat.&#8221;</em> oder: <em>&#8220;Dieser Jesus-Impuls, sein Leben für die Brüder und Schwestern  hinzugeben, ist ein Stachel im Fleisch der christlich geprägten  Gesellschaften. Wir haben 2000 Jahre hinter uns und haben gesehen, dass  nur radikale Eliten diesen Jesus-Impuls in Tat umgesetzt haben &#8211; zum  Beispiel eben Franz von Assisi.&#8221; </em>und viele andere Zitate sind aktuell und unbequem. Welche Antworten finden wir als Christen im 21. Jh. auf die heutigen gesellschaftlichen Herausforderungen? Berühren sie uns überhaupt? Interessieren sie uns? Man könnte auch fragen: Wer ist Jesus für uns heute? Was bedeutet ein Leben mit Jesus Christus für uns heute? Oder ganz einfach: Was würde Jesus tun, wenn er an unserer Stelle heute hier auf dieser Erde leben würde?</p>
<p>Ich bin gespannt auf die Antworten, die wir auf diese Fragen finden bzw. welche unsere Leben auf diese Fragen geben. Und ich hoffe, dass Jesus uns keine Ruhe lässt, bis wir eine passende Antwort gefunden haben, denn das sind wir dieser Welt schlicht schuldig. Schliesslich nennen wir uns Christen und tragen seinen Namen.</p>
<div class="shr-publisher-872"></div><!-- Start Shareaholic LikeButtonSetBottom Automatic --><div style="clear: both; min-height: 1px; height: 3px; width: 100%;"></div><div class='shareaholic-like-buttonset' style='float:none;height:30px;'><a class='shareaholic-fblike' data-shr_layout='button_count' data-shr_showfaces='false' data-shr_href='http%3A%2F%2Fblog.igw.edu%2F2011%2F04%2F27%2F%25e2%2580%259ejesus-ist-und-bleibt-ein-unruhestifter%25e2%2580%259c%2F' data-shr_title='%E2%80%9EJesus+ist+und+bleibt+ein+Unruhestifter%E2%80%9C'></a><a class='shareaholic-googleplusone' data-shr_size='medium' data-shr_count='true' data-shr_href='http%3A%2F%2Fblog.igw.edu%2F2011%2F04%2F27%2F%25e2%2580%259ejesus-ist-und-bleibt-ein-unruhestifter%25e2%2580%259c%2F' data-shr_title='%E2%80%9EJesus+ist+und+bleibt+ein+Unruhestifter%E2%80%9C'></a></div><div style="clear: both; min-height: 1px; height: 3px; width: 100%;"></div><!-- End Shareaholic LikeButtonSetBottom Automatic -->]]></content:encoded>
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		<title>Früher war alles einfacher &#8230;</title>
		<link>http://blog.igw.edu/2011/04/08/fruher-war-alles-einfacher/</link>
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		<pubDate>Fri, 08 Apr 2011 09:50:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Post zum IGW Studientag „Millennials – wie erreichen wir sie?“ Der folgende Gastbeitrag wurde von Leonardo Iantorno verfasst, der als einer der Referenten am Studientag im Einsatz war. Ganz herzlichen Dank für die folgenden Zeilen aus persönlicher Sicht. Früher war doch alles so viel einfacher! Man ging an einen speziellen Event einer christlichen Gemeinde, an [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<!-- Start Shareaholic LikeButtonSetTop Automatic --><!-- End Shareaholic LikeButtonSetTop Automatic --><div>
<p><strong>Post zum IGW Studientag „Millennials – wie erreichen wir sie?“ </strong></p>
</div>
<p>Der folgende Gastbeitrag wurde von<strong><em> Leonardo Iantorno</em></strong> verfasst, der als einer der Referenten am Studientag im Einsatz war. Ganz herzlichen Dank für die folgenden Zeilen aus persönlicher Sicht.</p>
<p>Früher war doch alles so viel einfacher! Man ging an einen speziellen Event einer christlichen Gemeinde, an den man von seinem frommen Nachbarn eingeladen wurde, hörte dort die Botschaft von Jesus und manch einer traf die Entscheidung seines Lebens. Heute ist das scheinbar nicht mehr so einfach, denn warum sonst haben sich über 150 Studenten, Pastoren und Interessierte einen Tag lang mit der Frage beschäftigt, wie wir eine Generation junger Menschen zwischen 15 und 25 Jahren mit dem Evangelium erreichen können, die zunehmend „entkirchlicht“ oder gar „verkirchlicht“ ist!?</p>
<p>Ich war begeistert von der Leidenschaft, mit der wir gemeinsam darüber nachgedacht und diskutiert haben, welches Gesicht eine relevante Evangelisation im 21. Jahrhundert haben könnte. In einem Punkt waren sich die Parteien mehr oder wenig einig: es wird Zeit, dass wir uns darüber Gedanken machen, wie wir die nächste Generation Menschen für Jesus gewinnen können. Evangelisation ist keine Methode oder fromme Pflicht, sondern vielmehr ein Lebensstil, den wir neu erlernen müssen. Wenn wir uns wünschen, dass unsere Gesellschaft, unsere Kultur, durch Jesus und sein Evangelium transformiert werden soll, kommen wir also nicht daran vorbei, uns mit diesem neuen Lebensstil auseinanderzusetzen.</p>
<p>Wir dürfen dabei aber nicht bei den Fragen nach den Formen und Methoden stehen bleiben. Unsere Beziehungen zu den Menschen, denen wir am Arbeitsplatz, in den Schulen, im Fussballverein und im Ausgang treffen und denen wir Glaube vorleben. Die Events und Gottesdienste, die wir feiern und an denen wir uns wünschen, dass Menschen zum Glauben kommen. Unser ganzes Leben als Nachfolger soll Menschen Zeugnis von Jesus ablegen. Jetzt liegt es einmal mehr bei uns, was wir damit machen. Wir können uns wieder einmal berühren lassen und dann doch alles gleich wie vorher machen oder wir lassen uns aus unserer Lethargie aufwecken und lassen unserer Kreativität freien Lauf. Wie wäre es, wenn Evangelisation tatsächlich Früchte tragen würde und die Menschen und unsere Kultur prägen könnte?</p>
<p>Ich bin gespannt und wünsche mir den Mut, aus dem bequemen Boot auszusteigen. Der Studientag hat mich motiviert und begeistert in meinem Umfeld neu über Evangelisation nachzudenken. Ich selbst werde mich weiter dafür einsetzen, dass wir in unserer Region Räume schaffen, in denen Menschen Jesus begegnen können. Für mich beginnt es am Samstag bei einer Evangelisationsschulung mit meiner Gemeinde. Ich bin sehr gespannt.</p>
<div class="shr-publisher-850"></div><!-- Start Shareaholic LikeButtonSetBottom Automatic --><div style="clear: both; min-height: 1px; height: 3px; width: 100%;"></div><div class='shareaholic-like-buttonset' style='float:none;height:30px;'><a class='shareaholic-fblike' data-shr_layout='button_count' data-shr_showfaces='false' data-shr_href='http%3A%2F%2Fblog.igw.edu%2F2011%2F04%2F08%2Ffruher-war-alles-einfacher%2F' data-shr_title='Fr%C3%BCher+war+alles+einfacher+...'></a><a class='shareaholic-googleplusone' data-shr_size='medium' data-shr_count='true' data-shr_href='http%3A%2F%2Fblog.igw.edu%2F2011%2F04%2F08%2Ffruher-war-alles-einfacher%2F' data-shr_title='Fr%C3%BCher+war+alles+einfacher+...'></a></div><div style="clear: both; min-height: 1px; height: 3px; width: 100%;"></div><!-- End Shareaholic LikeButtonSetBottom Automatic -->]]></content:encoded>
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		<title>Frisches Manna</title>
		<link>http://blog.igw.edu/2009/08/11/frisches-manna/</link>
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		<pubDate>Tue, 11 Aug 2009 10:37:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tobias</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemeines]]></category>
		<category><![CDATA[Frieden]]></category>
		<category><![CDATA[Mission]]></category>
		<category><![CDATA[missionales Leben]]></category>
		<category><![CDATA[mitten im Leben]]></category>
		<category><![CDATA[Schwestercommunität]]></category>
		<category><![CDATA[Strategie]]></category>

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		<description><![CDATA[Es ist schon eine Weile her, dass ich für ein paar Tage die Stille gesucht habe in einer Schwestercommunität im Süden Deutschlands. Zwei Sätze aus den Gesprächen mit der Schwester, die mich über die Zeit begleitet hat, sind mir nicht aus dem Kopf gegangen. Sie beinhalteten ungefähr folgendes: Wenn wir Jesu Nähe suchen und uns [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<!-- Start Shareaholic LikeButtonSetTop Automatic --><!-- End Shareaholic LikeButtonSetTop Automatic --><p>Es ist schon eine Weile her, dass ich für ein paar Tage die Stille gesucht habe in einer Schwestercommunität im Süden Deutschlands. Zwei Sätze aus den Gesprächen mit der Schwester, die mich über die Zeit begleitet hat, sind mir nicht aus dem Kopf gegangen. Sie beinhalteten ungefähr folgendes:</p>
<blockquote><p>Wenn wir Jesu Nähe suchen und uns allein auf ihn ausrichten, in allem war wir tun, dann wird sein Wesen uns verändern und er durch uns den Menschen sichtbar werden. Sich Zeit nehmen um sich von ihm verändern zu lassen ist besser, als jede missionarische Strategie.</p></blockquote>
<p>Ist damit nicht das gleiche gemeint, wenn Frost und Hirsch in ihrem Buch &#8220;Der wilde Messias&#8221; folgendes schreiben:</p>
<blockquote><p><em>Wir sind dazu gerufen, übrigens genau wie die Israeliten, jeden Tag frisches Manna zu sammeln &#8211; ohne dabei ständig nach dem nächsten spirituellen Kick zu suchen. Vielmehr sollen wir lernen, Anbeter zu werden, die ein Leben lang, jeden Tag Gott neu begegnen.</em></p>
<p style="text-align: right;">Aus: Frost, Michael &amp; Hirsch, Alan 2009. Der wilde Messias, S. 90</p>
</blockquote>
<p>Auch ihr Anliegen ist es die Christusbeziehung zur Grundlagen der Mission zu machen.</p>
<p>In der Begegnung mit Menschen, die Jesus noch nicht kennen, fällt mir immer mehr auf, wie sehr sie sich nach dem sehnen, was in mir ist. Ich weiß, dass sie Christus sehen &#8211; seinen Frieden. Das bringt mich dazu, mich mehr nach ihm auszustrecken.</p>
<div class="shr-publisher-223"></div><!-- Start Shareaholic LikeButtonSetBottom Automatic --><div style="clear: both; min-height: 1px; height: 3px; width: 100%;"></div><div class='shareaholic-like-buttonset' style='float:none;height:30px;'><a class='shareaholic-fblike' data-shr_layout='button_count' data-shr_showfaces='false' data-shr_href='http%3A%2F%2Fblog.igw.edu%2F2009%2F08%2F11%2Ffrisches-manna%2F' data-shr_title='Frisches+Manna'></a><a class='shareaholic-googleplusone' data-shr_size='medium' data-shr_count='true' data-shr_href='http%3A%2F%2Fblog.igw.edu%2F2009%2F08%2F11%2Ffrisches-manna%2F' data-shr_title='Frisches+Manna'></a></div><div style="clear: both; min-height: 1px; height: 3px; width: 100%;"></div><!-- End Shareaholic LikeButtonSetBottom Automatic -->]]></content:encoded>
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		<title>Die ekklesiologischen Auswirkungen (3/4)</title>
		<link>http://blog.igw.edu/2009/07/20/die-ekklesiologischen-auswirkungen-34/</link>
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		<pubDate>Mon, 20 Jul 2009 16:16:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael</dc:creator>
				<category><![CDATA[Missionale Theologie]]></category>
		<category><![CDATA[Ekklesiologie]]></category>
		<category><![CDATA[Frieden]]></category>
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		<description><![CDATA[„Frieden und Gerechtigkeit sind den alttestamentlichen Propheten gemäss ein Hauptmerkmal des Reiches Gottes. In der Kirche bildet sich dieses Reich zeichenhaft ab, und darum gehört der Einsatz für Frieden und soziale Gerechtigkeit zum Auftrag der Kirche (Jes 2,2-4; 42,1-4; Mt 5,9; Röm 14,17).“ Im März 2009 hat IGW „12 Thesen zur missionalen Theologie“ veröffentlicht, die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<!-- Start Shareaholic LikeButtonSetTop Automatic --><!-- End Shareaholic LikeButtonSetTop Automatic --><p><em>„Frieden und Gerechtigkeit sind den alttestamentlichen Propheten gemäss ein Hauptmerkmal des Reiches Gottes. In der Kirche bildet sich dieses Reich zeichenhaft ab, und darum gehört der Einsatz für Frieden und soziale Gerechtigkeit zum Auftrag der Kirche (Jes 2,2-4; 42,1-4; Mt 5,9; Röm 14,17).“</em></p>
<p>Im März 2009 hat IGW „12 Thesen zur missionalen Theologie“ veröffentlicht, die seither rege diskutiert werden. Viele fragen sich: Was bedeutet dieser Satz für mein persönliches Leben und für das meiner Kirche / meiner Gemeinschaft / meines Werkes? Der nachfolgende Post ist ein Gastbeitrag von Rebekka Leiser, Beat Schneider und Andreas Schmid, der sich mit der obigen These (11/12) auseinandersetzt.</p>
<p>Gott wird sein Reich aufbauen (Jesaja 2,2-4). Der Messias kommt und wird uns Gerechtigkeit bringen, er wird das starke und das Schwache richten (Jesaja 42,1-4). Jesus spricht in der Bergpredigt davon, dass wir uns für Gerechtigkeit und Frieden einsetzen sollen (Mt 5,6-7). Aber er sagte auch, dass er nicht auf die Erde kam um uns Frieden zu bringen, sondern zur Trennung innerhalb des engsten sozialen Umfeldes; dabei betont er, dass es nicht angebracht ist, dass man einen Menschen mehr liebt als ihn (Mt 10,34-39).</p>
<p>Nach Jakobus 3,17f wird Frieden dem geschenkt, der nach Frieden und Gerechtigkeit trachtet, was aber nur dann gelingt, wenn wir uns nach Gottes Weisheit richten. Die Entscheidung zwischen Akzeptanz und Zurechtweisung, Gesetz und Gnade, Frieden und Gerechtigkeit liegt schlussendlich bei Gott und nicht bei uns. Wir können also danach streben, dass Frieden und Gerechtigkeit in unserer Kirche herrschen; sie können aber nicht einfach vorausgesetzt werden. Es bringt uns nichts, sich und den anderen etwas vorzumachen, und eine heuchlerische Scheinfrömmigkeit zur Schau zu stellen (Mt 6,1). Gerade die postmoderne Gesellschaft mit ihrem geschärften Sinn für Authentizität stört sich sehr daran, wenn wir uns christlicher aufführen, als wir sind. Die Frage ist, ob die traditionellen Kirchen die Kurve kriegen, und lernen, sich auf die veränderten Voraussetzungen einzulassen. Werden wir es schaffen, den Menschen unserer Zeit – aus welchem Umfeld sie auch kommen – sowohl die Gerechtigkeit Gottes, als auch seine Barmherzigkeit adäquat und persönlich näher zu bringen?</p>
<p>Was bedeutet das denn für eine missionale Kirche? Im Missionsauftrag von Mt 10 sendet Jesus seine Jünger gezielt an <em>Third Places</em>. Er fordert sie dabei auf, Orte aufzusuchen, an denen ihnen eine gewisse Akzeptanz entgegengebracht wird (Mt 10,13). Dabei dürfen wir darauf achten, uns gezielt an Menschen zu wenden, zu denen wir schon eine begünstigende Beziehung haben (z.B. gleiche Interessen, Hobbies, Beruf&#8230;) oder aber auch an solche, welche uns besonders am Herzen liegen (z.B. bestimmte Randgruppen). Es geht dann darum, sich in einer Subkultur niederzulassen, an ihrem Leben teilzunehmen, und sich konkret mit ihr zu identifizieren. Dort kann Frieden und Gerechtigkeit wachsen; wir sind gemeinsam unterwegs, lernen von einander und finden den Weg Gottes miteinander. Sollte der Frieden nicht einkehren, ist es erlaubt, zu neuen Ufern aufzubrechen (Mt 10,14).</p>
<p>Gottes Friedensreich ist noch nicht vollkommen; genauso wenig ist das endgültige Gericht gesprochen (vgl. Jes 2,4). Konflikte wird es bis dahin immer geben. Wir sind letztlich auf Gottes Gnade angewiesen, wollen wir in der Gemeinde in Frieden und Gerechtigkeit leben.</p>
<div class="shr-publisher-350"></div><!-- Start Shareaholic LikeButtonSetBottom Automatic --><div style="clear: both; min-height: 1px; height: 3px; width: 100%;"></div><div class='shareaholic-like-buttonset' style='float:none;height:30px;'><a class='shareaholic-fblike' data-shr_layout='button_count' data-shr_showfaces='false' data-shr_href='http%3A%2F%2Fblog.igw.edu%2F2009%2F07%2F20%2Fdie-ekklesiologischen-auswirkungen-34%2F' data-shr_title='Die+ekklesiologischen+Auswirkungen+%283%2F4%29'></a><a class='shareaholic-googleplusone' data-shr_size='medium' data-shr_count='true' data-shr_href='http%3A%2F%2Fblog.igw.edu%2F2009%2F07%2F20%2Fdie-ekklesiologischen-auswirkungen-34%2F' data-shr_title='Die+ekklesiologischen+Auswirkungen+%283%2F4%29'></a></div><div style="clear: both; min-height: 1px; height: 3px; width: 100%;"></div><!-- End Shareaholic LikeButtonSetBottom Automatic -->]]></content:encoded>
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		<title>Die ekklesiologischen Auswirkungen (2/4)</title>
		<link>http://blog.igw.edu/2009/07/15/die-ekklesiologischen-auswirkungen-24/</link>
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		<pubDate>Wed, 15 Jul 2009 16:01:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael</dc:creator>
				<category><![CDATA[Missionale Theologie]]></category>
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		<description><![CDATA[„Die wichtigste Aufgabe der Kirche ist die Verkündigung des Evangeliums vom Reich Gottes und seinem gekreuzigten und auferstandenen König Jesus. Die Verkündigung des Evangeliums in Wort und Tat auf der ganzen Welt ist ein heilsgeschichtliches Muss (Mk 13,10).“ Was bedeutet dieser Satz für mein persönliches Leben und für das meiner Kirche / meiner Gemeinschaft / [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<!-- Start Shareaholic LikeButtonSetTop Automatic --><!-- End Shareaholic LikeButtonSetTop Automatic --><p><em>„Die wichtigste Aufgabe der Kirche ist die Verkündigung des Evangeliums vom Reich Gottes und seinem gekreuzigten und auferstandenen König Jesus. Die Verkündigung des Evangeliums in Wort und Tat auf der ganzen Welt ist ein heilsgeschichtliches Muss (Mk 13,10).“</em></p>
<p>Was bedeutet dieser Satz für mein persönliches Leben und für das meiner Kirche / meiner Gemeinschaft / meines Werkes? Der nachfolgende Post ist ein Gastbeitrag von Lukas Kernen, Elias Knupp und Alexander Maurer, der sich mit der obigen These (10/12) auseinandersetzt.</p>
<p><strong>Persönlich</strong></p>
<p>Ich bin gefordert meine Zeit so einzuteilen, dass die Verkündigung einen festen Platz bekommt. Das heisst z. B., dass ich bereit bin, überflüssige Gemeindesitzungen zu streichen und den Abend mit einem Freund in der Bar zu verbringen.</p>
<p>Ich bin gefordert, über meinen Schatten zu springen und mit offenen Augen durch den Alltag zu gehen und z.B. meiner Nachbarin im Winter Unterstützung im Schneeräumen anzubieten.</p>
<p>Ich bin gefordert, nicht nur am Sichtbaren und bekannten mitzuwirken, sondern auch im Kleinen zu dienen. Nicht nur die Predigt vor 200 Leuten soll mich motivieren sondern auch das Gespräch mit einer schwierigen Person.</p>
<p>Ich bin gefordert, dem Zeitgeist der persönlichen Verwirklichung entgegenzutreten und mich mit einer sozialen Ethik zu identifizieren, damit ein gutes Verhältnis zwischen „ich möchte“ und „ich gebe“ entstehen kann.</p>
<p>Ich muss bedenken, nur aus der Kraft und Leitung des Heiligen Geistes zu handeln, um nicht selbst ein Opfer der eigenen Leistung zu werden. Erst die Beziehung zu Gott ermöglicht uns eine lebendige und situationsbezogene Verkündigung des Reiches Gottes.</p>
<p><strong>Die Gemeinde</strong></p>
<p>Die Gemeinden sind gefordert, eine den Bedürfnissen ihres Umfeldes angepasste Vision in die Gemeinde hineinzutragen und dort evangelistische Schwerpunkte zu setzten. Diese Vision muss der Gemeinde vorgelebt und regelmässig kommuniziert werden.</p>
<p>Die Gemeinden sind gefordert einerseits einen Platz des Heils und der Wiederherstellung anzubieten anderseits aber auch die Mitglieder herauszufordern den Worten Taten folgen zu lassen.</p>
<p>Der Dienst am Wort muss für die Gemeinden zur Ermutigung und zur Umsetzung geschehen. Die Christen sollen neu mit einer Liebe zum Evangelium und zu den Verlorenen erfüllt werden. Sie sollen praktische Hinweise für ihren Alltag erhalten, und nicht bloss theologische Gedankengebäude. Der Einzelne soll ermutigt werden nach seinen Möglichkeiten zu wirken und Teil der Heilsgeschichte zu sein.</p>
<p>Die Gemeinde muss lernen, nicht die Menschen zu verurteilen, sondern die Sünde. z. B. sollen Homosexuelle als Menschen angenommen und geliebt werden, und in Beziehung zu ihnen auf einem Prozess der Veränderung begleitet werden.</p>
<p>Die Gemeinde soll die Christen darin fördern Projekte wie Sprachschulen oder Kulturtreffs aufzubauen, um Menschen zu erreichen. Die Gemeinde hat die Aufgabe Projekte anzustossen und zu unterstützen, wo einzelne Christen überfordert sind. Sie trägt dabei auch eine finanzielle Verantwortung.</p>
<div class="shr-publisher-342"></div><!-- Start Shareaholic LikeButtonSetBottom Automatic --><div style="clear: both; min-height: 1px; height: 3px; width: 100%;"></div><div class='shareaholic-like-buttonset' style='float:none;height:30px;'><a class='shareaholic-fblike' data-shr_layout='button_count' data-shr_showfaces='false' data-shr_href='http%3A%2F%2Fblog.igw.edu%2F2009%2F07%2F15%2Fdie-ekklesiologischen-auswirkungen-24%2F' data-shr_title='Die+ekklesiologischen+Auswirkungen+%282%2F4%29+'></a><a class='shareaholic-googleplusone' data-shr_size='medium' data-shr_count='true' data-shr_href='http%3A%2F%2Fblog.igw.edu%2F2009%2F07%2F15%2Fdie-ekklesiologischen-auswirkungen-24%2F' data-shr_title='Die+ekklesiologischen+Auswirkungen+%282%2F4%29+'></a></div><div style="clear: both; min-height: 1px; height: 3px; width: 100%;"></div><!-- End Shareaholic LikeButtonSetBottom Automatic -->]]></content:encoded>
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		</item>
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		<title>Die christologische Begründung (2/2)</title>
		<link>http://blog.igw.edu/2009/07/09/die-christologische-begrundung-22/</link>
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		<pubDate>Thu, 09 Jul 2009 19:29:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael</dc:creator>
				<category><![CDATA[Missionale Theologie]]></category>
		<category><![CDATA[Christologie]]></category>
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		<category><![CDATA[missionale Gemeinde]]></category>
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		<category><![CDATA[mitten im Leben]]></category>

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		<description><![CDATA[„Missionale Theologie findet dort statt, wo in der Kraft des Heiligen Geistes das Evangelium von Jesus Christus und der Ruf zum Glauben verkündet, wo Gewalt eingedämmt, soziale Gerechtigkeit geübt, aus Armut und Unterdrückung befreit und Menschen zu Würde verholfen wird (Lk 4,18-19; Mt 10,6-8).“ Im März 2009 hat IGW „12 Thesen zur missionalen Theologie“ veröffentlicht, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<!-- Start Shareaholic LikeButtonSetTop Automatic --><!-- End Shareaholic LikeButtonSetTop Automatic --><p><em>„Missionale Theologie findet dort statt, wo in der Kraft des Heiligen Geistes das Evangelium von Jesus Christus und der Ruf zum Glauben verkündet, wo Gewalt eingedämmt, soziale Gerechtigkeit geübt, aus Armut und Unterdrückung befreit und Menschen zu Würde verholfen wird (Lk 4,18-19; Mt 10,6-8).“</em></p>
<p>Im März 2009 hat IGW „12 Thesen zur missionalen Theologie“ veröffentlicht, die seither rege diskutiert werden. Viele fragen sich: „Was bedeutet dieser Satz für mein persönliches Leben und für das meiner Kirche / meiner Gemeinschaft / meines Werkes?“ Der nachfolgende Post in ein Gastbeitrag von Wilhelm Risto, Karin Rutschi und Roman Zurbrügg, der sich mit der obigen These (8/12) auseinandersetzt.</p>
<p>Wir diskutieren die These anhand eines Fallbeispieles. Schilderung der Situation:</p>
<p>Eine Frau verdiente ihren Lebensunterhalt indem sie sich prostituierte und leidet heute an einer tödlichen Krankheit. Angesichts ihrer Krankheit macht sie sich nun Gedanken über den Tod. Dazu kommen die Sorgen über ihre hohe Verschuldung. Isoliert von der Gesellschaft verzweifelt die Frau mit ihren überwältigenden Herausforderungen an ihrer Einsamkeit. Via Internetseelsorge lernt sie eines unserer Gruppenmitglieder kennen. Unsere Frage ist: Wie können wir ihr helfen? Wie ist Hilfe in dieser Situation von der missionalen Theologie her zu verstehen?</p>
<p>Mit einer besonderen Sicht für die seelische Not, würde ich mich z. B. ausschliesslich darum bemühen, dass die Frau ihr Leben Jesus übergibt, indem ich ihr in der Kraft des Heiligen Geistes verbal das Evangelium von Jesus Christus verkündige, sie zum Bekennen ihrer Sünden, und zum Annehmen des Geschenkes des ewigen Lebens führe und ihr im Namen Jesu die Vergebung ihrer Sünden zuspreche. Die soziale Not würde ich dabei vielleicht vernachlässigen. Mit einer besonderen Sicht für die soziale Not würde ich mich z. B. um die Sanierung ihrer Schulden kümmern, sie regelmässig besuchen und allgemein ihre Lebensumstände zu optimieren versuchen. Die Heilung ihrer Seele durch die Verkündigung des Evangeliums würde ich dabei vielleicht vernachlässigen. Missionale Theologie verstehen wir nun als die praktische Verbindung der soeben beispielhaft beschriebenen Paradigmen. Missionale Theologie kümmert sich also nicht entweder um die eine oder andere Not, sondern sowohl um die eine als auch um die andere!</p>
<p>Für unsere Gemeinden bedeutet dieses Bewusstsein folgendes: Wenn wir uns bisher um die Gaben des Geistes bemüht und sie ausgeübt haben, dann tun wir das auch weiterhin. Wenn nicht, dann beginnen wir damit. Denn Gottes Mission geschieht seiet Pfingsten durch Nachfolger Jesu, welche mitten in der Not dieser Welt durch die Kraft des Heiligen Geistes in Wort und Tat das Reich Gottes verkündigen und ausdehnen. Wo in unseren Gemeinden bisher die Gläubigen darin zugerüstet wurden, auch selber das Evangelium mit Worten zu verkündigen, soll dies auch weiterhin geschehen. Wo nicht, gilt es, dies zu fördern. Wo in unseren Gemeinden bisher die Gläubigen darin zugerüstet wurden, durch konkretes Handeln und Agieren Gottes Reich auszudehnen, soll dies auch weiterhin geschehen. Wo nicht, gilt es dies zu fördern. Missionale Theologie fördert in unseren Gemeinden ein missionales Selbstverständnis, indem das volle Evangelium verkündet, ein Leben aus der Kraft des Heiligen Geistes angestrebt und geübt, das Evangelium von Jesus Christus durch alle Gläubigen verkündet und gleichzeitig mit entsprechenden Taten und Aktionen Gottes Reich ausgedehnt wird.</p>
<p>Fazit: Missionale Theologie muss sich in der Gemeinde in praktischer Förderung eines missionalen Lebensstils äussern.</p>
<div class="shr-publisher-332"></div><!-- Start Shareaholic LikeButtonSetBottom Automatic --><div style="clear: both; min-height: 1px; height: 3px; width: 100%;"></div><div class='shareaholic-like-buttonset' style='float:none;height:30px;'><a class='shareaholic-fblike' data-shr_layout='button_count' data-shr_showfaces='false' data-shr_href='http%3A%2F%2Fblog.igw.edu%2F2009%2F07%2F09%2Fdie-christologische-begrundung-22%2F' data-shr_title='Die+christologische+Begr%C3%BCndung+%282%2F2%29'></a><a class='shareaholic-googleplusone' data-shr_size='medium' data-shr_count='true' data-shr_href='http%3A%2F%2Fblog.igw.edu%2F2009%2F07%2F09%2Fdie-christologische-begrundung-22%2F' data-shr_title='Die+christologische+Begr%C3%BCndung+%282%2F2%29'></a></div><div style="clear: both; min-height: 1px; height: 3px; width: 100%;"></div><!-- End Shareaholic LikeButtonSetBottom Automatic -->]]></content:encoded>
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