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	<title>Der IGW-Blog&#187; Theologie</title>
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	<description>Theologie für Mensch, Kirche, Gesellschaft</description>
	<lastBuildDate>Thu, 02 Feb 2012 07:34:58 +0000</lastBuildDate>
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		<title>Der Bibel-Frust</title>
		<link>http://blog.igw.edu/2012/02/01/der-bibel-frust/</link>
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		<pubDate>Wed, 01 Feb 2012 12:34:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Beni Leuenberger</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bibel]]></category>
		<category><![CDATA[Neues Testament]]></category>
		<category><![CDATA[Gemeindebau]]></category>
		<category><![CDATA[Theologie]]></category>

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		<description><![CDATA[Sind wir mal ehrlich: Die Bibel ist wohl das Thema, worüber am meisten geheuchelt wird im christlichen „Kuchen“. Sagen tun wir: Die Bibel soll unser Leben prägen und verändern. Denken tun wir: Ich versteh kein Wort und sie ist langweilig. Zugegeben: Alle geben sich viel Mühe und nehmen sich immer wieder vor: Ich werde von [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<!-- Start Shareaholic LikeButtonSetTop Automatic --><!-- End Shareaholic LikeButtonSetTop Automatic --><p><a href="http://blog.igw.edu/wp-content/uploads/2012/02/Bibel.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-1165" src="http://blog.igw.edu/wp-content/uploads/2012/02/Bibel-213x300.jpg" alt="" width="213" height="300" /></a>Sind wir mal ehrlich: Die Bibel ist wohl das Thema, worüber am meisten geheuchelt wird im christlichen „Kuchen“.</p>
<p><strong>Sagen tun wir: Die Bibel soll unser Leben prägen und verändern</strong>.</p>
<p><strong>Denken tun wir: Ich versteh kein Wort und sie ist langweilig.</strong></p>
<p>Zugegeben: Alle geben sich viel Mühe und nehmen sich immer wieder vor: Ich werde von jetzt an regelmässig in der Bibel lesen. Aber dann nach wenigen Tagen kommt der grosse Frust. Ich weiss nicht was lesen, es spricht mich nicht an, ich verstehe nicht was dieser blöde Prophet Jesaja eigentlich sagen wollte. Was hat das alles mit meinem Leben zu tun?</p>
<p><strong>Aber wir sagen tapfer: Ich will mein Leben auf der Bibel aufbauen.</strong></p>
<p>Wieder ein solcher Satz, den niemand so richtig versteht und darum auch nicht richtig zur Geltung kommt.</p>
<p>In der Praxis sieht etwa so aus: Die ersten beiden Bücher Mose haben wir gelesen, aber dann wurde es total langweilig. Josua ist in den ersten Kapiteln auch noch spannend, Richter erinnert an ‚300’ und Rut ist ein schöne Liebesgeschichte. Die ersten Könige kennen wir einigermassen, vor allem David mit seinem Ehebruch ist uns geläufig. Die Psalmen tun uns wohl und die Sprüche sind noch witzig. Aber dann hat sichs mit dem Alten Testament. Der Rest ist ein schwarzes Loch. Ja was will man schon mit Büchern wie Hezekiel oder Zefanja, die Namen tönen schon veraltet, umso verstaubter muss wohl der Inhalt sein.</p>
<p>Und das Neue Testament? Die Geschichten von Jesus kennen wir ja und die kommen in allen Evangelien ähnlich vor &#8211; wieso also alle vier lesen? Die Apostelgeschichte ist etwas langfädig, aber auch noch interessant. Und dann kommen diese elenden Briefe von Paulus. Wir sind uns an dieser Stelle schnell mit Petrus einig: Sie sind zu kompliziert. Und darum haben viele von uns wenig Ahnung von der Vision des Paulus für die (Orts-)Gemeinde.</p>
<p><strong>Trotzdem: Ich kenne die Bibel und sie ist mein Fundament.</strong></p>
<p>Aber die Bibel war nie gedacht, dass ein jeder sie ausschliesslich für sich allein liest. Das Wort Gottes war an ein Volk, zuerst an Israel und jetzt an das Volk Gottes. Alle Briefe im neuen Testament waren an Gemeinden geschrieben und wurden laut der Versammlung vorgelesen. Es bekamen nicht alle ein eigenes Exemplar und konnten es zu Hause „studieren“.</p>
<p>Passt das in unser Bild, dass Jesus „alle ganz persönlich ansprechen möchte“? Hat sich auch hier unser kultureller Individualismus in unsere Glaubenssprache eingenistet? Können wir allen Ernstes sagen unser Leben sei vom Evangelium geprägt, wenn wir kaum Zeit für das Bibelstudium aufwenden?</p>
<p>Ich beobachte, dass unsere Gemeinde(n) bibelarm geworden ist. Das ist ein Plädoyer für mehr Raum in der Gemeinde, um die Bibel wieder zu studieren und zu entdecken. Wie könnte das konkret aussehen?</p>
<p>p.s.: die Illustration ist von einem Freund von mir, der Illustrator und Künstler ist. (<a href="http://www.joelbuechli.com/">www.joelbuechli.com</a>)</p>
<div class="shr-publisher-1162"></div><!-- Start Shareaholic LikeButtonSetBottom Automatic --><div style="clear: both; min-height: 1px; height: 3px; width: 100%;"></div><div class='shareaholic-like-buttonset' style='float:none;height:30px;'><a class='shareaholic-fblike' data-shr_layout='button_count' data-shr_showfaces='false' data-shr_href='http%3A%2F%2Fblog.igw.edu%2F2012%2F02%2F01%2Fder-bibel-frust%2F' data-shr_title='Der+Bibel-Frust'></a><a class='shareaholic-googleplusone' data-shr_size='medium' data-shr_count='true' data-shr_href='http%3A%2F%2Fblog.igw.edu%2F2012%2F02%2F01%2Fder-bibel-frust%2F' data-shr_title='Der+Bibel-Frust'></a></div><div style="clear: both; min-height: 1px; height: 3px; width: 100%;"></div><!-- End Shareaholic LikeButtonSetBottom Automatic -->]]></content:encoded>
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		<title>13 Thesen zur missionalen Christologie</title>
		<link>http://blog.igw.edu/2011/03/10/13-thesen-zur-missionalen-christologie/</link>
		<comments>http://blog.igw.edu/2011/03/10/13-thesen-zur-missionalen-christologie/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 10 Mar 2011 10:52:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Cla</dc:creator>
				<category><![CDATA[Missionale Theologie]]></category>
		<category><![CDATA[Christologie]]></category>
		<category><![CDATA[Theologie]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Gemeinde kann nicht anders, als inkarnatorisch und praktisch Teil der sie umgebenden Lebenskultur zu werden. Dabei lässt sie sich nicht von der vorherrschenden Kultur, sondern vom Reich Gottes bestimmen. Ihr Handeln und Reden hat somit auch prophetisch-kritischen Charakter. So lautet die letzte von 13 Thesen zur missionalen Christologie, mit denen wir die Diskussion der [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<!-- Start Shareaholic LikeButtonSetTop Automatic --><!-- End Shareaholic LikeButtonSetTop Automatic --><blockquote><p>Die Gemeinde kann nicht anders, als inkarnatorisch und praktisch Teil der sie umgebenden Lebenskultur zu werden. Dabei lässt sie sich nicht von der vorherrschenden Kultur, sondern vom Reich Gottes bestimmen. Ihr Handeln und Reden hat somit auch prophetisch-kritischen Charakter.</p></blockquote>
<p><a href="http://www.igw.edu/index.php?eID=tx_mm_bccmsbase_zip&amp;id=5787042164d78a162ed484" target="_blank"><img class="alignleft size-medium wp-image-807" title="13 Thesen Titelblatt" src="http://blog.igw.edu/wp-content/uploads/2011/03/13-Thesen-Titelblatt-211x300.jpg" alt="" width="211" height="300" /></a>So lautet die letzte von 13 Thesen zur missionalen Christologie, mit denen wir die Diskussion der missionalen Theologie weiterführen wollen. Wir sind davon überzeugt, dass <strong>jede kirchliche oder persönliche Erneuerung ihre Grundlage in der Beschäftigung mit Jesus Christus</strong> hat. Auch die Theologie hat dort zu beginnen.</p>
<p><strong>„Wer ist dieser Jesus Christus? Wer ist er für uns heute? Und: Was bedeutet ein Leben mit Jesus Christus heute?“</strong> Bei diesen Fragen Dietrich Bonhoeffers setzen die Thesen an, um anschliessend die Bedeutung einer missionalen Christologie aus drei Perspektiven zu beleuchten: systematisch-theologisch, neutestamentlich und praktisch-theologisch. Das Ergebnis ist als Beitrag an eine weiterführende Diskussion zu verstehen und als Ausdruck der Überzeugung, dass die missionale Theologie ihre Kraft und Wirkung in jeder Form von Kirche und an jedem Ort entwickeln soll, an dem Menschen das <strong>Grundanliegen der Kirche Jesu</strong> umsetzen wollen: <strong>Gottes Auftrag in dieser Welt zu leben.</strong></p>
<p>Die 13 Thesen entstanden im Rahmen eines Think-Tanks im Januar 2011 und basieren auf der Vorarbeit von <a href="http://www.aschoff-net.de/Willkommen.html" target="_blank">Dr. Peter Aschoff</a>, <a href="http://h1.netznacht.com/drupal/?q=node/6" target="_blank">Dr. Rainer Ebeling</a> und <a href="http://www.journeyfiles.de/" target="_blank">Björn Wagner</a>. Du kannst sie <a href="http://www.igw.edu/no_cache/downloads/detailansicht/details/13_thesen_zur_missionalen_christologie__893/liste/0/" target="_blank">hier</a> als PDF herunterladen oder über <a href="mailto:info@igw.edu">info@igw.edu</a> kostenlose gedruckte Exemplare bestellen.</p>
<div class="shr-publisher-806"></div><!-- Start Shareaholic LikeButtonSetBottom Automatic --><div style="clear: both; min-height: 1px; height: 3px; width: 100%;"></div><div class='shareaholic-like-buttonset' style='float:none;height:30px;'><a class='shareaholic-fblike' data-shr_layout='button_count' data-shr_showfaces='false' data-shr_href='http%3A%2F%2Fblog.igw.edu%2F2011%2F03%2F10%2F13-thesen-zur-missionalen-christologie%2F' data-shr_title='13+Thesen+zur+missionalen+Christologie'></a><a class='shareaholic-googleplusone' data-shr_size='medium' data-shr_count='true' data-shr_href='http%3A%2F%2Fblog.igw.edu%2F2011%2F03%2F10%2F13-thesen-zur-missionalen-christologie%2F' data-shr_title='13+Thesen+zur+missionalen+Christologie'></a></div><div style="clear: both; min-height: 1px; height: 3px; width: 100%;"></div><!-- End Shareaholic LikeButtonSetBottom Automatic -->]]></content:encoded>
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		<title>Theologie als Dienstleistung</title>
		<link>http://blog.igw.edu/2009/10/15/theologie-als-dienstleistung/</link>
		<comments>http://blog.igw.edu/2009/10/15/theologie-als-dienstleistung/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 15 Oct 2009 10:11:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Cla</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gelesen]]></category>
		<category><![CDATA[Theologie]]></category>

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		<description><![CDATA[Wissenschaft ist eine Dienstleistung, die dazu beitragen soll, dass es den Menschen besser geht. Dennoch erhält man bisweilen den Eindruck, Wissenschaft und Gesellschaft seien getrennte Systeme, die nichts miteinander zu tun haben. So äussert sich Walter Leimgruber, Professor für Kulturwissenschaft und Europäische Ethnologie an der Universität Basel, in Horizonte, dem Magazin des Schweizerischen Nationalfonds (Ausgabe [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<!-- Start Shareaholic LikeButtonSetTop Automatic --><!-- End Shareaholic LikeButtonSetTop Automatic --><blockquote><p>Wissenschaft ist eine Dienstleistung, die dazu beitragen soll, dass es den Menschen besser geht. Dennoch erhält man bisweilen den Eindruck, Wissenschaft und Gesellschaft seien getrennte Systeme, die nichts miteinander zu tun haben.</p></blockquote>
<p>So äussert sich Walter Leimgruber, Professor für Kulturwissenschaft und Europäische Ethnologie an der Universität Basel, in <em>Horizonte</em>, dem Magazin des Schweizerischen Nationalfonds (Ausgabe Juni 2009). Diese Feststellung und die darin enthaltene Forderung freuen und provozieren mich gleichzeitig. Sie provozieren mich, über mein eigenes Forschen nachzudenken: Wen habe ich dabei vor Augen? Will ich einen Beitrag leisten? Einen Beitrag wozu?</p>
<p><img class="alignleft size-medium wp-image-437" title="Fensterputzer" src="http://blog.igw.edu/wp-content/uploads/2009/10/493796_25609278-300x200.jpg" alt="Fensterputzer" width="300" height="200" />I<img src="file:///C:/Dokumente%20und%20Einstellungen/ecg/Desktop/1200630_65511822.jpg" alt="" />ch stelle fest, dass theologische Forschungsarbeit kaum als Dienstleistung verstanden wird. Der Zusammenhang zwischen ihr und dem Leben in Gesellschaft und Kirche ist nicht erkennbar oder zumindest nicht nachvollziehbar. Schnell ist dann die Frage zu hören: &#8220;Was bringt das?&#8221; Dabei wird vergessen, dass unser theologisches Denken und Handeln auf einem Fundament von Forschung steht, auf der Arbeit von Menschen, die Fragen gestellt haben, deren &#8220;Praxisbezug&#8221; vielleicht nicht auf den ersten Blick klar war, deren Beantwortung aber weitere Schritte ermöglichte. Wo wären wir beispielsweise, wenn Menschen nicht die Strukturen der alten Sprachen erforscht hätten, um uns mit Übersetzungen der Bibel zu (be-)dienen? Zu den Fragen, die sie stellten, gehörten auch solche nach den bei Paulus beliebtesten Partizipialkonstruktionen oder dem direkten Artikel im Johannesevangelium. (Man verzeihe mir die NT-lastigen Beispiele.) Heute schütteln bei solchen und ähnlichen Themen viele den Kopf. Dabei ist es nicht so, dass einmal beantwortete Fragen nicht wieder neu gestellt und beantwortet werden dürften oder müssten. Die Wissenschaft bewegt sich (hoffentlich vorwärts).</p>
<p>Als ich ein Kind war, füllte man Löcher in den Zähnen mit Quecksilber-Amalgam. Dass man das heute nicht mehr macht, liegt daran, dass jemand trotz bestehender Lösung weitergefragt hat.</p>
<p>Ich will hier nicht zum grossen Jammern anstimmen. Im Gegenteil. Denn das Problem beginnt ja bei den Theologen, die sich fragen müssen: Diene ich Gesellschaft und Kirche? Oder noch etwas schlichter ausgedrückt: Diene ich den Menschen? (Und es soll jetzt bitte keiner mit dem Einwand kommen, dass der Theologe Gott zu dienen habe.) Leimgruber spricht sich dafür aus, dass diese Diensthaltung in der Kommunikation zum Ausdruck kommen müsse:</p>
<p>Vielen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern graut vor der Kommunikation mit einer nichtfachlichen Öffentlichkeit &#8230; Die wissenschaftliche Gemeinschaft sollte sich also verstärkt Gedanken machen, wie die Fach- und Wissenschaftsgrenzen überschreitende Kommunikation verbessert werden kann.</p>
<p>Ähnlich sieht es Markus Bernhard (Leiter der Kommunikationsabteilung im ETH-Rat) in der Neuen Zürcher Zeitung vom 22. September (S. 40):</p>
<blockquote><p>Die Gesellschaft &#8211; für welche die Medien Sprachrohr und Forum bilden &#8211; ist immer Zielpublikum der Wissenschaft und an der Wissenschaft teilhabende. Den Dialog von Wissenschaft und Gesellschaft sicherzustellen, war und ist daher eine zentrale Aufgabe.</p></blockquote>
<p>IGW bemüht sich, Theologinnen und Theologen in Ausbildung ein Umfeld zur Verfügung zu stellen, in dem die Verbindung  von Forschungsarbeit (= Fragen stellen und Fragen beantworten) und Leben selbstverständlich ist. In meinen Augen ist das eine ausgezeichnete Voraussetzung dafür, das eigene Forschen immer mehr als Dienstleistung zu sehen und zu gestalten.</p>
<p>Der ganze Artikel von Walter Leimgruber (1 Seite) steht auf der Seite des Nationalfonds zum <a href="http://www.snf.ch/SiteCollectionDocuments/horizonte/81/81_20_33_d.pdf">Download</a> bereit.</p>
<p><em>Horizonte &#8211; Das Schweizer Forschungsmagazin </em>erscheint viermal jährlich und kann <a href="http://www.snf.ch/D/Aktuell/Horizonte/Seiten/Bestellung.aspx" target="_blank">hier</a> gratis abonniert werden.</p>
<div id="_mcePaste" style="overflow: hidden; position: absolute; left: -10000px; top: 0px; width: 1px; height: 1px;">Dienstleistung Theologie<br />
Theologen sind Dienstleister<br />
Welche Dienstleistung erbringen Theologen?<br />
Theologie als Dienstleistung</p>
<p>Wissenschaft ist eine Dienstleistung, die dazu beitragen soll, dass es den Menschen besser geht.</p>
<p>Dennoch erhält man bisweilen den Eindruck, Wissenschaft und Gesellschaft seien getrennte Systeme, die</p>
<p>nichts miteinander zu tun haben.</p>
<p>So äussert sich Walter Leimgruber, Professor für Kulturwissenschaft und Europäische Ethnologie an der</p>
<p>Universität Basel, in Horizonte, dem Magazin des Schweizerischen Nationalfonds (Ausgabe Juni 2009).</p>
<p>Diese Feststellung und die darin enthaltene Forderung freuen und provozieren mich gleichzeitig. Sie</p>
<p>provozieren mich, über mein eigenes Forschen nachzudenken: Wen habe ich dabei vor Augen? Will ich</p>
<p>einen Beitrag leisten? Einen Beitrag wozu?</p>
<p>Ich stelle fest, dass theologische Forschungsarbeit kaum als Dienstleistung verstanden wird. Der</p>
<p>Zusammenhang zwischen ihr und dem Leben in Gesellschaft und Kirche ist nicht erkennbar oder zumindest</p>
<p>nicht nachvollziehbar. Schnell ist dann die Frage zu hören: &#8220;Was bringt das?&#8221; Dabei wird vergessen,</p>
<p>dass unser theolgisches Denken und Handeln auf einem Fundament von Forschung steht, auf der Arbeit von</p>
<p>Menschen, die Fragen gestellt haben, deren &#8220;Praxisbezug&#8221; vielleicht nicht auf den ersten Blick klar</p>
<p>war, deren Beantwortung aber weitere Schritte ermöglichte. Wo wären wir beispielsweise, wenn Menschen nicht die Strukturen der alten Sprachen erforscht hätten, um uns mit Übersetzungen der Bibel zu (be-)dienen? Zu den Fragen, die sie stellten, gehörten auch solche nach den bei Paulus beliebtesten Partizipialkonstruktionen oder dem direkten Artikel im Johannesevangelium. (Man verzeihe mir die NT-lastigen Beispiele.) Heute schütteln bei solchen und ähnlichen Themen viele den Kopf. Dabei ist es nicht so, dass einmal beantwortete Fragen nicht wieder neu gestellt und beantwortet werden dürften oder müssten. Die Wissenschaft bewegt sich (hoffentlich vorwärts).</p>
<p>Als ich ein Kind war, füllte man Löcher in den Zähnen mit Quecksilber-Amalgam. Dass man das heute</p>
<p>nicht mehr macht, liegt daran, dass jemand trotz bestehender Lösung weitergefragt hat.</p>
<p>Ich will hier nicht zum grossen Jammern anstimmen. Im Gegenteil. Denn das Problem (wenn es denn</p>
<p>tatsächlcih eines ist) beginnt ja bei den Theologen, die sich fragen müssen: Diene ich Gesellschaft</p>
<p>und Kirche? Oder noch etwas schlichter ausgedrückt: Diene ich den Menschen? (Und es soll jetzt bitte</p>
<p>keiner mit dem Einwand kommen, dass der Theologe Gott zu dienen habe.) Leimgruber spricht sich dafür</p>
<p>aus, dass diese Diensthaltung in der Kommunikation zum Ausdruck kommen müsse:</p>
<p>Vielen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern graut vor der Kommunikation mit einer nichtfachlichen</p>
<p>Öffentlichkeit &#8230; Die wissenschaftliche Gemeinschaft sollte sich also verstärkt Gedanken machen, wie</p>
<p>die Fach- und Wissenschaftsgrenzen überschreitende Kommunikation verbessert werden kann.</p>
<p>Ähnlich sieht es Markus Bernhard (Leiter der Kommunikationsabteilung im ETH-Rat) in der Neuen Zürcher</p>
<p>Zeitung vom 22. September (S. 40):</p>
<p>Die Gesellschaft &#8211; für welche die Medien Sprachrohr und Forum bilden &#8211; ist immer Zielpublikum der</p>
<p>Wissenschaft und an der Wissenschaft teilhabende. Den Dialog von Wissenschaft und Gesellschaft</p>
<p>sicherzustellen, war und ist daher eine zentrale Aufgabe.</p>
<p>IGW bemüht sich, Theologinnen und Theologen in Ausbildung ein Umfeld zur Verfügung zu stellen, in dem</p>
<p>die Verbindung  von Forschungsarbeit (= Fragen stellen und Fragen beantworten) und Leben</p>
<p>selbstverständlich ist. In meinen Augen ist das eine ausgezeichnete Voraussetzung dafür, das eigene</p>
<p>Forschen immer mehr als Dienstleistung zu sehen und zu gestalten.</p>
<p>Der ganze Artikel von Walter Leimgruber (1 Seite) steht auf der Seite des Nationalfonds zum Download</p>
<p>bereit: http://www.snf.ch/SiteCollectionDocuments/horizonte/81/81_20_33_d.pdf</p>
<p>Das Magazin Horizonte erscheint viermal jährlich und kann gratis hier abonniert werden:</p>
<p>http://www.snf.ch/D/Aktuell/Horizonte/Seiten/Bestellung.aspx</p></div>
<div class="shr-publisher-434"></div><!-- Start Shareaholic LikeButtonSetBottom Automatic --><div style="clear: both; min-height: 1px; height: 3px; width: 100%;"></div><div class='shareaholic-like-buttonset' style='float:none;height:30px;'><a class='shareaholic-fblike' data-shr_layout='button_count' data-shr_showfaces='false' data-shr_href='http%3A%2F%2Fblog.igw.edu%2F2009%2F10%2F15%2Ftheologie-als-dienstleistung%2F' data-shr_title='Theologie+als+Dienstleistung'></a><a class='shareaholic-googleplusone' data-shr_size='medium' data-shr_count='true' data-shr_href='http%3A%2F%2Fblog.igw.edu%2F2009%2F10%2F15%2Ftheologie-als-dienstleistung%2F' data-shr_title='Theologie+als+Dienstleistung'></a></div><div style="clear: both; min-height: 1px; height: 3px; width: 100%;"></div><!-- End Shareaholic LikeButtonSetBottom Automatic -->]]></content:encoded>
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		<title>Am Montag danach</title>
		<link>http://blog.igw.edu/2009/03/30/am-montag-danach/</link>
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		<pubDate>Mon, 30 Mar 2009 05:20:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Matthias Ziehli</dc:creator>
				<category><![CDATA[Missionale Theologie]]></category>
		<category><![CDATA[Kongress]]></category>
		<category><![CDATA[missio dei]]></category>
		<category><![CDATA[missional]]></category>
		<category><![CDATA[Theologie]]></category>

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		<description><![CDATA[Vom letzten Donnerstag bis Samstag hat in Aarau der Kongress &#8220;Zukunft gestalten&#8221; mit Michel Frost stattgefunden. Wir sind gespannt, was euch beschäftigt. Was sind die ersten Eindrücke, Gedanken, Diskussionspunkte?]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<!-- Start Shareaholic LikeButtonSetTop Automatic --><!-- End Shareaholic LikeButtonSetTop Automatic --><p>Vom letzten Donnerstag bis Samstag hat in Aarau der Kongress &#8220;Zukunft gestalten&#8221; mit Michel Frost stattgefunden. Wir sind gespannt, was euch beschäftigt. Was sind die ersten Eindrücke, Gedanken, Diskussionspunkte?</p>
<div class="shr-publisher-32"></div><!-- Start Shareaholic LikeButtonSetBottom Automatic --><div style="clear: both; min-height: 1px; height: 3px; width: 100%;"></div><div class='shareaholic-like-buttonset' style='float:none;height:30px;'><a class='shareaholic-fblike' data-shr_layout='button_count' data-shr_showfaces='false' data-shr_href='http%3A%2F%2Fblog.igw.edu%2F2009%2F03%2F30%2Fam-montag-danach%2F' data-shr_title='Am+Montag+danach'></a><a class='shareaholic-googleplusone' data-shr_size='medium' data-shr_count='true' data-shr_href='http%3A%2F%2Fblog.igw.edu%2F2009%2F03%2F30%2Fam-montag-danach%2F' data-shr_title='Am+Montag+danach'></a></div><div style="clear: both; min-height: 1px; height: 3px; width: 100%;"></div><!-- End Shareaholic LikeButtonSetBottom Automatic -->]]></content:encoded>
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		<title>IGW bloggt!</title>
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		<pubDate>Tue, 03 Mar 2009 10:54:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Matthias Ziehli</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemeines]]></category>
		<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[missional]]></category>
		<category><![CDATA[Theologie]]></category>

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		<description><![CDATA[Einfach gesagt: Das Evangelium ist die Geschichte eines Gottes, der mitten in die Existenz seiner Geschöpfe hereinbrach. Lebensnaher geht es kaum. Dass die Theologie heute oft als Disziplin fern des realen Lebens gesehen wird und ihre Vertreter als weltfremd gelten, weist auf ein grosses Versagen hin. (Ein grosses Versagen der Theologie, nicht derer, die sie [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<!-- Start Shareaholic LikeButtonSetTop Automatic --><!-- End Shareaholic LikeButtonSetTop Automatic --><p><a href="http://blog.igw.edu/wp-content/uploads/2009/03/illu-materie-folgt-geist.jpg"><img class="alignleft" style="border: 0pt none; display: inline; margin-left: 0px; margin-right: 10px;" title="illu_materie_folgt_geist" src="http://blog.igw.edu/wp-content/uploads/2009/03/illu-materie-folgt-geist-thumb.jpg" border="0" alt="illu_materie_folgt_geist" width="160" height="639" align="right" /></a>Einfach gesagt: Das Evangelium ist die Geschichte eines Gottes, der mitten in die Existenz seiner Geschöpfe hereinbrach. Lebensnaher geht es kaum. Dass die Theologie heute oft als Disziplin fern des realen Lebens gesehen wird und ihre Vertreter als weltfremd gelten, weist auf ein grosses Versagen hin. (Ein grosses Versagen der Theologie, nicht derer, die sie so empfinden.) Auch das darf man einmal so einfach auf den Punkt bringen.</p>
<p>Dieser Blog will zeigen, dass Theologie nicht nur nahe am Leben sein kann. Wir schreiben und diskutieren aus der Überzeugung heraus, dass sie das sogar <em>muss, </em>dass diese Nähe zum Leben unverzichtbarer Teil ihres Wesens ist. Diese Nähe zum Leben zeigt sich gerade auch in der missionalen Theologie, die nicht nur bei IGW ein grosses Thema ist; ein Thema, über das wir auch hier informieren und diskutieren werden.</p>
<p>Dieses Verständnis von Theologie, die Überzeugung, dass sie sich nahe am Leben – mitten im Leben – abzuspielen hat, lässt diesen Blog umso angemessener erscheinen. Eine interaktive Plattform lädt zur Diskussion ein, zum Dialog. Das theologische Gespräch kann so Räume für Begegnung schaffen. Unser Ziel ist dabei nicht Einigkeit in allen Details, und auch um die abschliessende Beantwortung aller Fragen geht es uns nicht. Stattdessen wünschen wir uns, im Dialog gemeinsam als Lernende unterwegs zu sein und dabei Horizont und Herz kontinuierlich zu weiten.</p>
<p>Ausdrücklich möchten wir darauf hinweisen, dass die Autorinnen und Autoren auf diesem Blog ihre persönliche Sicht, ihre Meinung und ihre Fragen zum Ausdruck bringen. Sie sind wohl alle mit IGW verbunden, äussern sich hier aber nicht als offizielle Sprecher. Die Beiträge sind daher bewusst subjektiv und repräsentieren nicht die offizielle Position von IGW International.</p>
<p>Wir laden Leserinnen und Leser ein am Denken und Diskutieren, am Ringen um lebensrelevante Theologie aktiv teilzunehmen und freuen uns auf den Austausch!</p>
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