von IGW-Team | 31.07.24 | Für Praxispartner, Für Studierende, Literatur, Ressourcen
Auf dem Weg zu einem ganzheitlichen Missionsverständnis
Vor unseren Augen vollzieht sich ein dramatischer Wandel – durch Globalisierung und Postmoderne –, der nicht nur Auswirkungen auf die Gesellschaft hat, sondern auch die Christenheit betrifft. Was bedeutet es, in dieser Welt den Auftrag zu erfüllen, den Jesus Christus der Kirche gegeben hat?
Roland Hardmeier beschreibt in diesem Buch den gegenwärtigen Wandel evangelikaler Missionstheologie hin zur Ganzheitlichkeit des Evangeliums und der Transformation der Welt. Diese radikale Anstiftung bedeutet, dass die Kirche sich neu auf ihre missionarische Aufgabe besinnt und zugleich ihre soziale Verantwortung wahrnimmt – und so zur Heilung der Welt beiträgt.
Der Autor liefert eine umfassende biblische Begründung für ein transformatorisches Missionsverständnis. Durch die Aufarbeitung der missiologischen Entwicklungen in der Zwei-Drittel-Welt, die konsequente Einbeziehung des Alten Testaments und den Blick auf Jesus als Mensch und Prophet vermittelt Roland Hardmeier eine für die Herausforderungen des 21. Jahrhunderts relevante Sicht von Kirche und Mission.
von IGW-Team | 31.07.24 | Blog, Für Studierende, Ressourcen
Leben wir in der Endzeit? – Missionale Eschatologie
Willkommen zu einem weiteren spannenden Thema auf IGW.edu! Heute tauchen wir ein in die Welt der „Missionale Eschatologie“. Dieser Begriff mag zunächst komplex klingen, doch dahinter verbirgt sich eine faszinierende Perspektive auf die Endzeit – eine, die sowohl Theologen als auch solche, die es werden wollen, inspirieren und herausfordern kann.
Was bedeutet Eschatologie?
Eschatologie ist die Lehre von den letzten Dingen. Sie umfasst Themen wie die Wiederkunft Christi, das Endgericht, die Auferstehung der Toten und das ewige Leben. Aber was passiert, wenn wir diese Lehre durch eine missionale Linse betrachten? Missionale Eschatologie verbindet die Hoffnung auf die Vollendung mit der aktiven Teilnahme am Heilsplan Gottes. Es geht nicht nur darum, was am Ende passiert, sondern auch, wie wir hier und jetzt leben und wirken sollen.
1. Der Bogen der Heilsgeschichte
Missionale Eschatologie spannt den Bogen von der Schöpfung über den Fall und die Erlösung bis hin zur Erneuerung und Vollendung der Welt. Dieser große Erzählbogen zeigt uns, dass Gottes Handeln von Anfang an auf Erneuerung und Heil ausgerichtet ist. Unsere Beteiligung daran ist nicht passiv; wir sind aktiv in diese Geschichte eingebunden. Gott lädt uns ein, seine Partner im Werk der Erneuerung zu sein.
2. Jesus Christus im Zentrum
Im Mittelpunkt steht Jesus Christus. Sein Leben, sein Tod und seine Auferstehung markieren den Beginn des Reiches Gottes. Seine Wiederkunft wird dieses Reich vollenden. Jesus ist das Vorbild für unser Leben, unser Leiden und unsere Hoffnung. Er zeigt uns, dass die neue Schöpfung bereits begonnen hat und wir jetzt schon in dieser Hoffnung leben können.
3. Kontextuelle Interpretation
Wenn wir eschatologische Texte lesen, ist es wichtig, sie im Kontext ihrer Zeit zu verstehen. Diese Texte sind oft in einer symbolischen Sprache verfasst und reflektieren die historischen und kulturellen Bedingungen ihrer Entstehungszeit. Daher sollten wir vorsichtig sein mit modernen Spekulationen und uns vielmehr auf die grundlegenden Botschaften konzentrieren, die uns diese Texte vermitteln.
4. Demut und Hoffnung
Missionale Eschatologie erkennt die Grenzen unserer Erkenntnis an. Es gibt viele Theorien und Interpretationen, und wir sollten demütig bleiben, wenn es um eschatologische Fragen geht. Die Hoffnung, dass Christus wiederkommt und das Böse endgültig besiegt, ist zentral. Diese Hoffnung gibt uns Kraft und Mut, auch in schwierigen Zeiten standhaft zu bleiben.
5. Leben im Hier und Jetzt
Diese Eschatologie ist weder eine Vertröstung auf das Jenseits noch eine Verherrlichung des Diesseits. Es geht um die Vorfreude auf die kommende Herrschaft Gottes und die Bereitschaft, diese bereits jetzt zu leben. Das bedeutet, dass wir als Christen unser Leben an den Werten des Reiches Gottes ausrichten: Gerechtigkeit, Frieden und Liebe.
6. Gemeinde im Licht der Eschatologie
Die Vorstellung von der Vollendung prägt das Denken und Handeln der Gemeinde. Eine missionale Eschatologie zielt auf die Teilhabe am gegenwärtigen und zukünftigen Heil Gottes ab. Diese Hoffnung bewahrt uns vor übertriebenen Erwartungen an die Gegenwart und setzt gleichzeitig Energie frei, um im Geist der neuen Welt zu handeln.
7. Zeichen der neuen Welt
Der Same der neuen Welt wird bereits jetzt gesät. Unser missionales Handeln weist nicht nur auf die kommende Welt hin, sondern bringt sie auch schon jetzt hervor. Das bedeutet, dass wir in Partnerschaft mit Gott arbeiten und dabei helfen, Zeichen des kommenden Reiches sichtbar zu machen.
8. Leid und Hoffnung
Missionales Handeln wird oft mit Leid verbunden sein. Wir stehen im Widerstand gegen das Böse, leiden mit einer noch unerlösten Schöpfung und erkennen unsere eigene Unzulänglichkeit. Doch wie bei Jesus ist das Leiden Teil der Überwindung des Bösen und somit der Verbreitung der Herrschaft Gottes.
9. Gericht als Hoffnung und Warnung
Für Christen und Nichtchristen ist die Botschaft vom Gericht Gottes entweder eine Hoffnung für die Leidenden oder eine Warnung und ein Ruf zur Umkehr an jene, die Ungerechtigkeit fördern. Das Gericht Gottes ist ein heilbringendes Ereignis, das bereits heute antizipiert werden kann und soll.
10. Das Gericht als Durchgang
Das kommende Gericht ist der Durchgang zur neuen Welt. Es geht nicht um Strafe, sondern um die Überwindung des Bösen. Das Gericht bringt Unrecht zur Sprache, konfrontiert mit eigener Schuld und stellt Gerechtigkeit für die Opfer her. Nur auf dieser Grundlage ist umfassende Versöhnung möglich.
11. Wiederherstellung des Lebens
Die Vollendung des Erlösungswerks Gottes bedeutet die Wiederherstellung des gemeinsamen Lebens des Menschen mit seinem Schöpfer, seinen Mitmenschen und der gesamten Schöpfung. Diese Zukunft soll bereits heute in Form von versöhntem gemeinschaftlichem Leben vorweggenommen werden.
12. Lebendige Hoffnung
Die Bibel beschreibt die erhoffte Vollendung mit verschiedenen Bildern: neuer Himmel, neue Erde, Wiederkunft Christi, Gott wohnt bei den Menschen. Diese Bilder drücken die lebendige Hoffnung aus, dass Gott das Böse endgültig überwinden und die Schöpfung erlösen wird.
Fazit
Leben wir in der Endzeit? Die missionale Eschatologie sagt uns, dass wir in einem Zwischenstadium leben – zwischen dem ersten Kommen Christi und seiner Wiederkunft. Also Ja, es ist das letzte große Kapitel in Gottes Heilsgeschichte. Die Endzeit. Unsere Aufgabe ist es, in dieser Zeit aktiv das Reich Gottes zu verkünden und zu leben. Dies gibt uns nicht nur Hoffnung für die Zukunft, sondern auch eine klare Mission für die Gegenwart. Lassen wir uns von dieser Hoffnung und Aufgabe inspirieren und ermutigen, heute schon Zeugen der kommenden Welt zu sein!
Du möchtest in einem Theologiestudium genau dafür ausgebildet werden? Dann freuen wir uns sehr auf deine Nachricht. Mach ein kostenloses Beratungsgespräch mit uns damit wir mit dir schauen können, wie dein Weg bei IGW aussehen kann.
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von IGW-Team | 31.07.24 | Für Praxispartner, Für Studierende, Literatur, Ressourcen
50 Jahre nach dem Kongress für Weltevangelisation in Lausanne (1974)
Missionale Theologie ist mit Schlagworten wie „Ganzheitlichkeit“ und „Gesellschaftsrelevanz“ in aller Munde. Doch was ist missionale Theologie? Aus welchen Quellen speist sie sich?
Der Missionswissenschaftler Dr. Roland Hardmeier beschreibt in diesem Buch die geschichtlichen Meilensteine und die theologischen Eckpunkte der missionalen Theologie. Er stellt insbesondere die Entwicklung im evangelikalen Bereich dar und berücksichtigt dabei auch Dokumente und Autoren, die bisher auf Deutsch nicht zugänglich waren. Resultat ist eine umfassende und dennoch leicht verständliche Darstellung der missionalen Theologie.
Dieses Buch ist in der Edition IGW erschienen, die vom IGW herausgegeben wird.
Diese Reihe macht Forschungsergebnisse von Studierenden und Lehrenden bei IGW einer breiten Leserschaft zugänglich und leistet damit einen Beitrag, den aktuellen gemeindebaulich-missionarischen Herausforderungen in Europa zu begegnen.
Hier eine Übersicht der bisher erschienenen Titel:
- Band 1: Peter R. Müller, Columbans Revolution: Wie irische Mönche Mitteleuropa mit dem Evangelium erreichten – und was wir von ihnen lernen können
- Band 2: Roland Hardmeier, Kirche ist Mission: Auf dem Weg zu einem ganzheitlichen Missionsverständnis
- Band 3: Johannes Reimer, Gott in der Welt feiern: Auf dem Weg zum missionalen Gottesdienst
- Band 4: Roland Hardmeier, Geliebte Welt: Auf dem Weg zu einem neuen missionarischen Paradigma
- Band 5: Heinrich Christian Rust, Geist Gottes – Quelle des Lebens: Grundlagen einer missionalen Pneumatologie
- Band 6: Johannes Reimer, Hereinspaziert! Willkommenskultur und Evangelisation
- Band 7: Roland Hardmeier, Missionale Theologie: Evangelikale auf dem Weg zur Weltverantwortung
- Band 8: Fritz Peyer-Müller (Hg.), Der beste Job der Welt: Theologen, Pfarrer und Pastoren über ihre Berufung
- Band 9: Fritz Peyer-Müller (Hg.), Vision und Wirklichkeit: Kirche mit Zukunft – mitten in der Welt
von IGW-Team | 31.07.24 | Blog, Für Alumni, Ressourcen
Herausforderungen und Chancen
In diesem Blogartikel werfen wir einen detaillierten Blick auf die acht zentralen Thesen von IGW zur Rolle der Kirche in einer fluiden Gesellschaft und was das für angehende Theologiestudierende und Pastoren bzw. Pastorinnen bedeutet.
Was bedeutet „fluide Gesellschaft“?
Der Begriff „fluide Gesellschaft“ stammt von dem Soziologen Zygmunt Bauman und beschreibt eine Gesellschaft, in der sich soziale Strukturen und Werte ständig ändern. Sicherheit und Gemeinschaft stehen im Spannungsfeld zu Autonomie und Individualität. Diese Gegensätze beeinflussen, wie sich Menschen in Gruppen organisieren und wie stabil oder flexibel diese Gruppen sind. Für Kirchen bedeutet dies, dass sie ihre Gemeinschaftsformen und Strukturen immer wieder neu definieren müssen.
Die Herausforderungen der Fluidität
In einer fluiden Gesellschaft stehen Kirchen vor zwei wesentlichen Aufgaben: die Entwicklungen aufmerksam wahrzunehmen und konstruktiv darauf zu reagieren. Dies erfordert eine Balance zwischen Tradition und Innovation. Kirchen müssen offen für Veränderungen sein, ohne ihre Identität und ihren Kernauftrag zu verlieren. Sie müssen erkennen, dass sowohl Autonomie als auch Gemeinschaft wertvoll sind und es gilt, diese Werte in Einklang zu bringen. Dies erfordert eine Balance zwischen Tradition und Innovation. Kirchen müssen offen für Veränderungen sein, ohne ihre Identität und ihren Kernauftrag zu verlieren. Sie müssen erkennen, dass sowohl Autonomie als auch Gemeinschaft wertvoll sind und es gilt, diese Werte in Einklang zu bringen.
These 1: Spannung zwischen Sicherheit und Autonomie
Die erste These betont, dass die Fluidität von Gruppen im Spannungsfeld zwischen Sicherheit/Gemeinschaft und Autonomie/Individualität zu verstehen ist. Keine dieser Werte ist ohne den anderen attraktiv: Autonomie ohne Sicherheit führt zu Unsicherheit, während Sicherheit ohne Autonomie erstarrt. Kirchen müssen daher ein Gleichgewicht finden, um beide Bedürfnisse ihrer Mitglieder zu erfüllen.
These 2: Globale Vernetzung und Gemeinschaftsformen
Die zunehmende globale Vernetzung führt dazu, dass Gemeinschaftsformen optionaler und flexibler werden. Dies bedeutet, dass Kirchen ihre Gemeinschaftsformen ständig neu bestimmen müssen, um relevant zu bleiben. Traditionelle, ortsgebundene Strukturen werden zunehmend durch dynamische Beziehungsnetze ersetzt.
These 3: Markt und Staat als Normensysteme
Die Logik des Marktes drängt zur Konsumorientierung, was bedeutet, dass auch religiöse Angebote konsumierbar und austauschbar werden können. Kirchen müssen darauf achten, dass sie nicht zu „Dienstleistern“ werden, die nur auf Nachfrage reagieren. Gleichzeitig müssen sie sich aber auch mit den Anforderungen des Staates auseinandersetzen, der oft rechtliche und organisatorische Stabilität fordert. Eine Kirche, die in dieser Spannung navigiert, muss kreativ sein und Wege finden, authentische Gemeinschaft zu fördern, ohne sich komplett den Marktkräften oder staatlichen Vorgaben zu unterwerfen.
These 4: Die Kirche als tatsächliche Gemeinschaft
Eine flexible Struktur kann bedeuten, dass sich Kirchen weniger auf feste Mitgliedschaften und mehr auf aktive Teilnahme und Engagement konzentrieren. Gemeinschaften können durch kleine Gruppen, Projektteams oder temporäre Initiativen gebildet werden, die sich um spezifische Interessen oder Bedürfnisse kümmern. Dies erfordert eine Kultur der Offenheit und Anpassungsfähigkeit, die es den Mitgliedern ermöglicht, sich je nach Lebenssituation und Bedürfnissen zu engagieren.
These 5: Einfluss neuer Medien auf die Kirche
Social Media, Streaming-Dienste und andere digitale Plattformen haben die Art und Weise, wie Menschen kommunizieren und Gemeinschaft erleben, revolutioniert. Kirchen können diese Technologien nutzen, um Menschen zu erreichen, die sie sonst vielleicht nicht erreichen würden. Gleichzeitig müssen sie darauf achten, dass diese digitalen Gemeinschaften nicht nur oberflächlich bleiben, sondern echte, tiefgehende Verbindungen ermöglichen.
These 6: Die Bedeutung von Ritualen und Traditionen
Rituale und Traditionen sind wichtige Ankerpunkte im Leben einer Glaubensgemeinschaft. Sie bieten nicht nur eine Verbindung zur Vergangenheit, sondern auch eine Möglichkeit, Glauben und Werte im Alltag zu leben. Kirchen sollten daher darauf achten, bedeutungsvolle Rituale zu pflegen und sie gleichzeitig so zu gestalten, dass sie auch in einer sich schnell verändernden Gesellschaft relevant bleiben.
These 7: Pluralität und Vielfalt als Chance
In einer pluralistischen Gesellschaft kommen Menschen mit verschiedenen Hintergründen und Überzeugungen zusammen. Kirchen können diese Vielfalt als Bereicherung ansehen und Plattformen bieten, auf denen unterschiedliche Stimmen gehört und respektiert werden. Dies fördert nicht nur das gegenseitige Verständnis, sondern auch eine tiefere Auseinandersetzung mit dem Glauben.
These 8: Die Rolle der Kirche in der Öffentlichkeit
Die Kirche hat in einer fluiden Gesellschaft die Aufgabe, eine prophetische Stimme zu sein, die auf Ungerechtigkeiten hinweist und sich für die Schwachen einsetzt. Sie sollte sich aktiv in gesellschaftliche Debatten einbringen und Orientierung bieten.
Die Kirche hat die Verantwortung, gesellschaftliche Missstände anzusprechen und sich für Gerechtigkeit und Frieden einzusetzen. Eine Kirche, die mutig ihre Stimme erhebt und sich für das Gemeinwohl einsetzt, kann einen bedeutenden Beitrag zur Gesellschaft leisten.
Chancen in der fluiden Gesellschaft
Neben den Herausforderungen bietet die fluide Gesellschaft auch zahlreiche Chancen für die Kirche. Flexibilität kann zu innovativen Gemeinschaftsformen führen, die besser auf die Bedürfnisse der Menschen eingehen. Hier sind einige Möglichkeiten:
Kreative Vorwegnahme der versöhnten Gemeinschaft
Kirchen können sich als kreative Vorwegnahme der versöhnten Gemeinschaft in Gottes Reich verstehen. Dies bedeutet, dass sie Freiheit und Wirksamkeit durch liebevolle Bindung und Hingabe an den Nächsten fördern. In dieser Freiheit verwirklicht sich die Kirche in der Gemeinschaft und Sendung.
Dynamische Strukturen und flache Hierarchien
Anstelle starrer Gebäude und Hierarchien sollten Kirchen dynamische Strukturen und flache Hierarchien fördern. Dies schafft Raum für Initiative und ermöglicht es, Verantwortung zu übernehmen und zu wachsen. Eine Kultur des Vertrauens, der Transparenz und des Dialogs ist hierbei essenziell.
Neue Gestaltung und Gewohnheiten
Eine neue Gestaltung könnte Flexibilität, Anpassungsfähigkeit und eine offene Haltung gegenüber Veränderungen umfassen. Kirchen könnten Workshops oder Seminare anbieten, die diese Fähigkeiten fördern. Darüber hinaus sollten sie eine Kultur des lebenslangen Lernens fördern, in der Mitglieder ermutigt werden, sich ständig weiterzubilden und neue Wege zu finden, ihren Glauben in die Praxis umzusetzen.
Die Zukunft der Kirche in einer fluiden Gesellschaft
Die Kirche in einer fluiden Gesellschaft zu führen, erfordert Mut, Flexibilität und eine klare Vision. Für angehende Theologiestudierende oder Pastoren bzw. Pastorinnen bietet dies sowohl Herausforderungen als auch spannende Chancen. Es geht darum, alte Formen loszulassen, neue Ideen zu umarmen und Veränderungen zuzulassen, um das Evangelium auf zeitgemäße Weise zu verkünden.
Kirchen, die den Mut aufbringen, sich den Gegebenheiten einer fluiden Gesellschaft anzupassen, können nicht nur ihre Relevanz bewahren, sondern auch neue, lebendige Gemeinschaften schaffen, die den Menschen in ihrer Zeit gerecht werden. Die Thesen zur Kirche in einer fluiden Gesellschaft bieten hierfür wertvolle Impulse und laden zum Mitdenken, Selberdenken und Weiterdenken ein.
Wenn du mehr über missionale Hermeneutik und ihre Anwendung erfahren möchtest, lade ich dich ein, weiter in dieses spannende Thema einzutauchen: Lade dir hier unser Thesenpapier herunter und lass uns gerne wissen, was du daraus mitnehmen konntest. Schreib uns einfach eine Mail an hallo@igw.edu
Thesenpapier zur Kirche in einer fluiden Gesellschaft
Interessiert? Besuche uns auf www.igw.edu und finde heraus, was dein Platz in der Kirche von Morgen sein kann. Wir freuen uns darauf, dich auf deiner theologischen Reise zu begleiten und dich vielleicht auf deinem Weg in ein Theologiestudium zu beraten.
Vision und Wirklichkeit
von IGW-Team | 31.07.24 | Blog, Für Studierende, Ressourcen
Wenn du dich fragst, was es bedeutet, den Heiligen Geist in der Theologie zu erforschen, und wie dies dein Studium oder deine Weiterbildung am IGW beeinflussen könnte, bist du hier genau richtig. Die Pneumatologie, die Lehre vom Heiligen Geist, ist ein faszinierender und tiefgründiger Bereich der Theologie, der unser Verständnis von Gottes Wirken in der Welt erheblich bereichern kann. Anhand von dreizehn Fakten erfährst du, was missionale Pneumatologie bedeutet und warum sie für dein theologisches Studium bei IGW so relevant ist.
1. Offenheit für den Heiligen Geist
Der Heilige Geist als Thema der Theologie verlangt eine Offenheit für sein Reden und Wirken. Diese Offenheit führt zu Erfahrungen und neuen Erkenntnissen, welche die gesamte theologische Arbeit beeinflussen und verändern. Ohne diese Offenheit riskieren wir, in unseren theologischen Betrachtungen einseitig zu werden. Stellen wir uns die Frage: Sind wir bereit, den Heiligen Geist in unser theologisches Denken einzubeziehen und seine Führung zuzulassen?
2. Der Heilige Geist in der Dreieinigkeit
Der Heilige Geist ist als dritte Person der Dreieinigkeit ebenso aktiv handelnd und göttlich wie der Vater und der Sohn. Diese ständige Bewegung und gegenseitige Durchdringung innerhalb der Dreieinigkeit nimmt auch uns Menschen in diese dynamische Gemeinschaft auf. Dies bedeutet, dass unser theologisches Verständnis und unser geistliches Leben immer auch durch das Wirken des Heiligen Geistes geprägt sein sollten.
3. Der Heilige Geist als Heilsereignis
Das Kommen des Geistes ist ein Heilsereignis Gottes, ähnlich wie das Kommen Jesu Christi. Der Heilige Geist führt das Werk Jesu weiter und ermöglicht uns eine tiefere Beziehung zu Gott. Ohne den Geist wäre der Messias undenkbar, da der Geist das Wirken und die Mission Jesu Christi fortführt.
4. Offenbarung durch den Geist
Der Geist Gottes offenbart das Wesen und Werk Gottes. Ohne den Heiligen Geist ist keine tiefe Christuserkenntnis möglich. Er hilft uns, das Leben, Wirken, Sterben und Auferstehen Jesu sowie sein Kommen richtig zu deuten. Dies zeigt uns, wie unverzichtbar der Heilige Geist für unser theologisches Verständnis ist.
5. Der Geist und die Missio Dei
Der Heilige Geist ist die treibende Kraft innerhalb der Missio Dei. Er offenbart uns die Realität des gegenwärtigen Reiches Gottes und zeigt uns, wie wir uns daran beteiligen können. Der Geist gibt uns die Kraft und die Weisheit, um Gottes Mission in der Welt zu unterstützen und voranzutreiben.
6. Der Geist in der Schöpfung
Das Wirken des Geistes führt uns in die Schöpfung hinein und zeigt sich in der kreativen, schöpferischen Kraft des Heiligen Geistes. Diese Kraft will überall entdeckt und in unser Leben integriert werden, selbst an scheinbar „gottlosen“ Orten. Dies fordert uns heraus, Gottes Gegenwart in allen Aspekten unseres Lebens und unserer Umwelt zu erkennen und zu würdigen.
7. Die missionale Kirche und der Geist
In der Ausrichtung auf den sendenden Gott, Vater, Sohn und Heiligen Geist, gewinnt die missionale Kirche immer wieder neu ihre Identität und Kraft. Der Heilige Geist hilft der Kirche, ihre Rolle als Dienerin und Partnerin Gottes in der Welt zu verstehen und auszufüllen. Dies unterstreicht die Bedeutung des Heiligen Geistes für die missionale Ausrichtung und das Wachstum der Kirche.
8. Gemeinschaft durch den Geist
Der Geist Gottes führt Menschen in der weltweiten Kirche zusammen und schafft Gemeinschaft von Ungleichen. Er überwindet Trennungen und fördert eine versöhnte Gemeinschaft der Glaubenden. Diese Einheit in der Vielfalt wird zu einer transformierenden Kraft in der Gesellschaft, die zeigt, wie der Heilige Geist Barrieren überwinden und echte Gemeinschaft schaffen kann.
9. Mutiges Zeugnis durch den Geist
Von jeher bewirkt der Geist ein mutiges und für die jeweilige Kultur verständliches Zeugnis des Auferstandenen. Er drängt uns zu intensiven Beziehungen zu Menschen und öffnet unser Herz für ihre Nöte. Der Heilige Geist befreit uns von Egoismus und bevollmächtigt uns zur Selbsthingabe an Gott und seine Mission.
10. Kraft des Geistes in der Kirche
Christus autorisiert die Kirche, in der Kraft des Heiligen Geistes zu leben, zu reden und zu handeln. In dieser Kraft geschehen Vergebung, Taufe, Abendmahl, gemeinschaftliches Leben und Mission. Dies zeigt, wie zentral der Heilige Geist für das Leben und die Praxis der Kirche ist.
11. Der Geist in der Welt
Die Wirkung des Heiligen Geistes ist nicht auf die Präsenz der Kirche beschränkt. Die Gaben und Früchte des Geistes haben sowohl in der Kirche als auch in der Welt eine missionale Wirkung. Der Geist wirkt überall und zeigt uns, wie wir uns in Gottes Mission einbringen können.
12. Der Geist wirkt an allen Menschen
Der Heilige Geist wirkt an und durch alle Menschen, schafft die Voraussetzungen für eine Begegnung mit Gott und zielt auf eine neue Schöpfung. Dies bedeutet, dass der Geist überall am Werk ist und uns dazu einlädt, uns seiner Mission anzuschließen.
13. Eschatologische Hoffnung durch den Geist
Der Geist Gottes wirkt auf die Vollendung des Reiches Gottes hin und offenbart dessen Konturen bereits heute. Unsere Mission als Kirche geschieht im Einklang mit diesem Wirken des Geistes und orientiert sich an der eschatologischen Hoffnung, die uns ein Leben aus Hoffnung ermöglicht.
Zusammenfassung
Die missionale Pneumatologie zeigt uns, wie der Heilige Geist in allen Aspekten unseres theologischen Denkens und Handelns präsent und aktiv ist.
Wenn du mehr über missionale Hermeneutik und ihre Anwendung erfahren möchtest, lade ich dich ein, weiter in dieses spannende Thema einzutauchen: Lade dir hier unser Thesenpapier herunter und lass uns gerne wissen, was du daraus mitnehmen konntest. Schreib uns einfach eine Mail an hallo@igw.edu
Thesenpapier Missionale Pneumatologie
Bei IGW lernen wir, diese Dimension in unser Studium und unsere Praxis zu integrieren, um eine tiefere und umfassendere Theologie zu entwickeln. In unserem Studium der Theologie erleben und erforschen wir intenisv die Rolle des Heiligen Geistes in der Mission Gottes.
Du hast Interesse an einem Studium oder einer Weiterbildung bei IGW? In diesem Artikel haben wir alle Infos rund um unser Studium zusammengestellt. Buche noch heute eine unverbindliches Beratungsgespräch. Wir freuen uns auf dich!
Buch: „Geist Gottes Quelle des Lebens“