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Das Studium der Theologie: Perspektiven und Möglichkeiten entdecken

Das Studium der Theologie: Perspektiven und Möglichkeiten entdecken

Spielst du mit dem Gedanken, Theologie zu studieren? Möchtest du deinen Glauben vertiefen – mit Kopf, Herz und Hand? Möchtest du die notwendigen Kompetenzen entwickeln, um eine Leitungsfunktion im Gemeindekontext oder einem christlichen Werk wahrzunehmen? Dann bist du hier goldrichtig! Seit 1991 stattet IGW Macherinnen und Macher mit Kompetenzen aus, die Menschen und die christlichen Werke, in denen sie arbeiten, in Bewegung setzen. Gerne möchten wir dir aus diesem Erfahrungsschatz eine erste Orientierungshilfe bei deinen Überlegungen bieten und dir helfen, erste Antworten auf deine Fragen zu finden.   

Warum Theologie studieren? 

Braucht man Theologie eigentlich, um die Bibel zu verstehen und eine Kirche zu leiten? In Interessentengesprächen werde ich oft gefragt: Reichen leidenschaftlicher Glaube und gesunder Menschenverstand nicht aus? Tatsächlich ist ein leidenschaftlicher Glaube eine sehr gute Ausgangslage für ein Theologiestudium, denn leidenschaftlicher Glaube möchte sich weiterentwickeln, reifen und Wirkung entfalten.   Genau dazu leistet ein Theologiestudium einen wesentlichen Beitrag. Es fördert deine analytischen Fähigkeiten: Du lernst, genau hinzuschauen, wahrzunehmen und die offenen Fragen, Chancen und Herausforderungen in deiner Situation zu erkennen. Echter Glaube lebt in der Wirklichkeit und nicht in einer Scheinwelt. Zudem entwickelst du durch dein Studium die Fähigkeit zu kritischem Denken. Glaube schwimmt nicht einfach mit dem Strom und plappert nach, was alle anderen sagen. Gottes heilvoller Mission verpflichtet und in der Bibel gegründet, sucht Glaube Gottes Gegenwart und sein Handeln immer wieder neu zu erkennen und zu bezeugen. Und so folgt aus dieser kritischen Reflexion ein überlegtes Handeln. Wir sind davon überzeugt, dass Glaube Gestalt gewinnen und wirksam werden sollte. Bei IGW ist deshalb das regelmäßige Engagement in einer Gemeinde oder einem christlichen Werk ein grundlegender Baustein deines Studiums. Indem du während deines Studiums also deine persönliche Entwicklung vorantreibst, analytische Fähigkeiten, kritisches Denken und Kommunikations- sowie Leadership-Skills schärfst, entwickelst du grundlegende Fähigkeiten für den Dienst in Gottes Reich.  Ein weiterer großer Vorteil eines Theologiestudiums ist die internationale und interkulturelle Vernetzungsmöglichkeit. Gottes Familie spricht unzählige Sprachen. Und so führt ein Theologiestudium immer wieder dazu, die eigenen Denk- und Erlebenswelten aus einer anderen Perspektive zu betrachten und die Schätze von anderen christlichen Traditionen in ihrer ganzen ökumenischen Vielfalt kennenzulernen. IGW versteht sich bewusst als international aufgestellte, überdenominationelle Ausbildungsstätte. Das heißt, wir sind keiner einzelnen Gemeinde oder Denomination angeschlossen, sondern bilden Leitungspersonen für verschiedene Gemeindetraditionen (großmehrheitlich im freikirchlichen Kontext) in der Schweiz, Deutschland und Österreich aus.   Vielleicht hast du auch schon darüber nachgedacht, ob die Ausbildung an einer Bibelschule vielleicht passender für dich ist. In unserem Artikel HOCHSCHULE ODER BIBELSCHULE gehen wir auf die entsprechenden Argumente näher ein.  

Studienabschlüsse und Studiengänge 

Wir pflegen aktiven Kontakt mit zwei südafrikanischen Universitäten. Deren Perspektive und Art und Weise, in ihrem eigenen Kontext Theologie zu betreiben und Gemeinde zu gestalten, kennenzulernen und uns von ihnen herausfordern zu lassen, erleben wir als enorme Bereicherung. Deshalb freuen wir uns darüber, dass aus dieser Kooperation auch die Möglichkeit entstanden ist, dass unsere Alumni an der University of Pretoria im Fernstudienmodus zum MTh und PhD (Dr. Titel) weiterstudieren können, um neben der Theologie an sich auch die interkulturellen Fähigkeiten noch weiter zu vertiefen.  Damit sind wir bereits bei den möglichen Abschlüssen eines Theologiestudiums angelangt. Bei IGW bilden wir unsere Studierenden auf Bachelor- und Master-Level aus. Wir sind keine staatlich anerkannte Hochschule und können als sog. «alternative provider of theological education» deshalb keine Hochschulabschlüsse verleihen, die ein direktes Weiterstudieren an einer deutschen oder Schweizerischen Hochschule ermöglichen würden.   Allerdings sind wir bei ECTE (European Council for Theological Education) akkreditiert, was bestätigt, dass unsere Studienangebote vollumfänglich den Standards von Bachelor- und Masterstudiengängen entsprechen. Ein Studium bei IGW kann zu folgenden Abschlüssen führen:   Auf Bachelor-Level:  

  •  Bachelor of Arts in Praktischer Theologie (in der Schweiz) – 180 Credits (gemäß ECTS) 
  •  Studium Praktische Theologie (in Deutschland) – 180 Credits 

   Auf Master-Level: 

  •  Master of Advanced Studies (MAS) in Missionalem Gemeindebau – 84 Credits 
  • Master of Advanced Studies (MAS) in Theologie im Fernstudium – 60 Credits 

Abgesehen von der Möglichkeit eines Weiterstudiums an der University of Pretoria (bis zur Promotion möglich) nach einem MAS bei IGW bietet ein solcher Abschluss vielfältige berufliche Anschlussmöglichkeiten. Sie reichen von Kinder- und Jugendarbeit über Gemeindereferendariat und Pastorendienst in christlichen Freikirchen bis zu Journalismus und Entwicklungszusammenarbeit, Missionsdienst oder Gemeindegründung.   

Voraussetzungen für das Theologiestudium 

Um bei IGW zum Studium auf Bachelor-Level zugelassen zu werden, benötigst du die Hochschulreife (Matura, Abitur) oder eine abgeschlossene Berufsausbildung. Zum Studium auf Master-Level bist du dann zugelassen, wenn du über einen Abschluss auf Bachelor-Level verfügst. Wenn du bereits einen theologischen Unterbau mitbringst, kannst du auf Master-Level die Quereinstiegsanteile überspringen.   Für reifere Persönlichkeiten mit längerer Berufserfahrung im Gemeindekontext besteht die Möglichkeit einer SurDossier-Aufnahme im Rahmen eines Assessments, falls der vorausgesetzte Abschluss nicht vorhanden ist.  Dies sind die formellen Voraussetzungen. Gerade für ein Theologiestudium sind noch einige persönliche Faktoren für die Ausbildung sehr wichtig, um den Herausforderungen der pastoralen Arbeit gewachsen zu sein. z.B.:  

  • Ein persönlicher und gelebter Glaube an Jesus Christus 
  • Eine aktive Teilnahme und Mitarbeit in einer Kirche (Das Gelernte soll angewendet werden können) 
  • Ein solider Charakter und eine vorbildliche Lebensführung 
  • Eine emotional belastbare Persönlichkeit 
  • Eine Bereitschaft nicht nur Wissen anzueignen, sondern Fertigkeiten zu erlernen und an der eigenen Person zu arbeiten 

bild theologie studieren

Für welche Theologie steht IGW?  

IGW ist v.a. im freikirchlichen Kontext verankert und genießt dort eine hohe Anerkennung. Die Theologie ist wesentlich evangelisch geprägt – mit einer klaren missionalen Zuspitzung. Das bedeutet, dass IGW in der protestantischen Tradition steht, für die Jesus als Gottes Sohn das Zentrum und die Bibel als Gottes Wort die entscheidende Grundlage bildet. So verankert und ausgerichtet pflegen wir eine theologische Weite und suchen im gemeinsamen Dialog Gottes Gegenwart und Wirken durch seinen Geist in der Welt zu erkennen, zu bezeugen und uns in seine Dienste zu stellen.   

Inhalte und Fächer des Theologie-Studiums 

Während viele theologische Fakultäten ihr Studienangebot an den klassischen Disziplinen (Altes und Neues Testament, Kirchengeschichte, Systematische Theologie, Praktische Theologie und Missiologie bzw. Religionswissenschaft) ausrichten, sind die Lehrveranstaltungen am IGW stärker gemäß den Kernkompetenzen, die für Führungsaufgaben im Gemeindekontext notwendig sind, strukturiert:  

  • Selbstkompetenz: sich selbst leiten, Beziehungen ausgewogen pflegen, … 
  • Spiritualität: Jüngerschaft leben, spirituelle Praxis pflegen, … 
  • Wahrnehmen: recherchieren, Bibel auslegen, den eigenen Kontext analysieren, empirisch forschen, … 
  • Theologisch reflektieren: missional, biblisch-theologisch, historisch-theologisch, systematisch-theologisch sowie praktisch-theologisch denken 
  • Kommunizieren und führen: nachvollziehbar argumentieren, interkulturell kommunizieren, Menschen inspirieren, Lernprozesse gestalten, Teams leiten, Projekte realisieren, Veränderungsprozesse durchführen, … 

Diese Kurzübersicht macht deutlich, dass auch bei IGW die klassischen Fächer durchaus enthalten sind (auch die biblischen Sprachen können belegt werden), aber eine eigene, auf das Studienziel in der Praxis hin ausgerichtete, Anordnung erhalten. Mehr Information dazu unter: www.igw.edu   

Berufsaussichten 

Nach einem Studium bei IGW stehen dir eine Vielzahl von beruflichen Möglichkeiten offen, wie beispielsweise:   

  • Pastor oder Pastorin in einer Kirchengemeinde 
  • Gemeindegründung 
  • Jugend- und Gemeindearbeit 
  • Missionsdienst im In- und Ausland 
  • Entwicklungszusammenarbeit 
  • Tätigkeit in einem christlichen Werk 

Durch den aktuellen Pastorenmangel hat man (vorausgesetzt der persönlichen Qualifikation) sehr gute Chancen, eine Anstellung in einer Freikirche oder einem christlichen Werk zu finden. In den Landeskirchen wird meist ein Studium an einer Universität verlangt, sodass eine Anstellung zum landeskirchlichen Pfarrer oder Pfarrerin in der evangelischen oder reformierten Kirche bzw. Priester in der katholischen Kirche nicht direkt gegeben ist. Bei IGW haben wir uns dafür entschieden, ein praxisorientiertes Studium mit einer bibeltreuen Theologie als Alternative zur Universität anzubieten. Diese Form der Ausbildung wird in allen Freikirchen sehr geschätzt. Wer also das Berufsziel hat, in einer freien Gemeinde oder einem entsprechenden Werk zu arbeiten, kann mit dem Studium am IGW eine exzellente Grundlage erwerben.    

Wo kann ich studieren und welche StudIenprogramme gibt es? 

Wenn du dich für ein Theologiestudium interessierst, aber noch nicht sicher bist, ob es an deinem Ort oder in deiner Situation möglich ist, dann wirst du von einer großen Stärke des IGW profitieren: den flexiblen Studienmöglichkeiten, die sich an dein Leben anpassen. Du kannst zwischen Präsenzstudium an verschiedenen Standorten in Deutschland und der Schweiz oder einem Fernstudium wählen.  Studienstandorte in Deutschland: 

  • Berlin: Gemeinde auf dem Weg, Waidmannsluster Damm 7c-e, 13507 Berlin​ 
  • Braunschweig: Spatz21! (gegenüber Friedenskirche), Kälberwiese 1, 38118 Braunschweig​ 
  • Hamburg: Elim Kirche, Bostelreihe 7-9, 22083 Hamburg​ 
  • Essen: Lighthouse Essen, Liebigstraße 7, 45145 Essen​ 

  Studienstandorte in der Schweiz: 

  • Burgdorf: BewegungPlus Burgdorf, Lyssachstraße 33, 3400 Burgdorf​ 
  • Zürich: Equippers Zürich, Hirschengraben 52, 8001 Zürich​ 

 

Flexibilität durch Fernstudium: 

Mit IGW bist du nicht an einen bestimmten Standort gebunden. Du kannst auch von deinem eigenen Standort aus im Fernstudium studieren und jedes Jahr neu planen, ob du deinen Standort wechselst oder ins Fernstudium wechselst.​ Durch diese flexible Gestaltung ermöglicht dir IGW ein Theologiestudium, das sich optimal an dein Leben anpasst und dir erlaubt, deine Berufung zu verfolgen.  bild fernstudium theologie  

Wie kann ich mich immatrikulieren? 

Um dich bei IGW zu immatrikulieren, meldest du dich zu einem unverbindlichen Beratungsgespräch an. Dort wirst du beraten und hast die Möglichkeit, all deine Fragen zu klären. Uns ist die persönliche Beratung wichtig. Denn es ist uns ein Anliegen, dass unsere Studierenden möglichst direkt das für sie passende Studium finden! Hier werden also alle Fragen rund um Eignung zum Studium geklärt. Danach erhält man den Anmeldelink, mit dem man sich bei IGW immatrikulieren kann. Sie ist die tatsächliche Einschreibung in den Studiengang, mit der man den Studienplatz wirklich annimmt. Das Studium auf Bachelor-Level beginnt jeweils mit den Start-Up-Tagen Ende August. Im Fernstudium ist ein Einstieg hingegen jederzeit möglich. Ebenso kannst du auf Master-Level jederzeit mit dem Studium loslegen.   

FAQs zum Theologiestudium 

Wie lange dauert ein Theologiestudium?  Die Regelstudienzeit für ein Studium der Theologie auf Bachelor-Level sind 4 Jahre. Für ein Studium auf Master-Level sind es 2 Jahre. Die Studienzeit kann jedoch individuell verkürzt oder verlängert werden. Das kommt darauf an, ob du Teilzeit oder Vollzeit studieren möchtest.   Was kostet ein Theologiestudium?  Das unterscheidet sich je nach Studiengang. In den Bachelor Studiengängen unterscheiden wir zwischen Studiengebühren und einem Gemeindebeitrag. Durch das Duale Studium beteiligt sich die Ausbildungsgemeinde an den Kosten des Studiums.   Bei Master Studiengängen sind es Paketpreise, die man monatlich in Raten zahlen kann. Mehr Infos unter: www.igw.edu  Gibt es einen Numerus Clausus (NC) für das Theologiestudium?  Nein, wir verlangen keinen Numerus Clausus.   Welchen theologischen Ansatz hat IGW?   Wir sind fasziniert vom Reich Gottes, überzeugt von der Wichtigkeit der Kirche und der Bibel verpflichtet. IGW kann in erster Linie in der Breite des freikirchlichen Raums und der Evangelischen Allianz verortet werden kann. Wir sind keiner einzelnen Denomination und deren Philosophie oder Lehre unterstellt, sondern verstehen uns als Bildungsraum, in dem die Mitarbeitenden, Dozierenden und Studierenden ihre unterschiedlichen Ansichten einbringen und miteinander lernen können. Unsere theologischen Grundsätze kannst du hier einsehen: Unsere theologischen Grundsätze  In dieser großen Breite ist IGW stark von der jungen Tradition der Missionalen Theologie geprägt. Diese begründet die Theologie zum einen im missionarischen Wesen und Handeln Gottes in Welt und Geschichte. Zum anderen betont sie, dass jede Theologie von ihrem Kontext abhängt.  Was für Abschlüsse verleiht IGW und wie ist ihre Anerkennung?  IGW bildet Leitungspersonen für Kirchen und kirchennahe Organisationen auf Bachelor- und Master-Level aus und weiter. Unsere Abschlüsse genießen – besonders unter Freikirchen – breite Anerkennung. Als «alternativer» (d.h. nicht-staatlicher) Anbieter von theologischer Bildung sind wir keine staatlich anerkannte Hochschule und verleihen deshalb keine akademischen Abschlüsse, die ein Weiterstudium an einer europäischen Hochschule garantieren würden. Jedoch sind wir vom European Council for Theological Education zertifiziert. Dessen Zertifikat bestätigt offiziell, dass unsere Abschlüsse den Standards der Stufe 6 (Bachelor-Level) und 7 (Master-Level) gemäss Europäischem Qualifikationsrahmen entsprechen.  Bietet IGW auch ein Fernstudium an?   Ja, uns ist besonders wichtig, dass das Studium auf deine Bedürfnisse abgestimmt werden kann. Auf Bachelorlevel kannst du das komplette Programm als Fernstudium absolvieren. Ein Wechsel in Präsenz ist möglich.   Auf Masterlevel kannst du dein Studium in Absprache mit deinem Studienleiter sogar noch flexibler gestalten. Wir bieten viele Kurse entweder als Präsenzvorlesung, als Hybridversion (wo du per Videozuschaltung an einer Vorlesung teilnehmen kannst) oder als Fernstudium an.   Kontaktiere uns jetzt für ein kostenloses Beratungsgespräch und lass uns gemeinsam deinen Weg zum Theologiestudium planen!


Dieser Artikel ist Teil unserer Reihe über theologische Ausbildungsmöglichkeiten. Entdecke auch unsere weiteren Artikel zu den Themen 10 gute Gründe, warum du bei IGW Theologie studieren solltest und Wie lange dauert ein Theologiestudium?.  

Eine Entdeckungsreise zur Vertiefung deiner Gottesbeziehung

Eine Entdeckungsreise zur Vertiefung deiner Gottesbeziehung

In einer hektischen Welt, in der Zeit oft als kostbarstes Gut betrachtet wird, suchen viele Menschen nach Wegen zu mehr Stille. Sie möchten durch geistliche Übungen ihre Gottesbeziehung vertiefen und Gottes Gegenwart erleben. Ein Weg, der sich dabei als besonders wertvoll erwiesen hat, sind die ignatianischen Exerzitien im Alltag (EiA). Diese bieten eine strukturierte und dennoch flexible Möglichkeit, den Glauben ins tägliche Leben zu integrieren und zu vertiefen. 

 

GLAUBE IM ALLTAG: Was sind ignatianische Exerzitien? 

Die EiA wurden ursprünglich von Ignatius von Loyola im 16. Jahrhundert entwickelt. Sie setzen sich zusammen aus Gebet und Kontemplation der Bibel – verbunden mit der Wahrnehmung und Reflexion seiner selbst. Während die traditionellen Exerzitien oft in einem Kloster oder einem Rückzugsort stattfinden, bieten die EiA eine Möglichkeit, diese tiefgehenden spirituellen Übungen in den normalen Tagesablauf zu integrieren. 

 

Der Wert der ignatianischen Exerzitien im Alltag 

Die EiA bieten zahlreiche Vorteile für diejenigen, die ihre Spiritualität vertiefen möchten. Drei ganz wichtige sind: 

  • Integration in den Alltag: Anstatt sich für eine bestimmte Zeit aus dem Alltag zurückzuziehen, sind diese spirituellen Übungen in den täglichen Ablauf integriert. Dies fördert eine kontinuierliche und nachhaltige geistliche Praxis – auch über die Exerzitien hinaus. 
  • Persönliche Reflexion: Die Exerzitien sind ein hilfreicher Rahmen für die persönliche Reflexion und das Gebet. Sie helfen dadurch, eine tiefere Verbindung zu Gott zu entwickeln und die eigene Spiritualität zu stärken. 
  • Flexibilität: Die Übungen können an die individuellen Bedürfnisse und den Zeitplan angepasst werden. Dies macht sie besonders geeignet für Menschen mit einem vollen Terminkalender. 

 

Der Entdeckungskurs: Konkretes Übungsmaterial von IGW 

Für diejenigen, die an EiA interessiert sind, bietet der Entdeckungskurs von IGW eine hervorragende Möglichkeit, diese Form von geistlichen Übungen innerhalb von fünf Wochen kennenzulernen. Er basiert auf den Prinzipien der ignatianischen Spiritualität.  

  • Wöchentlich erhalten die Teilnehmenden eine kurze Videoeinführung mit praktischen Tipps und Empfehlungen zur Kontemplation. 
  • Für jeden Tag wird ein konkretes Übungsangebot zugesendet, das jeweils aus einer biblischen Passage aus dem Lukasevangelium und unterstützenden Fragen zur Meditation sowie Reflexion besteht. 

 

Wie kann ich am Entdeckungskurs teilnehmen? 

Du kannst Dich ganz einfach selbst über diesen Link für den Entdeckungskurs bei IGW anmelden. Das Material wird kostenlos zur Verfügung gestellt. Bei IGW träumen wir davon, dass Gottes Reich in seiner ganzen Vielfalt sichtbar wird, und zwar durch Menschen, die ihre Berufung hier und jetzt leben. 

 

Du willst mehr?

Willst du noch tiefer einsteigen? Dann ist unser Theologie Studium vielleicht genau das Richtige für Dich! Buche jetzt ein unverbindliches Beratungsgespräch!

Wo ist Jesus

Wo ist Jesus

Wo ist Jesus?

„Wo ist Jesus?“ klinkt wie eine einfache Frage, aber wenn man genauer hinschaut führt sie uns tief in die Geheimnisse Gottes. Eine Frage, die es sich lohnt, theologisch zu reflektieren.

 

Jesus ist hier?

Oft hören wir, dass Jesus in unserem Herzen lebt. Aber ist das wirklich so? Die Antwort ist sowohl Ja als auch Nein, denn hier spielt die Dreieinigkeit eine zentrale Rolle.

Jesus, Gott der Sohn, wurde Mensch. Er lebte unter uns, starb für unsere Sünden am Kreuz und ist auferstanden. An diesem Punkt ist es wichtig, innezuhalten und nachzudenken: Wer ist der Auferstandene?

Der Auferstandene: Mensch und Gott

Nach seiner Auferstehung war Jesus nicht nur ein Geist. Er war und ist immer noch Mensch. Im Lukasevangelium 24,37-43 lesen wir, wie Jesus den Jüngern erschien und zeigte ihnen, dass er Fleisch und Knochen hat. Er aß sogar Fisch vor ihren Augen, um zu beweisen, dass er kein Geist ist. Jesus ist also auch heute immer noch auch ein Mensch. Er hat seine menschliche Natur nicht abgelegt und wird auch in Ewigkeit Mensch bleiben – nur in verherrlichter Gestalt, so wie wir eines Tages im Himmel sein werden.

Wo ist Jesus jetzt?

Nach seiner Auferstehung fuhr Jesus in den Himmel auf. Er sitzt zur Rechten Gottes, wie Stephanus in Apostelgeschichte 7,56 bezeugt. Aber was bedeutet das für uns hier und jetzt?

Pfingsten: Der Heilige Geist kommt

An Pfingsten kam der Heilige Geist auf die Jünger herab. Jesus ist im Himmel, aber der Heilige Geist ist hier bei uns und in uns. Der Heilige Geist ist der Geist Jesu und des Vaters. Er ist Gott. Es ist also nicht falsch zu sagen, „Jesus ist hier“, denn der Heilige Geist, der in uns wohnt, ist untrennbar mit Jesus und dem Vater verbunden. Doch es ist wichtig zu verstehen, dass Jesus als Mensch im Himmel ist und der Heilige Geist auf der Erde wirkt.

Die Jünger verbrachten drei Jahre mit Jesus, doch erst nach Pfingsten wurden sie wirklich transformiert. Sie wurden mutig, stark und voller Glauben. Die große Transformation kam nicht, weil Christus unter ihnen war, sondern weil der Geist in ihnen war. Der Heilige Geist machte aus den furchtsamen Jüngern mutige Zeugen.

Jesus versprach seinen Jüngern: „Und siehe, ich bin bei euch alle Tage bis an der Welt Ende.“ (Matthäus 28,20). Aber danach ging er! (Christi Himmelfahrt) Dies erfüllt sich also durch den Heiligen Geist, der in uns lebt. Der Heilige Geist ist nicht einfach eine Kraft, sondern eine Person – Gott selbst. Er hat Gedanken und Gefühle und verdient unsere Liebe und Hingabe genauso wie der Vater und der Sohn.

Herausforderung: Den Heiligen Geist lieben und vertrauen

Vielleicht fällt es dir leicht zu sagen, dass du Jesus liebst. Aber kannst du das auch vom Heiligen Geist sagen? „Heiliger Geist ich liebe dich!“ Angst oder Misstrauen dem Heiligen Geist gegenüber ist letztlich Angst oder Misstrauen gegenüber Gott.

Erst wenn wir sagen können: „Ich habe mein Leben ganz dem Heiligen Geist hingegeben“, können wir sagen, dass wir unser Leben ganz Gott hingegeben haben.

Das Wichtigste Gebot heißt Gott zu lieben von ganzem Herzen, mit ganzem Verstand und ganzer Hingabe. Das schließt den Heiligen Geist mit ein.

Liebst du den Heiligen Geist von ganzem Herzen, mit ganzem Verstand und ganzer Hingabe? Wenn nicht, dann lieben wir Gott nicht vollständig, denn sie sind eins.

Was tun?

Es ist wichtig, den Heiligen Geist zu lieben, zu wertschätzen und mit ihm zu sprechen. Suche ihn, frage ihn und achte ihn. Wenn du ihn gering geschätzt hast, tue Buße und ändere dein Denken (anders gesagt: ändere deine Theologie). Der Heilige Geist ist Gott, der in dir wohnt und dich leitet.

 

Eine Antwort mit Auswirkungen

Die Frage „Wo ist Jesus?“ ist keine Theologische Spitzfindigkeit, sondern führt uns zu einem tieferen Verständnis der Dreieinigkeit und unserer Beziehung zu Gott. Jesus ist im Himmel, aber der Heilige Geist ist hier bei uns und damit natürlich Gott als Ganzes (Vater, Sohn und Heiliger Geist). Indem wir den Heiligen Geist lieben und vertrauen, ehren wir ihn als Person des dreieinigen Gottes. Liebe den Vater, den Sohn und den Heiligen Geist von ganzem Herzen, mit ganzem Verstand und ganzer Hingabe.

Möchtest du gerne tiefer gehen in deiner Beziehung zu Gott? Wir haben einen kostenlosen Entdeckerkurs.

Dort haben wir Inhalte für dich aufbereitet um dich tiefer mit deiner Gottesbeziehung und Theologie zu befassen. Solltest du noch weiter gehen wollen bieten wir Studiengänge auf Bachelor-und Masterlevel an. Wir freuen uns sehr mit dir ins Gespräch zu kommen. Melde dich doch direkt für ein kostenloses Beratungsgespräch bei uns!

 

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Autor: Daniel Janzen

Wer ist dieser Jesus Christus

Wer ist dieser Jesus Christus

Wer ist dieser Jesus Christus? – Missionale Christologie

Wenn wir uns die Frage stellen: „Wer ist dieser Jesus Christus?“ dann betreten wir das Feld der Christologie. Christologie ist die Lehre von der Person und dem Werk Jesu Christi. Es geht darum, zu verstehen, wer Jesus war und ist, was er gelehrt hat und welche Bedeutung sein Leben, sein Sterben und seine Auferstehung für die Menschheit haben. Die missionale Christologie erweitert dieses Verständnis, indem sie Jesus‘ Leben und Werk aus der Perspektive der Sendung Gottes in die Welt interpretiert.

 

These 1: Die zentrale Frage

Jede Generation muss sich neu fragen: Wer ist Jesus Christus und was ist seine Mission? Daraus folgt: Was bedeutet ein Leben mit Jesus Christus für uns heute?

Auch wir stehen vor der Herausforderung, Jesus und seine Mission neu zu verstehen und zu interpretieren. Dies bedeutet, dass wir uns kontinuierlich mit der Frage auseinandersetzen müssen, wie ein Leben im Einklang mit Jesus‘ Lehren heute aussieht. Dies ist kein statischer Prozess, sondern eine dynamische Auseinandersetzung, die sich an den Veränderungen in der Welt und unseren eigenen Erfahrungen orientiert.

These 2: Erneuerung der Dogmatik

Die Dogmatik, also die systematische Theologie, muss von der Perspektive der Sendung Jesu Christi aus neu gedacht werden. Das bedeutet, dass traditionelle Glaubenslehren im Licht der missionarischen Tätigkeit Jesu überprüft und gegebenenfalls angepasst werden müssen. Eine missionale Christologie fordert uns auf, unsere theologischen Konzepte und Strukturen ständig zu hinterfragen und zu erneuern.

These 3: Kontextuelle Verankerung

Missionale Christologie begreift alttestamentliche Verheißung und göttliche Sendung, das irdische Leben Jesu Christi, sein Wirken, Leiden, Sterben und Auferstehen in ihrem spezifischen kulturellen Kontext.

Jesus Christus muss in seinem historischen und kulturellen Kontext verstanden werden. Dies bedeutet, dass wir die alttestamentlichen Verheißungen und die göttliche Sendung Jesu in die Welt in den Vordergrund stellen. Es geht darum, die Bedeutung seines Lebens und Wirkens in der spezifischen Zeit und Kultur, in der er lebte, zu erfassen.

These 4: Verbindung von Schöpfung und Eschatologie

Missionale Christologie verbindet Schöpfungstheologie und Eschatologie. Sie spannt den Bogen der Geschichte Gottes mit der Welt von der Schöpfung bis zur Neuschöpfung.

Die missionale Christologie verbindet den Anfang und das Ende der Geschichte. Sie sieht Jesus als zentrale Figur, die die Schöpfung und die endgültige Neuschöpfung miteinander verknüpft. Durch Jesus verstehen wir die gesamte Geschichte Gottes mit der Welt – von der Schöpfung bis zur Verheißung einer neuen Schöpfung.

These 5: Messianische Deutung der Weltgeschichte

Missionale Christologie versteht die Geschichte der Welt und der Menschheit messianisch. Das bedeutet, dass sie die Wirklichkeit im Blick auf den kommenden, sich erbarmenden Gott deutet und seinen verheißenen Schalom als universalen Frieden in Gerechtigkeit.

Die Weltgeschichte wird aus einer messianischen Perspektive interpretiert. Das bedeutet, dass die Ereignisse der Welt im Lichte der kommenden Herrschaft Gottes gesehen werden. Diese Perspektive sieht den Schalom – Frieden in Gerechtigkeit – als letztendliches Ziel.

These 6: Enttäuschung populärer Erwartungen

Missionale Christologie folgt dem eigensinnigen Entschluss Jesu, populäre Messias-Erwartungen zu enttäuschen und den Anbruch der befreienden Herrschaft Gottes in seiner Selbsthingabe und dem Leiden an, mit und für die Welt zu erwarten.

Jesus enttäuschte die populären Erwartungen seiner Zeit, indem er nicht der politische Befreier war, den viele erwartet hatten. Stattdessen zeigte er durch seine Selbsthingabe und sein Leiden einen anderen Weg zur Befreiung. Diese Hingabe für die Welt ist zentral für das Verständnis seiner Mission.

These 7: Licht der alttestamentlichen Botschaft

Missionale Christologie versteht das Leben, Sterben und die Auferstehung Jesu im Anschluss an die ersten Christen im Licht der Botschaft des Alten Testaments. In Jesus, dem Sohn Gottes, erkannten die ersten Christen sowohl den geschichtlichen Messias als auch die menschgewordene Schöpferweisheit Gottes.

Die ersten Christen interpretierten Jesus im Kontext der alttestamentlichen Prophezeiungen. Sie sahen in ihm sowohl den erwarteten Messias als auch die menschgewordene Weisheit Gottes. Dieses Verständnis ist für die missionale Christologie grundlegend.

These 8: Sendung als Leitmotiv

Die Mission des Sohnes (Missio Filii) wird zum Leitmotiv der Theologie.

Die Sendung des Sohnes Gottes, Jesus Christus, ist das zentrale Motiv der Theologie. Die missionale Christologie sieht die Sendung Jesu als Ausgangspunkt und Leitmotiv für alle theologischen Überlegungen und Handlungen.

These 9: Kontextuelle Theologie

Missionale Christologie fordert eine kontextuelle Theologie, die sich den Herausforderungen und Fragen der heutigen Welt stellt.

Theologie muss immer im Kontext der aktuellen Welt und ihrer Herausforderungen gedacht werden. Eine missionale Christologie bedeutet, dass wir die Botschaft Jesu in unsere heutige Zeit und Kultur übersetzen und anwenden.

These 10: Gemeinschaft und Sendung

Die Gemeinschaft der Gläubigen ist eine gesandte Gemeinschaft.

Die Kirche und die Gemeinschaft der Gläubigen sind gesandt, um Jesu Mission in der Welt fortzusetzen. Dies bedeutet, dass jede christliche Gemeinschaft einen missionarischen Auftrag hat, der sich in ihrem Leben und Handeln widerspiegeln muss.

These 11: Praktische Anwendung

Missionale Christologie muss praktisch gelebt und erfahren werden.

Theologie darf nicht nur theoretisch bleiben, sie muss im Leben der Gläubigen sichtbar und erfahrbar sein. Eine missionale Christologie fordert uns auf, Jesu Lehren in die Praxis umzusetzen und seine Mission aktiv weiterzuführen.

These 12: Transformation durch Christus

Die Begegnung mit Jesus Christus führt zu einer tiefgreifenden Transformation des Lebens und Denkens der Gläubigen.

Die Begegnung mit Jesus Christus verändert unser Leben grundlegend. Diese Transformation betrifft nicht nur unser persönliches Leben, sondern auch unser Denken und Handeln in der Welt. Eine missionale Christologie betont diese transformative Kraft Jesu.

 

Einladung zur Diskussion

Die vorliegenden Thesen zur missionalen Christologie laden uns ein, tiefer über die Person und Mission Jesu Christi nachzudenken und zu diskutieren. Sie ermutigen uns, die Botschaft Jesu in unsere heutige Welt zu tragen und seine Mission fortzuführen. Wir laden Sie ein, sich an dieser Diskussion zu beteiligen und gemeinsam zu entdecken, was es bedeutet, heute in der Nachfolge Jesu zu leben.

Auf unseren Blog findest du weitere spannende Artikel und Referate.

Interesse tiefer einzusteigen? Wir beraten dich gerne:

 

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Was ist Kirche

Was ist Kirche

Kirche? Was ist das überhaupt?

heute möchten wir mit dir über ein Thema sprechen, das uns alle irgendwie betrifft, aber oft für Verwirrung sorgt: die Kirche. Was ist das eigentlich, diese „Kirche“? Ist es das alte Gebäude mit den hohen Türmen, die sonntägliche Messe oder vielleicht etwas ganz anderes? Lasst uns gemeinsam einen Blick darauf werfen.

Als IGW haben wir 15 Thesen zum Wesen der Kirche entwickelt (missionale Ekklesiologie). Diese Thesen bieten eine tiefere Einsicht in das Wesen und die Sendung der Kirche und sind das Ergebnis intensiver Diskussionen und theologischer Reflexionen. Aber keine Sorge, wir werden sie hier so verständlich wie möglich erklären.

1. Die Schöpfung und die Gemeinschaft

Die erste These erinnert uns daran, dass die gesamte Schöpfung zur Verherrlichung Gottes geschaffen wurde und der Mensch als Ebenbild Gottes berufen ist, in Gemeinschaft mit ihm und den Mitmenschen zu leben. Das bedeutet, dass die Kirche mehr ist als nur ein Gebäude – sie ist eine lebendige Gemeinschaft, die Gottes Gegenwart in der Welt widerspiegelt und darauf hinweist, dass Gott seine Schöpfung liebt und transformieren will.

2. Offenbarung Gottes durch die Kirche

Durch die Kirche offenbart Gott sein Wesen in der Welt. Trotz ihrer Unvollkommenheit zeigt sich in der Kirche Gottes Barmherzigkeit und lebensschaffende Kraft. Sie ist ein Ort der Annahme und Veränderung, wo wir sowohl die Höhen als auch die Tiefen des Lebens gemeinsam erleben.

3. Tempel des Heiligen Geistes

Die Kirche ist nicht nur eine Gemeinschaft, sondern auch der Tempel des Heiligen Geistes. Er gibt uns die Gaben und die Führung, um im Sinne der „Missio Dei“ – der Sendung Gottes – zu leben. Das bedeutet, dass wir als Kirche gesandt sind, um in der Welt zu wirken und Gottes Liebe und Gerechtigkeit sichtbar zu machen.

4. Die Gemeinschaft der Dreieinigkeit

Die Kirche ist die Kirche des dreieinigen Gottes: Vater, Sohn und Heiliger Geist. Diese Gemeinschaft ist unser Vorbild. In der Kirche erfahren wir Ehrfurcht vor Gottes Heiligkeit, die Liebe Jesu Christi und die befreiende Kraft des Heiligen Geistes. Das hilft uns, eine ausgeglichene und umfassende Perspektive auf unser Glaubensleben zu bewahren.

5. Inkarnation Jesu Christi

Die Kirche verkörpert die Liebe, Barmherzigkeit und Zuwendung Gottes zur Welt. In ihr wird die Menschwerdung Gottes in Jesus Christus sichtbar. Das bedeutet, dass die Kirche in ihrer Essenz dazu berufen ist, Gottes Liebe in konkreten Taten der Nächstenliebe und Gerechtigkeit zu leben und zu demonstrieren.

6. Gehorsam und Sendung

Genauso wie Jesus sich im Gehorsam dem Vater hingab und sein Leben verschenkte, so ist auch die Kirche dazu berufen, sich zu verschenken und sich senden zu lassen, um das Werk Jesu fortzuführen. Dieser Gehorsam ist nicht blind, sondern ein Ausdruck der Liebe und Hingabe an Gottes Plan für die Welt.

7. Sauerteig in der Kultur

Die Kirche ist sowohl Gott als auch der Welt zugewandt. Sie ist wie ein Sauerteig, der die Kultur um sie herum beeinflusst, ohne sich in ihr aufzulösen. Das bedeutet, dass die Kirche aktiv in der Gesellschaft mitwirkt, um positive Veränderungen zu bewirken, während sie gleichzeitig ihre eigene Identität und Werte bewahrt.

8. Manifestation von Gottes Herrschaft

Die Kirche ist dazu berufen, Gottes erlösende und transformierende Herrschaft in der Welt zu demonstrieren. Das geschieht durch Verkündigung, soziales Engagement und geistliche Zeichen. Die Kirche soll ein Ort sein, an dem Gottes Reich sichtbar und erfahrbar wird – hier und jetzt, aber auch in der Zukunft.

9. Ganzes Evangelium für die ganze Welt

Die Kirche hat den Auftrag, das gesamte Evangelium der ganzen Welt zu verkünden. Das beinhaltet nicht nur Worte, sondern auch Taten. Jüngerschaft ist ein zentraler Aspekt, bei dem Menschen in die Nachfolge Christi gerufen werden und in allen Kulturen und Kontexten leben.

10. Lebens- und Lerngemeinschaft

Die Kirche ist eine Gemeinschaft, in der Menschen in ihrer Beziehung zu Gott wachsen können. Dies betrifft alle Lebensbereiche und zeigt sich in der Fürsorge für Mitmenschen, der Mitgestaltung der Gesellschaft und der Bewahrung der Schöpfung.

11. Bibellesen und Beten

Die Kirche ist eine bibellesende und betende Gemeinschaft. Sie schöpft Kraft aus dem Gebet und der Anbetung und fördert das Beten in allen Lebenslagen. Dadurch werden Menschen befähigt, ihren Alltag in der Kraft des Heiligen Geistes zu gestalten.

12. Miteinander und Vielfalt

Die missionale Kirche lebt vom Miteinander und dem geistgewirkten Dienst Vieler. Die Leitung der Kirche fördert die Mündigkeit der Gläubigen durch Zusammenarbeit und den Austausch von Impulsen aus verschiedenen Kulturen.

13. Jüngerschaft und Gemeinschaft

Biblische Jüngerschaft ist nur in einer geistbegabten und liebenden Gemeinschaft möglich. Neue Gemeinschaften zu gründen und die Kultur der Zielgruppe zu verstehen, ist ein wesentlicher Teil der Mission.

14. Botschaft und Zeugnis

Die Kirche hat eine lebendige Botschaft, die sie in ihrem Friedenszeugnis und ihrem Anderssein verkörpert und verkündet. Sie lebt diese Botschaft in der Welt und zeigt durch ihr Handeln, dass sie für die Welt da ist.

15. Hoffnung und Zukunft

Die Kirche lebt aus der Hoffnung auf die Wiederkunft Jesu und die Vollendung der neuen Schöpfung. Diese Hoffnung prägt ihr Handeln und gibt ihr die Kraft, in der Welt einen Unterschied zu machen.

Fazit

Die Kirche ist viel mehr als nur ein Gebäude oder eine Institution. Sie ist eine lebendige Gemeinschaft, die gesandt ist, Gottes Liebe und Gerechtigkeit in der Welt sichtbar zu machen. Sie verkörpert die Mission Gottes und lebt aus der Hoffnung auf die kommende Vollendung. Lassen wir uns von dieser Vision inspirieren!

 

Dieser Blogartikel basiert auf den „15 Thesen zur missionalen Ekklesiologie“ von IGW und soll euch einen leicht verständlichen, aber tiefgehenden Einblick in das Wesen und die Sendung der Kirche geben. Wenn ihr weitere Fragen oder Anmerkungen habt, schreibt sie gerne in die Kommentare!

 

Solltest du mehr über ein Theologiestudium bei IGW wissen wollen, dann melde dich gerne für ein kostenloses Beratungsgespräch bei uns! Wir freuen uns, dich kennenzulernen!

 

 

Buch: Kirche ist Mission

Neufeld-Verlag

Missionale Theologie

Missionale Theologie

Missionale Theologie – Was ist das eigentlich?

Hey du! Ja, genau du, der du gerade darüber nachdenkst, Theologie zu studieren. Vielleicht bist du auf der Suche nach einer Richtung, die deinen Glauben und deine Leidenschaft für die Welt um dich herum zusammenbringt. Wenn das so ist, könnte missionale Theologie genau die Perspektive geben, die du suchst. Lass uns gemeinsam herausfinden, was sich hinter diesem Begriff verbirgt und warum er für uns bei IGW so zentral ist.

 

Missionale Theologie – Eine Herzensangelegenheit

Missionale Theologie klingt erst einmal kompliziert, oder? Aber eigentlich ist es ganz einfach. Es geht darum, den Glauben nicht nur zu studieren, sondern auch zu leben – und zwar inmitten der Welt. Während traditionell Theologie oft im stillen Kämmerlein betrieben wird, geht es bei der missionalen Theologie darum, den Glauben aktiv in den Alltag zu integrieren und die Botschaft von Jesus Christus in die Gesellschaft zu tragen.

Gott ist auf Mission

Ein zentraler Gedanke der missionalen Theologie ist, dass Gott selbst auf Mission ist (Der Fachbegriff lautet Missio Dei). Von der Schöpfung bis zur Offenbarung zieht sich ein roter Faden: Gott ist beständig dabei, die Welt mit sich zu versöhnen. Er sendet Propheten, schließlich seinen eigenen Sohn, und dann die Jünger – und damit auch uns. Wenn wir also von missionaler Theologie sprechen, geht es darum, Gottes Herz für Menschen zu verstehen und daran teilzuhaben.

Missional ist nicht gleich missionarisch

Wichtig ist, dass wir missional nicht mit missionarisch gleichsetzen. Natürlich gehört die Verkündigung des Evangeliums dazu, aber missional zu sein bedeutet noch mehr. Es heißt, das Evangelium zu leben und in jeder Hinsicht auf das Wohl unserer Mitmenschen bedacht zu sein. Es geht darum, das Reich Gottes durch Taten, Beziehungen und die Art und Weise, wie wir unseren Alltag gestalten, sichtbar zu machen.

Jede Gemeinde kann missional sein

Ein häufiger Irrtum ist, dass nur bestimmte Gemeindeformen missional sein können – so zum Beispiel Hipster-Cafés, trendige Hauskirchen oder soziale Projekte. Aber das ist nicht wahr. Jede Gemeinde, unabhängig von ihrer Struktur oder Tradition, kann und sollte missional leben. Jede Gemeinde ist eingeladen, darüber nachzudenken, wie sie Teil von Gottes Mission in ihrer spezifischen Umgebung sein kann.

Praxis statt Theorie

Ein weiteres Merkmal der missionalen Theologie ist ihre Praxisorientierung. Theologische Erkenntnis ist gut und wichtig, aber sie muss sich auch in unserer Alltags-Mission niederschlagen. Das bedeutet, dass Missionale Theologie nicht bloße Theorien wälzen, sondern immer fragt: Was tut Gott gerade und wie kann ich mich daran beteiligen?

Lernen und Wachsen bei IGW

Wenn du dich für ein Studium bei IGW entscheidest, wirst du tief in die missionale Theologie eintauchen. Wir bieten dir nicht nur eine fundierte akademische Ausbildung, sondern auch zahlreiche Möglichkeiten, deine Erkenntnisse praktisch umzusetzen. Ob in deinem Praktikum, in Projekten oder durch persönliche Mentoren – du wirst herausgefordert, deinen Glauben aktiv zu leben und dabei zu wachsen.

Die Welt braucht dich

Die Welt braucht Menschen, die nicht nur glauben, sondern diesen Glauben auch in die Tat umsetzen. Menschen, die bereit sind, ihre Komfortzone zu verlassen und einen Unterschied zu machen. Vielleicht hast du eine Leidenschaft für soziale Gerechtigkeit, für Umweltfragen oder für die Arbeit mit Jugendlichen. Was auch immer dein Herz bewegt – missionale Theologie hilft dir, diese Leidenschaft mit deinem Glauben zu verbinden und in die Welt zu tragen.

Werde Teil der Bewegung

Bei IGW verstehen wir uns als Teil einer weltweiten Bewegung. Wir sind überzeugt, dass Gott auch heute noch am Werk ist und seine Kirche gebraucht, um die Welt zu verändern. Und wir glauben, dass du ein Teil davon sein kannst. Dein Studium bei uns wird nicht nur deinen Kopf, sondern auch dein Herz und deine Hände formen.

Komm und sieh

Wenn dich das anspricht, dann komm und sieh es dir selbst an. Unsere Studiengänge sind so konzipiert, dass sie sich gut in dein Leben integrieren lassen – ob du nun Vollzeit studieren möchtest oder neben deinem Beruf. Und das Beste: Du wirst Teil einer Gemeinschaft von Menschen, die ebenfalls auf der Suche sind, die fragen, zweifeln und gemeinsam Antworten finden.

 

Ein Fazit

Missionale Theologie ist keine trockene Wissenschaft, sondern ein Lebensstil. Es geht darum, die Welt durch die Augen Gottes zu sehen und zu handeln. Es geht darum, deinen Glauben lebendig werden zu lassen – nicht nur in der Theorie, sondern in deinem Alltag. Wenn du bereit bist, diesen Weg zu gehen, dann freuen wir uns darauf, dich bei IGW willkommen zu heißen. Lass uns gemeinsam entdecken, wie wir Teil von Gottes Mission in dieser Welt sein können.

Also, worauf wartest du noch? Melde dich bei uns und finde heraus, was missionale Theologie für dich bedeuten kann. Wir freuen uns auf dich!

 

Wenn du mehr über missionale Theologie und ihre Anwendung erfahren möchtest, lade ich dich ein, weiter in dieses spannende Thema einzutauchen: Lade dir hier unser Thesenpapier herunter oder schau dir unser Modul auf Youtube an und lass uns gerne wissen, was du daraus mitnehmen konntest. Schreib uns einfach eine Mail an hallo@igw.edu
Thesenpapier Missionale Theologie
Modul Missionale Theologie auf Youtube

 

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